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Ian Fisher

Ian Fisher

Am 9.12. spielte Ian Fisher im British Bookshop. Enemy.at war für euch dabei und bat den Singer/Songwriter zum Interview. Lest hier, wie Ian seine Lieder schreibt, woher er seine Motivation nimmt und was vor einem Konzert nicht passieren sollte!

 

Ian Fisher ist dein echter Name. Warum hast du dich nicht für ein Pseudonym entschieden?
Das wäre für mich eine Lüge. Wenn ich auf der Bühne stehe, möchte ich dem Publikum und mir gegenüber ehrlich sein. Ich denke, dass ein Künstlername mich nicht repräsentieren würde. Wer weiß, vielleicht entscheide ich mich eines Tages für einen Künstlernamen, aber im Moment ergibt das für mich keinen Sinn.

Was bedeutet Songwriting für dich? Immerhin veröffentlichst du beinahe jedes Jahr ein neues Album.
Es ist einfach etwas das ich mache, dann wann mich irgendetwas beschäftigt. Ich setze mich mit der Gitarre hin und fange an es zu verarbeiten.
Wobei das ist schwer zu beantworten. Ich versuche eben all das, was sich in meinem Gedanken, in meiner Seele und in meinem Herzen abspielt niederzuschreiben.

Bezüglich Songwriting. Wie gehst du das ganze an? Schreibst du zuerst die Texte und dann die Akkorde oder umgekehrt?
Das ist jedes Mal ganz verschieden. Mal so, mal so. Ich habe kein Schema an welchem ich mich orientiere.

Wie kommt es, dass du schon so viele Songs veröffentlicht hast aber nur drei Videos?
Ich weiß nicht. Ein Grund warum ich so viele CDs veröffentlicht habe ist, dass die meisten durch die Unterstützung meiner Freunde aufgenommen wurden, also so gut wie gratis. Sei es bei ihnen daheim oder in einem Studio zu dem sie Zugang hatten. Man muss dabei beachten, dass man sehr viel Zeit für Songwriting hineinsteckt. Ich weiß es wirklich nicht. Das passiert hauptsächlich Aufgrund der Großzügigkeit der anderen Leute.

Als ein Gründungsmitglied von NOWHERE TRAIN wissen wir, dass du gemeinsam mit einer Band Bühnenerfahrungen gesammelt hast. Bevorzugst du es die Bühne mit einer Band zu teilen oder willst du lieber alleine mit deiner Gitarre sein?
Ich bevorzuge es alleine auf der Bühne zu sein. Natürlich habe ich jede Menge Spaß mit den Jungs von NOWHERE TRAIN und mit den anderen Bands mit denen ich gespielt habe. Aber im Moment habe ich das Gefühl, dass was ich den Zuhörern vermitteln möchte, am besten allein bewältige.

In einem Interview hast du gesagt, dass der Grund warum du mit Musik angefangen hast ein Mädchen war. Was ist jetzt deine Motivation?
Ja das war nur ganz am Anfang. Im Wesentlichen gibt es zwei Gründe. Zum einen wegen dem Gefühl das ich manchmal während eines Konzert habe, wenn ich eine außer-körperliche Erfahrung erlebe. Da bin ich einfach nicht da und es hat den Anschein, dass alles im Universum in Ordnung ist. Ein Gefühl das ich nur während eines Konzerts empfinde. Zum anderen wenn Leute zu mir nach einem Konzert kommen und mir erzählen, dass sie eine Gänsehaut bekommen haben. Das sind die wesentlichen Beweggründe warum ich weiterhin Musik mache.

Wann hast du deine besten Einfälle/Ideen?
Für gewöhnlich wenn ich allein bin und spät in der Nacht. Nicht zu spät, aber doch ziemlich spät. Nun ja, meine besten Ideen entstehen vermutlich dann, wenn ich mich in einer leicht depressiven Stimmung befinde. Ich weiß nicht, das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Alles hängt immer von verschiedenen Faktoren ab.

Was wäre das schlimmste, was dir kurzfristig vor einem Konzertbeginn passieren könnte?
Interessante Frage. Lass mich ein bisschen überlegen. Wenn ich kurzfristig eine tragische Nachricht von jemandem erfahren würde, der mir sehr wichtig ist. Das würde so ziemlich alles über den Haufen werfen. Andererseits wäre die Show vielleicht ziemlich gut, weil ich hinsichtlich meiner Gefühle sehr verbunden wäre. Ein Schlag ins Gesicht wäre auch ziemlich schlimm, das würde das singen erheblich erschweren. Wenn mir meine Gitarre gestohlen werden würde, das wäre in meinem Fall dann eine große Herausforderung die Show durchzuziehen, ich als Singer-Songwriter. Ich weiß nicht, da gäbe es sicherlich noch so einiges.

Ja da hast du vermutlich Recht! Ich danke dir für das Interview und wünsche dir das Beste!
Danke sehr und danke für das Interview.

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