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Eight Legs – B72

Eight Legs – B72
Wie viele schwitzende Menschen passen eigentlich ins B72? Die Antwort fand sich am 12.6. 2009 mit den Eight Legs und The Beth Edges, die dem Publikum ordentlich einheizten! Der Bericht über den Abend voller Freude und Schweiß.

 

Es stellt sich ja immer die Frage: sind die Abende so gut, weil man mit Leuten unterwegs ist, die man mag, oder sind es die Bands, die die Abende so nett machen?
Mein Abend (ein bisschen im Hinterkopf meine ursprüngliche Aufgabe, hinzugehen um die Bands anzuschauen – man will schließlich auch seinen musikalischen Horizont erweitern – und einen Bericht zu schreiben), ja mein Abend war gut. Das wollte ich sagen. Mein Abend war gut. Die Menschen, die ich kannte, waren gut. Während die Menschen, die ich nicht kannte, nicht gut waren (erklärt sich dann im Eight-Legs-Fans-Abteil von selbst). Und vor allem, vor allem waren die Bands gut. Und so wurde die Bericht-schreibe-Aufgabe doch noch zu einen Abend, an dem ich endlich wieder einmal eine richtig gute österreichische Live-Band gefunden habe!

Im Finden und Zuhören war ich aber definitiv nicht alleine: das B72 kennt man ja von allen Seiten: wochentags mal gut gefüllt, mal eher leer, samstags die selbst erkorenen Partypeople, bei Konzerten ziemlich voll und beim EIGHT LEGS & THE BETH EDGES Konzert randvoll und vollgestopft!

 


The Beth Edges / by Ingo Pertramer

 

Die Supportband THE BETH EDGES legte schon beim ersten Song gut vor, sodass es nicht gerade einfach war, währenddessen auch nur irgendwie in die Mitte des Raumes zu kommen – und das zu Recht!
Zu Recht finde ich im Moment, als die Band auf der Bühne stehen, auch, dass sie vor kurzem Support von Razorlight waren und frage mich, welche Bands sie demnächst unterstützen dürfen. Denn keine Frage ist es mehr, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis sie in eine weitere Liga der österreichischen Bands aufsteigen wird.
THE BETH EDGES – das erste Mal live, meinerseits. Die Demosongs und Records auf myspace versprechen schon sehr, sehr viel. Und da steht nun diese Band, die all das, was sie mir im Vorhinein auf myspace versprochen haben, auch halten konnten: die vier Linzer stehen auf der Bühne, als hätten sie noch nie etwas anderes gemacht und spielen ihre Songs so locker herunter, als hätten sie schon ein paar Welttourneen hinter sich. Und ein jeder der vier beherrscht sein Musik so genau und gut – egal ob Dave am Schlagzeug, Flo am Bass, Gabs an der Gitarre oder Tobi an Gitarre und Mikrophon. Und da ich nicht weiß, an wen ich zuerst ein Kompliment aussprechen darf, tue ich dies einfach pauschal!
Allerdings, wie soll es anders sein, muss auf die Vocals noch unbedingt eingegangen werden – auch die gesanglichen Leistungen von Tobi stehen den Aufnahmen in nichts nach – im Gegenteil, denn live wirkt seine Stimme noch so viel standhafter, dass man fast glauben könnte, er wäre gar nicht fähig, einen falschen Ton zu treffen.
Zum Abschluss (um nicht noch im Überschwung des Abends in einer Detailreview der BETH EDGES hängen zu bleiben)mein persönlicher Anspieltipp für jene, die THE BETH EDGES noch nicht kennen: „9 to 9“ (zu finden auf myspace.com/bethedges).

Kurz vor Beginn der EIGHT LEGS stieg dann die Temperatur im B72 wohl um gefühlte 10 Grad – wo kommen all diese schwitzenden Menschen her? Fakt ist: die Leute, die vorher vor der Bühne standen, haben absolut keine Lust, in der Pause hinauszugehen und warten lieber die halbe Stunde in der stickigen Hitze. Das muss Liebe sein!
Aber die EIGHT LEGS geben auch all das wieder zurück und für die Fans hat sich das warten gelohnt: ab dem ersten Song versprühten die Briten gute Stimmung und es war ein wechselseitiges Geben und Nehmen von band und Fans.
Und mit den schwitzenden Menschen wurde es nicht besser! Im Gegenteil – denn die EIGHT LEGS haben scheinbar Fans, die selbst nicht wissen, ob sie jetzt tanzen oder pogen sollen (für mich außer Frage: Tanzen!)
Sie spielten ein gutes Set an Songs, die live gut rüberkommen – für meinen Geschmack allerdings im großen und ganzen, wenn man dann das ganze Set gehört hat, teilweise ideenlos.
Allerdings auch hier mein Tipp, „I understand“, zu finden auf myspace.com/eightlegs

Veranstaltet wurde das ganze Spektakel übrigens vom Teenbeat Club – eine Gruppe Menschen, die sich für eine neue Wiener Clubkultur einsetzt. Neben Events mit DJ-Sets, gibt es relgemäßig Konzerte mit Livebands – vor allem aus dem Indiebereich. Man darf also gespannt sein, was vom Teenbeat Club demnächst noch so kommt! Infos findet ihr auf www.teenbeatclub.at

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Anna Obermeier
"Dance Like Nobody Is Watching."
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