Home   /   Live Reviews  /   Imperial Never Say Die Tour – Gasometer

Imperial Never Say Die Tour – Gasometer

Imperial Never Say Die Tour – Gasometer

Das wohl größte Ereignis der Hard- und Metalcoreszene ist am 15.11. über die Bühne gegangen. Hier erfahrt ihr, ob die Never Say Die! Tour ihrem Ruf als mächtigstes Spektakel der Szene gerecht geworden ist.

 

WE CAME AS ROMANS eröffneten den Abend bereits kurz vor sieben Uhr und erst langsam füllte sich der Gasometer, wohl uhrzeitbedingt. Dennoch gab die sechsköpfige Post-Hardcore Band ihr Bestes, um die Anwesenden in Stimmung zu bringen. Mit ihrer soliden, wenn auch kurzen Performance erwiesen sie sich als würdiger Opener für die noch ausstehenden Bands. Schon wenige Momente später standen YOUR DEMISE auf der Bühne. Oder besser gesagt: sie tanzten. Mit großem Einsatz nutzten sie jede Minute ihres knappen Auftritts. Leider wurde dieser von einem tiefen und langanhaltenden Störton aus der Tontechnik überschattet. Auch YOUR DEMISE mussten schließlich schon nach an einer Hand abzählbaren Songs die Bühne freigeben.

 

 


Die Menge im Gasometer

 

Mittlerweile hatte sich der Gasometer weiter mit Gästen gefüllt, die nun WAR FROM A HARLOT‘S MOUTH entgegenblickten. Die fünf Berliner ließen auch nicht lange auf sich und ihre jazz-beeinflussten Metalcore warten. Recht gut gelaunt und in Jogginghosen präsentierten sie einige Auszüge aus ihrem aktuellen Album MMX. Als vierte Band des Abends kündigten sich EMMURE an und stimmten das Publikum auf etwas härtere Klänge ein. Die Leute zogen mit – auch als sich Sänger Frankie Palmeri aufgrund der aufgeheizten Stimmung seines T-Shirts entledigte. Nach diesem Ausflug in die Gefilde des Deathcore ging das Programm mit BLEEDING THROUGH weiter. Wer also jetzt schon mit nacktem Oberkörper unterwegs war, konnte dies mit gutem Gewissen so belassen. Denn fünf Männer und eine Lady am Keyboard heizten dem Gasometer noch einmal ordentlich ein.

Unzählige Liter Schweiß flossen, ehe die Bühne für COMEBACK KID geräumt wurde. Ihrem Ruf entsprechend gaben die fünf Kanadier einen schnellen Rhythmus vor. Dass ihre Musik stark vom Punk beeinflusst ist, war ebenso wenig zu überhören wie die Begeisterung des Publikums. Mosher kamen voll auf ihre Kosten – auch in punkto Bierdusche – und chronische Negeranten freuten sich über die umherfliegenden Pfandbecher. Nach einer Show voller Energie und Geschwindigkeit standen schließlich die Headliner des Abends an.

 


COMEBACK KID – PARKWAY DRIVE

Gegen 23 Uhr erschienen PARKWAY DRIVE auf der Bühne des Gasometer und wurden von lautstarkem Jubel empfangen. Frei nach dem Motto: „gut, besser, PARKWAY DRIVE“ machten sie ihrer Position als Headliner alle Ehre. Zwischen Plastikpalmen und Meereskulisse wurden im Strandoutfit Klassiker wie Deliver Me und Romance Is Dead aufgeführt. Als Nebenbeschäftigung für die Zuschauer kursierten einige Wasserbälle durch den Publikumsbereich. Doch auch die Band hatte sichtlich ihren Spaß – während Home Is For The Heartless brachte einer der Gitarristen ein Schlauchboot auf die Bühne und schon ging das Crowdsurfen im wahrsten Sinne los. Unterdessen brach unter den Zuschauern ein wildes Moshpit aus und es wurden reihenweise Personen über die Köpfe der anderen hinweg in den Securitygraben befördert. Nach einer äußerst kurzweiligen guten Stunde kündigten PARKWAY DRIVE ihre letzte Nummer an. Mit Boneyards erfüllten sie vielen Besuchern den letzten Musikwunsch und gemeinsam wurde lautstark die zentrale Stelle des Songs There’s Blood in the Water! gegrölt.

 

Schweiß ist geflossen, Sticks sind gebrochen, Saiten gerissen und vermutlich auch ein paar Rippen gebrochen. Fazit: Leider hat das Gasometer dringend an seinen Abmischqualitäten zu arbeiten. Fans der „kleineren“ Bands sind wegen der Kürze der Auftritte möglicherweise nicht auf ihre Kosten gekommen. Im Gegenzug aber gab es Highlights der Extraklasse und im Rückblick einen gelungenen Abend mit durchwegs äußerst engagierten Musikern.

 

{flickr-album}Type=Photoset, Photoset=72157625401246058{/flickr-album}

 

 

Wie gefiel euch die Imperial Never Say Die Tour?

{mainvote}

Home   /   Live Reviews  /   Imperial Never Say Die Tour – Gasometer
Anna Obermeier
"Dance Like Nobody Is Watching."
Related Article