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Seaside Festival 2009

Seaside Festival 2009
Podersdorf – die Reise ins Ungewisse und die Frage: sind alle Burgenländer unfreundlich oder hatten wir nur „Glück“? Am 8./9. Mai 2009 fand das Seaside Festival statt. Neben lokalen „Helden“ wie 3 Feet Smaller waren auch internationale Musiker wie Thomas D zu sehen.

9. Mai 2009 – Nach einer mehr oder weniger angenehmen Anreise gingen wir auf Erkundungstour – wer hätte gedacht, dass man sich auf diesem relativ kleinen Festivalgelände nicht zurecht finden kann?
Als wir dann endlich den Eingang gefunden hatten und uns einen kurzen Überblick verschafft hatten, mussten wir auch schon wieder das Feld räumen. Warum? Das wussten wir selbst nicht so genau, denn die unfreundliche Security war unfähig, uns Auskunft zu geben und wollte lediglich das eigene Unwissen durch Autorität überspielen. Schließlich fanden wir heraus, dass wir erst wieder um 20:00 Uhr auf das Gelände durften. Also was machen mit der Zeit? Eis essen!
Wir kehrten bei Al-Faro ein. Macht nicht denselben Fehler, wenn ihr je in Podersdorf sein solltet! Es dauerte 45 Minuten bis wir endlich bestellen durften, obwohl es mehr als 3 Kellner für den sagen wir mal überschaubaren Gastgarten gab. Dann dauerte es wiederum 20 Minuten bis das Eis serviert wurde. Achja, am besten schon bei der Bestellung die Preise merken, denn die Kellner halten einen für dumm und schlagen bei der Bezahlung gleich mal 2€ auf den normalen Preis auf und wenn es einen Wettbewerb für unfreundliche, unfähige Kellner gäbe- das Al-Faro würde Weltmeister hervorbringen.

Zurück am Festival waren wir sehr begeistert von der Seebühne und der Aussicht, schade nur, dass man von Thomas D. keine Fotos machen durfte und wir so auch die Landschaft nicht einfangen konnten.
So und jetzt zu dem wichtigsten, den Bands:

THOMAS D. kam mit Band, inklusive BackroundsängerInnen. Überzeugen konnte er trotzdem nicht. Die neuen Lieder heizten zwar die Menge an, waren aber fast noch schlechter interpretiert als die „alten“ Songs. Die Backroundsängerinnen waren unfähig harmonisch zu singen, der Gitarrist spielte was er wollte und Thomas D. hatte nicht genug Puste für einige der Parts und quetschte auf Druck die Wörter heraus. Ein Wortwitz hier und da sollte die Stimmung lockern, aber ich bezweifle, dass das Publikum dem folgen konnte. Letztlich muss man sagen, dass Thomas D. einige Nummern komplett versemmelte und mich eigentlich sehr enttäuschte, aber an die Erwartungen der angetrunkenen Menge kam er bestimmt heran.


Die Sängerin von Aloha from Hell und wilde Partygäste
ALOHA FROM HELL, eine junge deutsche Band, die 2007 den Bravo Newcomer Contest gewann und das bestimmt nicht unbegründet. Diese jungen Leute stehen auf der Bühne wie alte Profis, beherrschen ihre Instrumente und wirken äußerst sympathisch. Kaum zu glauben, dass erst einer der Band volljährig ist. Die Sängerin trifft so gut wie jeden Ton und wenn was in die Hose geht, dann merkt man es kaum, weil sie es mit sehr viel Charme überspielt. Die Lieder gehen ins Ohr und es fanden sich auch einige Zuseher, obwohl Aloha from Hell in Österreich wahrscheinlich weniger bekannt sind. Es war ein sehr guter und bemühter Auftritt, der auf jeden Fall gute Laune machte und den Bekanntheitsgrad der Band sicher steigern würde, denn dieses „Aloha“ from Hell ist wirklich sehenswert.

NO MORE ENCORE eine österreichische Band, die auf jeden Fall den Heimvorteil genießen konnte. Die Performance war gut, die Akustik weniger, aber das ist kein Fehler der Band. NmE haben dem willigen Publikum auf jeden Fall eingeheizt und keinen ihrer Fans enttäuscht. Es wurde gepogt und das nicht nur auf Aufforderung der Band, das Publikum hatte sichtlich Spaß, genauso wie die Band und das macht schließlich ein gutes Konzert aus.

Nach den Konzerten wurde auf verschiedenen Floors, aufgelegt. Unter den DJs auch bekannte Gesichter wie DJ Cruz aus dem B72. Das Seaside Festival ist also nicht nur etwas für den typischen Festivalgeher, sondern für jedermann, der einfach Party machen will und das war echt schön anzusehen. Stereotype wurden überwunden und es wurde gemeinsam gefeiert. Man kann also wirklich sagen, das Ziper Seaside Festival ist ein perfekter Start in die Festivalsaison, oder einfach nur eine tolle Veranstaltung um abzufeiern bis spät in die Nacht.
Die Fotos, die wir an diesem Abend geschossen haben, findet Ihr in unserer Galerie und auf www.loot.at !
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Anna Obermeier
"Dance Like Nobody Is Watching."
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