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Beth Edges

Beth Edges

Im Zuge ihrer Nominierung zum Amadeus Award hatte enemy.at die Gelegenheit, ein Tracklist-Interview mit den Burschen von den Beth Edges zu führen. Was sie über die Nominierung denken und wie sie fünf Minuten Sendezeit auf ORF füllen würden, lest ihr bei uns.

 

 

Hey You – Hey Beth Edges! Wie geht es euch mit eurer Nominierung beim Amadeus-Award?

Es ist ein schönes Gefühl und eine richtig große Ehre. Gerechnet haben wir damit nämlich nicht wirklich. Wenn man dann auch noch in Anbetracht zieht, mit wem wir uns die Nominierungen teilen, ehrt es uns noch um ein Eck mehr.
Wir genießen vor allem den Wirbel drum herum und wer dann schließlich den Preis abräumt, sei dahingestellt. Verdient hat ihn für seine Arbeit jeder!

 

I Guess – Euer Album besteht aus euren vier EPs – wie kam es dazu, wer kam auf die Idee?

Bevor wir das erste mal ins Studio gingen, hatten wir schon eine Ahnung, wie schwer es als junge unbekannte österreichische Band sein würde, das Debut mit einem Longplayer zu feiern und obendrein noch von den Menschen und vor allem den Medien anerkannt zu werden. Als wir mit unserem Management zu arbeiten begannen, einigten wir uns schon relativ früh auf das EP Konzept. 4 Cds soll es geben, bestückt mit jeweils 3 Songs, als grande finale umhüllt von einem mächtigen Cover – ein Sammelalbum.

 

I’ll Remember Her Name – Bei jungen Bands darf man ja noch fragen, woher der Bandname kommt. Ich schätze mal, Beth ist eine Frau?

Ganz Richtig. Unser Name ist die Anglisierung und Abstraktion des Namens einer Frau; einer unerfüllten Liebe. Obwohl die Geschichte um diese Dame auch damals bei der Namenssuche schon längst passé war, bat sie sich aus irgendeinem Grund an.

 

Work Things Out – Was musstet ihr herausfinden? Was habt ihr für euch selbst mitgenommen und gelernt?

Wir haben gelernt, dass jeder noch so große Erfolg kein Freizeichen zum Zurücklehnen ist. Man darf stolz auf Erreichtes sein, jedoch muss man immer weiterdenken und darf sich auf keinen Fall zu schnell mit etwas zufrieden geben. Gelernt haben wir auch, dass Kunst schon mal mehr geschätzt wurde und Österreich trotz steigender Tendenz ein hartes Pflaster darstellt.

 

Step Back – Und gab es andererseits für euch in der Zeit als Band Rückschläge?

Rückschläge gibt es als Künstler immer wieder. Sei es z.B. fehlende Kreativität oder etwas Bestimmtes ist nicht so verlaufen, wie man sich das eigentlich vorgestellt hatte. Gott sei Dank ist das genannte bei uns eigentlich nur vereinzelt aufgetreten. Es ist ja quasi Pflicht, sich als Künstler eine dicke Haut anzueignen, stark zu sein, sich nicht unterkriegen zu lassen.

 

Disappear – Gibt es etwas in eurer Bandgeschichte, bei dem ihr gern in den Erdboden versunken wärt?

Es gab die üblichen Verspieler und Patzer bei Konzerten, Stromausfälle, missglückte Ansagen, Equipmentprobleme, die klassischen zur-späteren-Stunde-Peinlichkeiten und so weiter und so fort… aber so richtig zum Versinken war noch nichts bis jetzt. Die Zukunft wird sicher noch einiges mit sich bringen – hoffentlich – denn ohne solche Geschichten wäre es dann wohl doch zu langweilig.

 

9 To 9 – Was macht ihr privat, arbeitet ihr, studiert ihr? Wie bleibt die Zeit für die Band übrig?

Wir sind alle brave Studenten und versuchen, so weit es geht, beides zeitlich und emotional so auf die Reihe zu bekommen, dass wir dabei nicht verrückt werden. Es gibt eben Phasen, da hat man neben der Musik kaum Zeit für etwas anderes und umgekehrt. Glücklicherweise hat das bis jetzt immer ohne größere Probleme und Terminkollisionen geklappt.

 

Dream – Was ist euer 5-Jahres-Plan, was sind eure persönlichen Ziele auf die Band bezogen? Was wollt ihr erreichen?

Jeder Mensch träumt davon, von seiner Leidenschaft leben zu können ohne den Spaß daran zu verlieren. Bei uns ist das nicht anders. Trotzdem ist uns auch bewusst, dass genau jetzt, in unseren jungen Jahren der richtige Zeitpunkt ist, Risiken einzugehen, wichtige Sachen wegen der Musik zu vernachlässigen. Wir bleiben dran, geben nicht auf und schauen einfach nicht zu weit nach vorne, denn keiner kann sagen, wie es dort sein wird. Es gibt somit auch keinen 5-Jahres-Plan – Es existiert gezwungenermaßen nur das hier und jetzt.

 

Time – Ihr habt fünf Minuten Sendezeit auf ORF – was habt ihr zu sagen?

Für eine großartige Rede ist das zu wenig Zeit. Man muss in diesem Fall sofort die Chance ergreifen. Deshalb würden wir einen unserer Song spielen und alle wären plötzlich überrascht, dass heimische Kunst auf einem heimischen öffentlich rechtlichen Sender ausgestrahlt wird. In Österreich eine Rarität. Traurig.

 

I Can’t Believe It – Ihr seid nicht nur für den Amadeus-Award nominiert, sondern spielt auch am Frequency Festival! Welche Auftritte waren für euch unglaublich?

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, auf Festivals zu spielen, die wir eigentlich auch immer „privat“ besuchen oder mit Bands auf der Bühne zu stehen, welche wir schätzen und bewundern. Support-Shows für internationale Größen waren immer ein besonders schönes und intensives Erlebnis. Nicht zu unterschätzen, die zahlreichen Konzerte in wirklich großartigen Clubs und Venues mit noch großartigerem Publikum.

 

Going Abroad – Stellt euch vor, es gäbe die Chance, in einem anderen Land groß rauszukommen. Wärt ihr bereit, aus Österreich wegzugehen?

Bereit wären wir auf jeden Fall, meinen wir zumindest. Wer weiß wie es dann wäre, wenn es wirklich die Möglichkeit dazu gäbe. Egal. Wenn das Angebot plausibel und vielversprechend klingt, würd

en wir die Chance bestimmt wahrnehmen. Schließlich sind wir ja auch alle nach Wien gegangen, was im Vorfeld nicht von allen der Plan war.

 

Run Away – Zum Abschluss: was wollt ihr der österreichischen Musik-Fangemeinde sagen?

Wir danken allen von ganzem Herzen die unsere Arbeit schätzen, unsere Konzerte besuchen und uns unterstützen. Ohne euch – nichts möglich! Wir werden unser Bestes geben, damit wir

euch auch in Zukunft mit unserer Musik beglücken können. Merci beaucoup!

 

 

 

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photos by Ingo Pertramer, pertramer.at

 

Wie gefallen euch The Beth Edges?

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Anna Obermeier
"Dance Like Nobody Is Watching."
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