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Oktober 09 – Thee

Oktober 09 – Thee
Love THEE – Hate THEE. Und über Liebe und Hass darf hier jeder selber entscheiden. 8 Fragen – 8 Antworten zur Band des Monats Oktober geben Aufschluss über THEE, Welt/Musikherrschaftspläne, Erfolge und Verkleidungen.

Wer ist Thee? Was ist Thee? Welches Gefühl ist Thee?
Thee ist ein archaisches Pseudonym oder eine Tasse Tee in Holland. Kurz, prägnant, leicht zu merken, aber schwer auszusprechen. Thee ist in dem Fall eine Band, kann aber von unserem Standpunkt aus gesehen auch alles und jeder sein. Thee ist ein Gefühl von Masse aber zeitgleich auch Isolation in derselben.
We are Thee, you are not – Warum nicht?
Dieses Statement ist eigentlich ein Widerspruch in sich. Es könnte dann aber auch eine Frage sein, die wir an die Welt stellen. Und zu guter letzt ein Rätsel für uns selbst. Außerdem ist eine Art existenzielle Grundfrage. Die freie Übersetzung, in diesem Falle gänzlich aus dem direkt kontextuellen Zusammenhang mit uns, als Thee, gerissen: Wir machen dich zu dem, das du bist, also bist du dadurch eigentlich nicht mehr du selbst.
Eine Frage nach dem Grad der gelungenen Abgrenzung zwischen sich selbst als Individuum und der Welt, den Einflüssen von außen, die man an sich ranlässt, wie weit man die zulässt, wie weit du dich selbst verändern und lenken lässt; ob dich die Welt formt, oder du die Welt formst. . Über das ‚warum nicht‘ sollte wir alle einmal sehr lange nachdenken.
Bedeutet „Thee“ mehr als das, was man auf leo.org findet wenn man den Begriff eingibt?
Wenn man es rein auf die Begriffsdefinition bezieht und die Suche nur auf diese Webpage einschränken würde … nein!
Wollt ihr euch vorstellen oder so geheimnisvoll bleiben wie ihr auf der Bühne wirkt?
Wir sind im normalen Leben wie auf der Bühne sechs unterschiedliche Charaktere. Wie etwa die sechs Seiten eines Würfels; es blickt jeder in eine andere Richtung und vervollständigt schlussendlich trotzdem das Ensemble.
Wir nutzen lediglich die Tatsache, dass, was auf einer Bühne gezeigt wird, vom Zuseher von vornherein gerne als Inszenierung aufgefasst wird. So vergrößert sich automatisch die Aufnahmebereitschaft und Fläche für gedankliche Projektionen. Dadurch entstehen im Grunde unbeabsichtigte Assoziationen, fiktive Rollen und die Wirklichkeit tritt einen Schritt zurück.
Aber alles in allem behalten wir es uns einfach vor einstweilen geheimnisvoll zu bleiben. Aber wer schlauer ist als wir, liest es einfach nach.

Hosted by Thee – welche Songs spielt ihr?
Unsere Wunschliste wäre lang. Die Frage müsste eher lauten: Welche nicht?
Was ist für euch Erfolg in der Musik?
Kommt darauf was man darunter versteht. Unsere momentanen Erfolgserlebnisse waren bisher bescheidener Natur. Es fängt damit an, dass man uns anfangs immer mit einer gewissen Skepsis begegnet oder uns sogar weitgehend unterschätzt, wenn man von uns noch nie vorher etwas gehört oder gesehen hat. Was aber in der Natur der Sache liegt. Oder auch daran liegen könnte, dass sich der einzelne unter der Genre-Bezeichnung elektronischer Post-Punk nicht so wirklich etwas vorstellen kann. Schlussendlich ist unser Konzept immer noch aufgegangen.
Menschen mit Mut und Charakter sind den anderen immer etwas unheimlich.
Für uns ist Erfolg nicht unbedingt mit prestigeträchtigen Auftritten, oder Auszeichnungen gleichzusetzen; die Begeisterung der Massen überlassen wir dem, der sie haben möchte. Man spielt zwar nicht in erst Linie für sich selbst, sondern in gleichem Maße fürs Publikum, aber nur, wenn Ersteres hinhaut, kommt auch Zweiteres gut an.
Ideal ist, wenn die Zuhörer auch noch Gefallen daran finden.
Eure Bühnenkleidung suggeriert britische Einflüsse – habt ihr die, oder was sind überhaupt eure (musikalischen) Einflüsse?
Wir glauben nicht das Großbritannien das Monopol auf uniformierte Bands besitzt. Aber eine Verkleidung macht es leichter in den Charakter, in dem wir uns auf der Bühne präsentieren, zu schlüpfen. Einflüsse zu konkretisieren ist nicht möglich, da man diesen ständig ausgesetzt ist. Es kann das Lied sein, das du gerade hörst oder nur in deinem Kopf herumgeistert. Es kann das Buch sein in dem du gerade blätterst. Alles ist beeinflussend. Der Witz an der Sache ist, dass du das gar nicht bemerkst, wenn du gerade einen Song schreibst.

Wie lautet euer Plan, die Musikherrschaft an euch zu reißen – oder habt ihr das gar nicht vor?
Sind unsere Herrschaftspläne so offensichtlich? Bevor das passiert sollten wir erstmal eine Platte aufnehmen. Und dann mal sehen.
Bekanntlich herrscht die Freiheit nicht. Und, weil ebendiese bei uns einen sehr hohen Stellenwert hat, möchte wir sie der Konkurrenz sicher nicht nehmen. 
Denn, manche Dinge erledigen sich von selbst.

Wie gefällt euch Thee?

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