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James Hersey

James Hersey

James Hersey ist ein österreichischer Singer/Songwriter mit amerikanischen Wurzeln. Im Gespräch mit enemy.at plaudert er über den schönsten Moment auf der Bühne, Zukunftspläne und Einflüsse, die er von seinem Vater mitbekommen hat.


Dein EP erschien am 23.04.2010. Gibt es schon Pläne für weitere Aufnahmen?

Ja auf jeden Fall! Ich hatte schon vorher irrsinnig viele Songs. Ich wollte aber zunächst einmal nur sechs aufnehmen. Immerhin habe ich alles bei mir im Wohnzimmer selbst aufgenommen. Ich habe mir das nötige Equipment nur für drei Wochen ausgeborgt, aus diesem Grund ist sich auch nicht mehr ausgegangen. Mittlerweile habe ich 30 Songs. So um Februar herum habe ich mir vorgenommen, eine neue Single zu releasen und den Monat darauf dann ein Album zu veröffentlichen.

Du sagst selbst, dass dein Vater der erste war, der dich musikalisch beeinflusst hat. Aber wir wollen es genau wissen. Inwiefern hat er dich beeinflusst?
Mein Vater verkörpert für mich die American Singer-Songwriter Tradition. Bereits in meiner Kindheit spielte er mir Songs von Künstlern aus seiner Zeit vor. Das waren Einflüsse von Folksongs bis zu Popsongs. Und so war ich im jungen Alter mit Musik konfrontiert.

Im Frühstücksfernsehen (auf Puls4) haben sie deine EP unter anderem als alternative zu Jack Johnson vorgestellt. Wie siehst du diesen Vergleich?
Es ist schwer mit ihm nicht verglichen zu werden, vor allem nicht wenn man Gitarre spielt und dabei auch noch singt. Das was man in Österreich als Gitarrist und Sänger kennt, ist eben Jack Johnson. Hier gibt es quasi keinen John Mayer, Ryan Adams oder meinetwegen einen Paolo Nutini. Dass sie das so sagen finde ich schon in Ordnung.

Wenn man deine Lieder hört, ahnt man nicht, dass die Platte aus Österreich ist. Es hat durchaus internationales Potential. Wäre eine Teilnahme am Eurovision Song Contest was für dich?
Ich kann mir zurzeit nicht wirklich vorstellen Songs zu schreiben, welche für andere gedacht sind. Bis jetzt schreibe ich eigentlich nur für mich. Ich kann mich zum Beispiel auch nicht mit „Helden von Morgen“ oder „Starmania“ identifizieren und ich merk auch, dass Eurovision nicht meine Schiene ist.

Das Genre Singer-Songwriter hat sich in Österreich noch nicht so etabliert wie beispielsweise in Nordamerika oder Großbritannien. Wie siehst du deine Zukunft in  diesem Genre?
Ich sing halt auf Englisch und bin mit Englisch aufgewachsen, daher ist es für mich natürlich das so zu machen. Ich weiß nicht ob dieses Genre sich in Österreich jetzt so stark etablieren wird. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es eine Zukunft für Singer-Songwriter  in Österreich geben wird.

Hast du vor auch im Ausland durchzustarten?
Ende nächsten Jahres habe ich mir vorgenommen einen Sprung in die USA  zu machen, um auch dort eine Fanbase aufzubauen. Deswegen USA, weil ich US Amerikanische Wurzel habe. Ich bin meiner Meinung nach schon so weit, dass ich behaupten kann, dass ich schon einiges gelernt habe unter anderem wie man selbst Aufnimmt, wie man Independent sein kann, wie ich in Clubs rein komme und das will ich jetzt gern auch im Ausland ausprobieren.

Wo wir schon bei Singer-Songwriter Thema sind. Musikalisch gesehen sind die Lieder eher „einfach aufgebaut“ bzw. sind die Texte im Vordergrund. Wie entscheidest du dich worüber du letztendlich schreibst?
Die Lieblingsfragen von allen (lacht). Ich sehe meine Texte aus Alltagssituationen von meinem Leben, aber es ist so aufgebaut, dass es jeder nachvollziehen kann, um was es sich dabei handelt. Einfach dieses Gefühl alleine in einem Zimmer zu sein und an jemanden zu denken oder ein Gefühl zu haben, welches man nicht genau beschreiben kann.

Zum Schluss noch eine letzte Frage: Wann ist deiner Meinung nach der schönste Moment während eines Konzerts?
Für mich ist der schönste Moment in einem Konzert dann, wenn am Anfang einer ruhigen Nummer die Leute noch miteinander reden und im laufe des Songs absolute Stille herrscht. Die Blicke sind allein auf die Bühne gerichtet und die Zuhörer hören genau auf jedes Wort und jeden Ton. Das finde ich besonders schön.

Danke für das Interview und wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg!
Ich danke euch!

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