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Inarcadia

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Passend zum Release ihres neuem Albums Amongst Mere Mortals, hat sich enemy.at Inarcadia für ein Interview geschnappt. Alle Infos zur aktuellen Platte und ob sich die Jungs  einen Bugs Bunny tätowieren lassen würden, lest ihr hier!

Euer Bandname INARCADIA klingt stark nach Latein. Ist es das? Was genau bedeutet er?

Gut erkannt. Den Begriff INARCADIA an sich gibt es jedoch gar nicht. Dahinter steckt viel mehr die lateinische Phrase „et in arcadia ego“ die aus der griechischen Mythologie stammt. Die Story dahinter wäre hier aber ein wenig zu lange denk ich.

 

In Österreich als Band erfolgreich zu sein, ist alles andere als einfach. Wie lautet eure „Kampfstrategie“, um euch zu behaupten?

Das Problem das österreichische Bands haben ist, dass sie immer einen Schritt hinter den internationalen Bands sind und sozusagen hinterher hinken. Aus diesem Grund und in dieser Hinsicht sind nationale Bands oft auf internationaler Ebene einfach nicht konkurrenztauglich. Natürlich gibt es einige Bands, die den Zahn der Zeit erkennen und auch dementsprechend handeln. Es ist auch eine Frage von Selbstdarstellung, Disziplin, Einstellung und Willen etwas auf die Beine zu stellen, Grenzen zu überschreiten und hart an sich und seiner Musik zu arbeiten. Um auf die Frage zurückzukommen: Wir wollen zeitgemäße, zeitlose Musik machen, mit Herz und Verstand, das gesamte Paket im richtigen Licht darstellen und hart an uns und an der Musik arbeiten.

 

Am 25. Oktober ist euer Debutalbum erschienen. An dieser Stelle gleich mal Gratulation zu Amongst Mere Mortals. Wie lange habt ihr daran gearbeitet? Gibt es eine interessante Story dazu?

Vielen Dank. Es ist oft schwierig als Außenstehender zu wissen, was ein Album alles an Arbeit mit sich bringt. Um unsere und auch die Deadline unseres Labels einzuhalten, mussten wir viele Opfer bringen, so habe ich beispielsweise, ein ganzes Semester meines Studiums hingeschmissen, um mich voll auf das Album konzentrieren zu können. Insgesamt haben die Aufnahmen dann doch länger als erwartet gedauert und schlussendlich ungefähr 2-3 Monate in Anspruch genommen. Tja, Geschichten gibt es immer genug zu erzählen, aber das würde hier wohl die Grenzen etwas sprengen und unsere Professionalität in Frage stellen (lacht).

 

Auf dem Cover ist ein Zahlenrad mit den römischen Ziffern von eins bis zwölf abgebildet. Genauso nummeriert sind auch die Songs auf dem Album. Ein bisschen gemein die Frage, aber wieso habt ihr nur zehn Songs draufgepackt?

Ich finde, dass es keineswegs eine gemeine Frage ist. Unser Ziel war es, wie schon erwähnt, ein zeitgemäßes und zeitloses Album zu schreiben, das wir auch privat hören würden. Wir wollten einfach ein kompaktes Album haben, das keine Durchhänger oder Lückenfüller aufweist und als Gesamtwerk gut funktioniert. Darum haben wir alles was nicht nötig war raugeschmissen und so auf das Nötigste reduziert.

 

Gesignt seid ihr bei dem britischen Label Rising Records UK. Erzählt doch mal, wie ihr dazu gekommen seid.

Durch die Hilfe von unseren guten Freunden LAW FOUND GUILT, haben wir den Kontakt zu The Finest Noise Promotion aufgebaut, die uns dann in weiterer Folge bei der Labelsuche unter die Arme gegriffen haben. Heutzutage ist es schwer als eine Band unter vielen, bei Labels wahrgenommen zu werden, was nicht überraschend ist, wenn man sich dem bewusst wird, wie viele Demos die Labels im Schnitt zugesendet bekommen. Der logische Schritt war dann einfach den Sprung ins kalte Wasser zu wagen und zu unterschreiben.


War es euch ein besonderes Anliegen, dass euer erstes Album gleich international zu erstehen ist oder hat sich das Dank Label einfach ergeben?

Wir wollen natürlich unseren Bekanntheitsgrad soweit wie möglich erweitern, deshalb war der internationale Vertrieb von Amongst Mere Mortals ein wichtiger Punkt bei der Labelsuche. So haben wir die Möglichkeit unser Album auch international zu präsentieren.

 

In City Of Mine singt ihr von Gefangenschaft in einer fiktiven Welt und dem Wunsch nach Befreiung. Ist das eine Form von Kritik an der modernen Gesellschaft?

Es ist nicht unbedingt eine fiktive Welt von der wir hier reden. Es ist ein Zufluchtsort, wo wir uns wohlfühlen, auch wenn wir uns nur etwas vorspielen und die Realität eine andere ist. So kann es dazu führen, dass sich die Grenzen beider Welten vermischen und so eine klare Trennung nicht mehr möglich ist. City of Mine ist ein sehr persönlicher Song, wobei ich finde dass sich viele Hörer darin wiederfinden können. Apathie ist nun mal Teil von uns, ob wir wollen oder nicht, also kann man schon sagen dass City of Mine ein gesellschaftskritischer oder zu mindestens ein gedankenanregender Song ist. In Hinsicht auf das Album ist es jedoch eines der weniger gesellschaftskritischen oder besser gesagt, gesellschaftsbeobachtenden Songs.

 

Nehmen wir mal an, man würde euch einen Slot als Headliner am Wacken Open Air 2011 anbieten. Im Gegenzug müsstet ihr euch alle Bugs Bunny auf den Oberarm tätowieren lassen. Würdet ihr euch darauf einlassen?

Gute Frage. Da ich persönlich nicht davon abgeneigt wäre mir Bugs Bunny auf den Oberarm tätowieren zu lassen, sag ich mal ja, sieht doch süß aus (lacht). Aber wenn es darum geht sich selbst zu verkaufen, für was auch immer, gibt es Grenzen.

 

So, jetzt wird’s besonders schwer: Stellt euch mal einen typischen Fan von Hansi Hinterseer und Konsorten vor. Wie würdet ihr versuchen, ihn von eurer Musik zu überzeugen?

Schwierig. Ich glaube es ist nicht so sehr eine Frage des Überzeugt-werdens, sondern eine Frage des Wollens. Wenn man dazu bereit ist, sich Musik unbefangen anzuhören, wäre es auch für einen Volksmusikenthusiasten möglich, unsere Musik zu mögen. Gegenfrage: Was könnte Hansi Hinterseer versuchen, um mich von seiner Musik zu überzeugen. Wär ihm wahrscheinlich egal, der hat eh genug Geld, verdammte Volksmusik hat zu viel davon…

 

Das Schlusswort gehört euch:

Vielen Dank für das Interview an enemy.at, das Interesse und den Support!
Sichert euch eine Kopie des aktuellen Long Players Amongst Merre Mortals und kommt zu unseren Shows!

Hier geht’s zur CD Review von Amongst Mere Mortals.

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