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Rooga

Rooga
Sie sind mittlerweile keine Unbekannten mehr und gehören zu den aufstrebenden Nachwuchsbands in Österreich. Bei ROOGA handelt es sich um eine Wiener Band, die sich dem Funky Nu Rock verschrieben hat. Rockige Töne gepaart mit funkigen Vibes…

 

Kritiker inklusive, denn ROOGA gewannen bereits zwei der prestigeträchtigsten Bandcontests. 2006 triumphierte die damals nicht einmal ein halbes Jahr alte Formation beim „Local Heroes“. Im Jahr darauf wurde dieser Erfolg durch den Gewinn des „International Live Awards 2007“ getoppt. Eine Auszeichnung, die der Band hoch angerechnet werden kann. Schließlich erstreckte sich der Contest über fünf Länder Europas mit mehr als 1000 Mitbewerbern.

 

Wie bist du/seid ihr auf den Namen gekommen?
Alex: Der Name „ROOGA“ ist eigentlich eine Wortkreation von uns, ein Fantasiename, der eigentlich keine tiefer gehende Bedeutung hat. Der Wortklang war uns in diesem Fall wichtiger als der Sinn dahinter. Erst im Nachhinein hat sich dann herausgestellt, dass das Wort „rooga“ auf estnisch in etwa „lecker essen“ oder so ähnlich heißt, was ja auch kein Fehler ist!

Wie lässt sich der Stil der Band am ehesten beschreiben?
Alex: In den Anfangstagen der Band war noch sehr deutlich die Funkvorliebe der Bandmitglieder hörbar. Mittlerweile würde ich ROOGA aber doch eher als klare Rockband bezeichnen. Funkspurenelemente sind immer noch in einigen Songs zu orten, aber da sind auch andere musikalische Gattungen wie Punk, Crossover oder Alternative enthalten.
Victor: Funky Nu Rock lautet ja die offizielle Bezeichnung. Das heißt, moderne Rockmusik mit Funk-Elementen. Da wir im Studio auf diverse Dinge gekommen sind und die Songs etwas verändert haben, könnte man auch leichten Punk-Einfluss dazu geben. Also so eine Art „Pfunk-Rock“.

Was macht diese Band für dich einzigartig?
Kati: Die Offenheit, es werden keine Ideen von vornherein kategorisch als „nicht passend“ abgelehnt, sondern alle 4 Bandmitglieder bringen gleichberechtigt ihre persönlichen Eigenheiten ein, woraus sich als Endprodukt der unverwechselbare ROOGA-Sound ergibt.
Alex: Was uns vielleicht ein wenig von anderen Bands dieses Genres abhebt ist unser hohes Energielevel, wenn ich das mal so ausdrücken darf. In vielen anderen Bands gibt es doch immer wieder Bandmitglieder, die nicht voll bei der Sache sind, sondern halt auch mitspielen; Bei uns steht die ganze Band 100%ig hinter der Musik und ich glaub, das hört man!
Victor: Musikalisch der Groove. Da wir alle ja Musik studieren, will jeder ein bisschen was raus lassen, von dem, was er/sie so lernt. Da Funk und Rock aber eher von einfacheren, auf den Punkt gebrachten Elementen leben, kommt am Ende ein interessante Mischung aus so was wie Virtuosität (vielleicht auch nur Angeberei!) und harter Solidheit (wenn das ein Wort ist) heraus. Arbeitsmäßig find ich es toll, dass in dieser Band wirklich jeder in den Songwritingprozess mit eingebunden wird, bzw. sich einbringen kann. Bei anderen Projekten, bei denen ich gespielt hab, war das eher: Einer schreibt einen Song und fertig. Manchmal immer dieselbe Person und oft war das auch gar nicht schlecht, aber bei uns kann man dann wirklich von „all songs written by ROOGA“ sprechen.
Klaus: Engagierte Bandmitglieder, die gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten.

Stelle die Musiker hinter ROOGA…ein wenig vor. (stellt euch hier bitte selbst mit ein paar Worten vor.
Klaus (Drums): Wenig Talent, aber mit viel üben zumindest anhörbar, Einflüsse eher aus der Rock/Pop/Heavy-Schiene. Vorbild ist für mich jeder Trommler, der groovt und genau das richtige Fill zum richtigen Zeitpunkt spielt.
Alex (Gitarre): Etwas chaotischer aber liebenswerter 6-Saitenquäler. Musikalische Vorbilder aus allen Musikhimmelsrichtungen wie Jimi Hendrix, Dave Navarro, Scott Henderson oder Dimebag Darrell. Spielt eher zurückhaltend und mehr song- als soloorientiert. Benutzt gerne und viele Effektgeräte. Spielt immer wieder zu leise (nicht gerade ein typisches Gitarristenproblem). Verbringt zuviel Zeit auf MySpace anstatt zu üben.
Victor (Bass): Wäre gerne John Patitucci. Mag aber auch sehr: T. M. Stevens, Ray Brown, und Bands wie King’s X, Jamiroquai,…. Einflüsse eigentlich aus so vielen verschiedenen Musikstilen wie möglich. Hat oft kein Geld, weil er Konzerte ALLER Bands besuchen muss. Spielt gern auch Jazzprojekte (mit Kontrabass), Klassik weniger, weil die Leute dort so komisch sind.
Kati (Vocals): Ich stehe auf Skunk Anansie genauso wie auf Christina Aguilera, bin perfektionistisch mit einem leichten Kontrollzwang (so gar nicht Rock’n’Roll ), rede und singe viel und gerne und das v.a. laut.´

Wo siehst du dich in 3 Jahren als Musiker entweder solo oder mit Band?
Alex: In 3 Jahren sehe ich mich mit ROOGA gerade auf Welttournee mit dem 2. oder sogar 3. Album im Rücken. Wir füllen keine Hallen aber können davon leben und es macht immer noch sauviel Spaß. ja. Das wäre fein!
Kati: Ganz klar mit ROOGA auf Tour oder im Studio!
Klaus: Ein netter Lehrerposten am Land so 20h/Woche, allerdings karenziert, weil mit ROOGA auf Welttournee.
Victor: So weit plane ich eigentlich nie voraus, aber am Besten wäre natürlich mit ROOGA an der Spitze der Charts. 

Hat dich das Musikstudium auch privat und nicht nur musikalisch beeinflusst?
Victor: Natürlich beeinflusst das Studium ein wenig die Lebensweise. Ich hab weniger Zeit und weniger Geld, dafür viel mehr Spaß.
Alex: Das Musikstudium beeinflusst natürlich nicht nur musikalisch sondern auch privat. Allein deswegen, weil es doch sehr zeitintensiv ist und mal neben Privatleben, Proben, Konzerte, Arbeiten und Freizeit (was ist das denn…) untergebracht werden muss.
Klaus: Natürlich hat mich das Musikstudium auch privat verändert. Mein Tagesrhythmus hat sich dadurch komplett verändert, späte Aufstehen und noch später ins Bett gehen. Durch das viele Üben/Proben unter der Woche und Gigs spielen am Wochenende leiden darunter natürlich auch viele Freundschaften.
Kati: das Gesangsstudium hat mich sehr stark auch privat beeinflusst… Wenn man sich intensiv mit seiner Stimme auseinandersetzt, ergibt sich dadurch auch zwangsweise eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit. Denn auch wenn es abgedroschen klingt, die Stimme ist nun mal Spiegel der Seele.

Was würdest du anderen Musikern aus Österreich raten – welche Tipps würdest Du ihnen geben, wenn sie sich etablieren wollen?
Alex: Punkte, die ich wichtig fürs musikalische Vorankommen halte, gibt es schon. Z.B. Viel und regelmäßig Proben! Alles unter 1x die Woche halte ich für sinnlos, wenn man auch mal raus aus dem Proberaum will mit seinen Songs. Ideal wären 2-3x die Woche; Vor Studioaufenthalten und wichtigen Gigs natürlich auch gerne öfter. Viel live spielen und sich gerade am Anfang nicht zu schade sein für Gigs.
Victor: Viel Proben. Oft ist das bei den meisten Bands ein entscheidendes Problem, aber das lässt sich bei vielen Menschen auch nicht so leicht unterbringen, wenn man das nicht gerade „hauptberuflich“ macht. Mindestens ein Demo sollte schnell her, da es leichter ist, Gigs zu bekommen, wenn man etwas zum Vorspielen hat.
Klaus: Üben, proben, spielen!! In eine Demo-CD investieren und zu anderen Bands/Musikern Kontakte knüpfen.
Kati: Wie Klaus schon gesagt hat – üben, proben, viel spielen – und v.a. an sich selbst glauben!!!!!!!!

http://www.rooga.at/
http://www.myspace.com/roogaband

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