September 10 – Camo & Krooked

enemy.at Redaktion 31. August 2010 0

Seit einiger Zeit bringen die Amadeus Award Gewinner die internationalen Tanzflächen zum Beben und feuern einen Tune nach dem anderen heraus. Wir hatten die beiden vor kurzem im Interview und plauderten über Einflüsse, Langeweile und die Zukunft.

 

Wir gratulieren CAMO & KROOKED herzlich zu ihrem Sieg beim Amadeus Award 2010. Sie konnten sich gegen die Finalisten in der FM4-Sparte (GARISH, THE INCREDIBLE STAGGERS, KOMMANDO ELEFANT, DER NINO AUS WIEN) beweisen und treten am 16. September live bei der Verleihung auf. Das Interview fand wenige Tage vor dem Ende des FM4-Votings statt.

Wie geht’s euch? Was macht das Tourleben?

Reini: Alles bestens, wir sind ziemlich viel unterwegs, spielen jedes Wochenende bis zu vier Gigs. Das ist natürlich auch ein wenig anstrengend mit der Fliegerei, aber die Konzerte sind meistens gut, es ist immer viel los und die Party geht ab.

 

Ihr seid unter den Top 5 beim Amadeus Award, wie geht’s euch dabei?

Markus: Es war eine Überraschung für uns, überhaupt unter den 35 Nominierten zu sein. Umso mehr überrascht waren wir dann, als wir auch noch die Top 5 erreicht haben, weil wir die einzigen aus der Drum ‘n’ Bass Richtung sind. Deshalb ist es auch so interessant für uns, vorne mitzuspielen in dem eher alternativen Feld. Die anderen vier sind ziemlich ähnlich und wir stechen komplett raus. Vor allem freut uns die Tatsache, dass wir mittlerweile eine so große Fangemeinde haben, ohne die wir nie so weit gekommen wären.

 

Wie schätzt ihr eure Chancen ein?

Reini: Gar nicht sooo schlecht (lacht). Wir haben auch ein wenig Werbung gemacht und es wird sich zeigen. Wenn’s hinhaut, würden wir uns freuen und wenn nicht, dann halt nächstes Jahr.

 

 

Kurz zur Geschichte von C & K. Wie lange produziert ihr schon und wie hat der Weg nach oben in etwa ausgesehen?

Markus: Solo produzieren wir schon seit ca. 8 Jahren. Zusammengefunden haben wir uns Silvester 06/07. Seitdem wollen wir auch gar nicht mehr allein produzieren, weil’s zu zweit einfach mehr Spaß macht. Man hat das Feedback vom anderen und pusht sich gegenseitig. Dadurch werden die Tunes immer besser und man schickt sie an kleinere Labels und DJs, die im Radio präsent sind. Mit der Zeit haben wir uns Stage für Stage hochgearbeitet und sind jetzt in der glücklichen Position, uns die Labels mehr oder weniger auszusuchen.


Eure Tunes sind stilistisch breit gefächert. Was beeinflusst musikalisch?

Reini: Am wichtigsten ist eine stetige Entwicklung. Momentan sind wir stark vom Techno und Progressive House beeinflusst, beispielsweise Deadmau5 oder Stephan Bodzin im Techno. Also die Dinge, die einfach Seele zeigen. Das versuchen wir ein wenig im D ‘n’ B umzusetzen. Wir wollen Tunes, die ein wenig gefühlvoll und meliodiös sind, schaffen. Andererseits machen wir auch immer noch gerne klassische „Auf-die-Fresse“ Tunes, die einfach nur Spaß machen und die Tanzflächen füllen.

 

Ihr habt euch in den letzten Jahren einen internationalen Namen gemacht. Was wird uns in nächster Zeit erwarten ?

Markus: Mitte 2011 werden wir ein neues Full-Length Album bringen. 2010 kommen noch einige Platten, unter anderem eine EP für Viper Recordings und einen Remix für Deadmau5 und andere für Major Labels. Der Hahn wird noch lang nicht zugedreht.

 

Was ist euch lieber: kleine Clubs oder riesige Hallen? Und wo liegen die Vorteile?

Reini: Das ist ganz unterschiedlich, der Flair von kleinen Clubs, die gesteckt voll sind, in denen man die Hände der Leute fast im Gesicht hat, ist einfach das geilste. In einer Halle kann’s aber genauso abgehen, wie zum Beispiel die Pirate Station in Kiew mit 7000 Leuten, Gogo Tänzerin und Lasereffekten. Man kann’s wirklich nicht pauschalisieren, beides hat seinen Reiz.

 

Wie schaut’s aus mit Chrome? Man hat ja schon länger nichts mehr davon gehört!

Markus: Chrome war nur ein Spaßprojekt wenn wir im Drum ‘n’ Bass eine Blockade gehabt haben. Jetzt haben wir die Zeit dazu einfach nicht mehr. Chrome ist einfach nicht das, was uns repräsentiert, wir sind im Drum ‘n’ Bass zuhause und dort auch am Puls der Zeit. Irgendwann werden wir die Chrome Tunes for-free herausgeben bevor sie auf der Festplatte versinken.

 

Was treibt ihr abseits der Plattenteller?

Reini: Ich fahre seit 17 Jahren Skateboard und habe damit vor C & K mein Geld auf Contests verdient.
Markus: Chillen ist das Wichtigste (lacht). Ich hab vorher auf der technischen Uni studiert, aber das lässt sich einfach nicht vereinbaren. Man braucht auch Zeit um qualitativ hochwertig zu produzieren. Produzenten sind wie Punks, eine ganz eigene Sorten von Menschen. Man muss ein wenig nerdy sein um gut zu produzieren.

 

Welche Tipps könnt ihr österreichischen Musikern geben?

Markus: Das wichtigste ist, dass man immer am Ball bleibt, sich immer pusht und nie aufgibt. Man soll auf jeden Fall Spaß daran haben. Eine Karriere baut man nicht in ein paar Monaten auf. Wenn wir uns zurück erinnern, wie unsere ersten Tunes geklungen haben, ist das kein Vergleich zu den heutigen aber uns hat es Spaß gemacht und so sind wir immer besser geworden. Also immer dran bleiben und sich nicht unterkriegen lassen.

 

Danke für eure Zeit

 

Camo & Krooked zum Anhören und Tourdaten gibts hier: 
http://www.myspace.com/camokrooked

 

 

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