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Devastating Enemy

Devastating Enemy

„Wenn man etwas hintereinander macht, macht man es nicht gleichzeitig!“ Das war die Lehre des überaus lustigen Abends mit Devastating Enemy. Was sie sonst noch über „Mädlsnummern“ Bandcontests oder ihre Zukunftspläne zu sagen haben, lest ihr hier.

Das Prelistening ist ja ein spannender Moment, der erste Kontakt mit dem Publikum. Wie geht’s euch heute?
Alex: Soweit ganz gut…
Tom: Motivation´s Hell!

Mit dem neuen Album wollt ihr euch ganz klar vom IN FLAMES-Klon-Image trennen. Wie genau dürfen wir uns das vorstellen?
Alex: Also dieser Glaube ist durch eine bestimmte Person von einem bestimmten Magazin aufgekommen, weil wir beim Metalchamp Finale alle mit weißen Hemden aufgetreten sind.
Tom: Also ich persönlich hab IN FLAMES noch nie mit weißen Hemden gesehen, immer nur in roten. (lacht)

Das ist bereits eure dritte Zusammenarbeit mit dem Hinterhofstudios. Sieht aus, als fühlt ihr euch hier wohl. Was gefällt euch am besten?
Alex: Norbert ist ein super Produzent, der einem nicht zu viel und nicht zu wenig dreinredet. Er gibt gute Ratschläge und Tipps, die man dann auch super umsetzten kann.
Tom: Es ist sehr produktiv, mit ihm zusammenzuarbeiten und 99,9 % von den Worten, die aus seinen Mund kommen, machen auch einen Sinn. (lacht)

Apropos Sinn: Wie wichtig ist euch bei einem Album neben der Musik die Thematik?
Daniel: Sie steht von der Wichtigkeit her schon unter der Musik in meinen Augen. Aber ich versuche doch, dass ich eine Linie reinbringe, auf jeder EP und auch auf jedem Album. The Fallen Prophet hat allerdings kein allzu konkretes Thema, es ist alles sehr offen gefasst und zum Interpretieren.

Im Laufe des Prelistenings habt ihr Your Ravenous Creed als eure „Mädlsnummer“ bezeichnet. Warum ist das eine „Mädlsnummer“?
Daniel: Weil es die am leichtesten zugängliche Nummer ist… (allgemeines Gelächter bricht aus)

Traut ihr den weiblichen Metalfans nichts zu?
Tom: Ich würde einfach mal sagen, hört euch die Nummer nocheinmal an und hört gut hin.
Daniel: Nein, das ist es nicht, das war schon eine Mädlsnummer bevor der Text da war. Es ist einfach so: Angenommen der Jörg sitzt in der U-Bahn und neben ihm ein Mädl. Sie ist keine Metalhörerin und fragt ihn, was er denn für Musik macht. Dann würde er ihr bestimmt diese Nummer vorspielen. Deswegen!

 

Bei der Album Release Show am 14. Jänner steht ihr vor THE SORROW auf der Bühne. Hat sich das ergeben oder war es euer persönlicher Wunsch, mit den Jungs zu spielen?
Jörg: Zuerst war´s nur ein persönlicher Wunsch und durch die supertolle Arbeit vom Tom hat sich das dann zum Glück auch so ergeben.
Daniel: Und sie ziehen einfach massenhaft Leute an. (lacht)

Vergangenen April seid ihr zum Metalchamp gekürt worden. Was unterscheidet euch von anderen Bands, dass ausgerechnet ihr als Sieger aus diesem Contest hervorgegangen seid?
Jörg: Ein Bus voller Neustädter! (lacht) Nein, wir hatten im Vorfeld schon irrsinnig viel Promotion gemacht, sogar einen Upcoming-Trailer und haben wirklich ziemlich tief in die Trickkiste gegriffen für das Finale.

Neben beachtlichen Sachpreisen habt ihr auch einige Festivalgigs in der kommenden Saison abgestaubt. Ratet ihr euch „Nachkommen“, auch an Bandcontests teilzunehmen?
Alex: Es zahlt sich meiner Meinung nach schon aus. Ein Bandcontest ist halt nie der ganz große Durchbruch, er dient mehr als Sprungbrett. Wenn man als Band gescheit ist, nutzt man die Chancen, die sich da bieten. Wenn nicht, wird man eher bald wieder „versumpern“.

Wie schaut euer Plan aus, damit ihr nicht „versumpert“?
Alex: Also 2011 mal soviel wie möglich live spielen, Tom ist schon fleißig am Buchen. Dann natürlich das Album promoten und schauen, dass wir europaweit präsent sind. Und im Winter 2011 dann das nächste Album.
Tom: Naja, sagen wir lieber 2012… (lacht)

Okay, zieht doch bitte mal kurz Bilanz für uns. Was glaubt ihr, habt ihr seit der Gründung Anfang 2009 alles richtig gemacht und welche Entscheidungen waren nicht ganz so glorreich?
Alex: Ein definitiv guter Griff war Jörg als Bassist. Er war die erste Person, die mit der Idee gekommen ist, auch ein bisschen an der Performance zu arbeiten. Und auch songwriting-technisch hat er uns weiter gebracht und uns ein wenig in die komplexere Welt eingeführt… (wieder allgemeines Gelächter) Jaja, alles heute wieder zweideutig bei uns.

Und größere Missgeschicke? Oder darf man das nicht ausplaudern?
Tom: Man darf schon, aber mir fällt jetzt gar nichts ein. (lacht)
Alex: Zuviel trinken vor Shows ist nie gut.

Auf Facebook haben wir gesehen, dass ihr 2 Fanpackages verlost, sobald ihr die 3000er Friends Marke erreicht. Da machen wir doch gleich mal ein bisschen Werbung dafür. Deshalb die Frage zum Schluss: Wie lautet euer ultimativer Fan-Werde-Aufrufspruch?
Tom: Yeeeeaaaahhh! Kommt zu unseren Konzerten, unterstützt uns, kauft CDs, kauft Merch, gebt Vollgas und macht Party mit uns!
Alex: Es zahlt sich definitiv aus, bei unseren Konzerten dabei zu sein, wir versuchen immer uns was besonderes für die Live-Shows zu überlegen. So auch für die Weihnachtsgigs, also seid dabei und lasst euch das nicht entgehen!

Danke!

Zum Review der Platte geht’s hier.

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Daniel Kubera
“Life has improved immeasurably since I have been forced to stop taking it seriously.” - Hunter S. Thompson
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