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Dúné – Flex Wien

Dúné – Flex Wien
We are in there, you are out here – DÚNÉ spielen am 23.10.2009 ihre erste Headlinder-Show in Österreich im Wiener Flex. Sie geben alles, was sie können. Und das ist viel. Mit im Gepäck haben sie die schrägen TIMID TIGER.

 

19:30 Uhr: TIMID TIGER betreten die Bühne. Stirnbänder mit goldenen und roten Pailletten besetzt und ziemlich, ziemlich kurze Shorts. Wer diese Band nicht kennt, erwartet zu wenig. Sie tänzeln über die Bühne und verbreiten bildlich gute Gefühle mit Spritzpistolen. Auf der Tanzfläche verstreut stehen Menschen, die gebannt sind von dieser Band, und tanzen. Timid Tiger spielen ihre neuen Songs und kramen auch alte aus der Schublade. Mit dabei „Miss Murray“, „Electric Island“ und ein gecovertes „Womanizer“ von Miss Britney Spears.
„Wonga Wonga“ – laut Timid Tiger ein Ausspruch der Fröhlichkeit – bleibt den Besuchern genauso im Ohr wie viel mehr ein Cover von „Eena Meena Deeka“, einem etwa 40 Jahre alten Bollywood-Song – das wird der Mitsing-Hit des Abends mit der einprägenden Zeile: „Rampampo di Rampampo“.
Der Auftritt ist zu Ende und irgendwie haben es TIMID TIGER geschafft, ihre Songs direkt in die Köpfe der Menge zu verpflanzen.
Timid Tiger -“ the greatest audience you’ve ever had.“

21:00 Uhr: Man rätselt noch – mit welchem Song werden DÚNÉ diese Bühne betreten? Ein Song vom ersten Album? Oder doch ein neueres? Und schon stehen die sieben Dänen auf der Bühne, singen „Time to leave“, der passende Einsteiger.
DÚNÉ wissen die Menge zu begeistern – auf dieser Bühne ist was los und es macht Spass, ihnen dabei zuzusehen. Vielmehr motivieren DÚNÉ einen doch dazu, mitzutanzen, zu springen und mitzusingen. Vor allem aber singen die Mädels hinter mir sehr laut mit – sehr laut. Sie kreischen auch sehr laut – sehr laut. Aber man kann es ihnen gar nicht übelnehmen bei diesem Anblick. Jeder einzelne hat eine Ausstrahlung für sich, sie interagieren miteinander auf der Bühne und bieten eine Show dar, die ihnen so schnell keiner nachmachen kann – diese Band kann was! Diese Band kann spielen, aber wie, und nicht nur Sänger Mattias (und die kreischende Menge) ist textsicher, auch die restliche Band weiß, wovon sie singt. Beachtenswert ist auch der rege Instrumentenwechsel – Bassist Piotrek wechselt kurz an das Keyboard, Ole und Anna sind perfekte zweite Stimmen und Anna selbst ist sowieso ein kleines Naturwunder, das Synthesizer und Gitarre fast gleichzeitig spielt und dabei auch noch singt. DÚNÉ wissen, wer sie sind – Dúné wissen, wie sie wirken. Und Mattias weiß, er muss nur seine Arme heben und die Menge schreit. Für diesen Abend hat Mattias uns alle in der Hand. 😉
Es wird 23 Uhr, diese Band fetzt tatsächlich seit zwei Stunden über diese Bühne und Songs wie „Memories“ oder „Heiress of Valentina“ hängen einem noch im Ohr. DÚNÉ dunhaben auch ihr altes Album mitgebracht und „John Wayne vs. Mary Chain“ oder „Go Go Valentina“ gespielt, ebenso wie unser aller liebstes Lied „Dry Lips“. Doch eine Frage steht noch im Raum: „Would you die in 80 years with me?“
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Anna Obermeier
"Dance Like Nobody Is Watching."
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