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Belphegor

Belphegor

Trotz stressiger Aufnahmen im Studio, nahm sich Sänger und Gitarrist Helmuth kurz Zeit, unsere Fragen per Mail zu beantworten. Hier seht ihr, was die für den Amadeus Award nominierten Belphegor über ihr neues Album und die Kirche zu sagen haben.


Wie geht’s euch? Was tut sich gerade bei euch?

Ave. Gestern haben wir die dritte von vier Sessions in den Abyss Studios beendet, alles läuft fantastisch und sounded „monumental“.

Was war das erste, was ihr gedacht habt, als ihr erfahren habt, dass ihr für den Amadeus Award nominiert wurdet?

Wir haben es in Istanbul von unserem Tourmanager erfahren, wo wir ein Open Air trümmerten. Er bekam wohl eine Aussendung mit Infos.

Ihr seid ja im Bereich Death- / Blackmetal Österreichs Exportgut Nr.1. Ihr spielt auf Bühnen in der ganzen Welt. Was bedeutet die Nominierung für einen österreichischen Musikpreis für euch?

Die Nominierung geht okay. Denke aber nicht, dass wir bei solchen Preisen eine Chance gegen Plastik-Kapellen haben.

Was sind eigentlich eure Ziele? Habt ihr noch welche?

Uns fehlen tourmäßig noch zwei Kontinente, Australien und Japan. Dort zu spielen ist unser Ziel und natürlich das neue Album, das im Jänner veröffentlicht wird. Weltweit.

Zur Zeit seid ihr im Studio. Was kann man sich von eurem neuen Album erwarten?

„Musick“ – „Sathan“ – Art.

Gibt es Änderungen im Vergleich zu Walpurgis Rites – Hexenwahn?

Yeah, wir haben eine Menge neuer Strukturen hinzugefügt. Alles ist sehr monumental, full of energy, episch und doch brachial vertonte Disharmonie. Auch der Sound, den uns Peter Tägtgren bastelt, ist brilliant, trümmert alles weg.

Wir stehen ja für Newcomerförderung. Habt ihr irgendwelche Tipps für junge Bands aus Österreich, wie man den Durchbruch schaffen kann?

Aufpassen beim Unterzeichen von Plattenverträgen und prüfen lassen. Das kann dir eine Menge Geld und viel Zeit beziehungsweise Nerven ersparen. Außerdem: Geht raus ins Ausland, Ziele setzen, am Instrument besser werden, an sich glauben, seinen eigenen Weg gehen und sich nicht von Spacken reinreden lassen.

Was ist euer Erfolgsgeheimnis?

Kompromisslosigkeit und Eigenständigkeit.

Euch gibt es mittlerweile seit über zehn Jahre. Hätte ihr im Nachhinein irgendetwas anders gemacht?

Einiges. Speziell in Sachen Business. Dort vor allem bei Verträgen und drecks Plattenfirmen.

Glaubt ihr, dass es mit eurer Musik noch schwerer ist, Erfolg in Österreich zu haben? Schließlich ist eure Musik nicht gerade „massentauglich“, auf Unterstützung von Radios konntet ihr ja nicht hoffen.

Wir haben mittlerweile viele Leute, die uns im Heimatland unterstützen, die verstehen um was es bei BELPHEGOR geht. Das war nicht immer so, im Gegenteil. Das ehrt uns natürlich. Wir haben uns aber nie auf Österreich eingeschränkt, wir beschallen die Leute weltweit. Unsere „Musick“ ist für die Elite, nicht für die Konsumterror-Herde.

Wie erwähnt, habt ihr bereits Shows auf der ganzen Welt gespielt. Wie schlägt sich die österreichische Blackmetalszene im internationalen Vergleich?

Ich kümmere mich nicht um Schubladen oder Szenen.

Wie kann man sich das vorstellen – dreht sich in eurem Privatleben auch alles um Sex, Titten und Satan? Oder verbringt ihr auch mal gemütlich einen Abend auf der Couch bei Popcorn und „ORF 1 Hauptabendprogramm“?

Ich habe keinen TV. Ab und zu bei den Bandproben bekomme ich in den Breaks was mit, von diesem Propaganda-Schwachsinn. Wir bereisen ständig die Welt, ich sehe und höre dadurch alles, was für mich von Interesse ist.

Ihr seid ja alles andere als christlich, man könnte blasphemisch sagen. Was sagt ihr zu den aktuellen Vorfällen in der katholischen Kirche?

Diese dahin-siechende Institution gehört zerschlagen.

Noch ein Wort zum Abschluss an unsere Leser?

Yeah, checkt das neue, noch unbetitelte Album. Release Date: Mitte Jänner 2011 via Nuclear Blast/Warner.

 

Eine Weisheit, die du gerne weitergeben möchtest?

Fukk The Church!!!!


 

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Wie gefällt euch Belphegor?

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Daniel Kubera
“Life has improved immeasurably since I have been forced to stop taking it seriously.” - Hunter S. Thompson
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