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Kontrust

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enemy.at traf sich mit Sängerin Agata und Schlagzeuger Roman zum Interview. Lest hier, was Kontrust über ihre neue Single Zero, Zukunftspläne und Bandcontests zu erzählen haben. Und warum sie mit den Klostertalern verwechselt wurden!

Zu Beginn gleich noch mal herzlichen Glückwunsch zu eurem Amadeus Award. Habt ihr das Gefühl, dass dieser Preis eurer Karriere einen Sprung nach vorne beschert hat?
Agata: Ich glaube, dass der Amadeus Award in erster Linie einen symbolischen Wert hat und gut ist für Medienpräsenz. Es ist ein weiterer Meilenstein in der Laufbahn einer Band. Man bekommt einfach mehr Publicity durch so einen Preis und das ist sehr wichtig.

Ihr habt vor Timo To Tango schon einen Longplayer und zwei kürzere Alben herausgebracht und gemeinsam auf der Bühne steht ihr schon seit 2005. Warum, glaubt ihr, stellt sich gerade jetzt der bemerkenswerte Erfolg ein?
Agata: Naja, das ist ganz einfach: Der Erfolg hat sich ja nicht plötzlich eingestellt, sondern hat sich in den letzten fünf Jahren entwickelt.
Roman: Seitdem ich Schlagzeuger bin!

Eine witzige Anekdote: Bei der Amadeus Verleihung seid ihr in euren Bomba Outfits aufgetaucht. Dort hat euch dann auch glatt jemand mit den Klostertalern verwechselt. War das in irgendeiner Weise die Absicht bei der Wahl des Videooutfits?
Agata: Also die Verwechslung mit den Klostertalern direkt war absolut nicht beabsichtigt. Aber das Dirndl-Outfit war schon bewusst gewählt für diesen Abend, weil wir ein bisschen das Klischee sprengen wollten von den Rock Musikern, die alle in Schwarz auftauchen. Und außerdem haben wir uns gedacht, dass Bomba Video kennen doch einige Leute und warum also nicht wieder mal das Outfit anziehen?
Roman: Die Verwechslung war schon lustig, weil da merkt man eigentlich, wie genau sich die Medien die Bands vom Amadeus anschauen und welche Wertigkeit diese Szene bei uns in Österreich hat.

Bomba an sich ist ja ein ziemlicher Kulturmix: Englische Text, typisch österreichisches Outfit und dann haben wir auch noch ein paar Worte Spanisch entdeckt. Warum gerade Spanisch?
Roman
: Ich kann das als Sänger total einfach beantworten. Spanisch hat von der Phonetik her wunderschöne Wörter drinnen und bestimmte Rhythmen kann man auch mit Spanisch viel besser ausdrücken. Uns sind diese „Sprachbarrieren“ ziemlich egal, wir haben beim ersten Album glaub ich sieben verschiedene Sprachen verwendet. Uns geht’s hauptsächlich darum, wie wir einen Sound, den wir gerne hätten, am besten umsetzen und mit welcher Sprache das im Endeffekt passiert, ist nicht so wichtig. Wir sprechen ja auch nicht wirklich Spanisch auf dem Album. Wenn wir es brauchen, setzten wir es einfach ein.

Am 19. November ist eure neue Single Zero samt Video herausgekommen, diesmal ohne Verkleidungen wie bei Bomba und On The Run. Wieso das?
Roman: Es sind sowohl Single als auch Video technisch etwas ganz Anderes als die Vorgänger. Wir versuchen im Moment, unsere Grenzen abzustecken. Mit On The Run haben wir uns extrem weit aus dem Fenster gelehnt und das ist ein Videodreh, den wir nie wieder wiederholen müssen. Zero ist jetzt quasi das andere Ende zu Bomba und On The Run. Wir versuchen mit den Videos immer uns zu inszenieren und uns extravagant auszudrücken.

 

Der österreichische Musikmarkt ist bekanntlich nicht das einfachste Pflaster für Newcomer. Habt ihr vielleicht ein paar Tipps für junge Bands, die sich denken: „Wow, einen Erfolg wie KONTRUST hätten wir auch gerne!“?
Agata: Die Basis von allem ist Arbeiten. Man muss sehr viel arbeiten, sehr viel Energie und natürlich auch Freizeit investieren. Man muss an sich glauben und sich selber auch treu bleiben. Ich glaube, wenn man genau das macht, was man gerne macht, macht man das auch gut. Und dann braucht man nur mehr ein bisschen Glück und dann geht’s von allein.

Momentan sind Casting Shows und Bandwettbewerbe sehr populär. Habt ihr jemals bei so etwas mitgemacht?
Agata: KONTRUST hat damals beim Austrian Band Contest mitgemacht und ich mit meiner ehemaligen Band auch. Das heißt wir kennen Bandcontests und wissen, wie das so abläuft. Ich persönlich finde, dass Bandcontests eine gute Sache sind, vor allem für junge Bands. Sie sind eine Möglichkeit, dass man Erfahrungen sammelt und Leute und vor allem andere Bands kennenlernt. Ich hab jetzt noch Kontakt mit einigen Freunden, die ich nur bei den Bandcontest kenne gelernt habe. Man bekommt außerdem auch einen Einblick in das Musikbusiness und bekommt die Möglichkeit auf großen Bühnen zu spielen, was man ja als kleine Band nicht so leicht hat.

Aus euren Plänen für die Zukunft macht ihr gewöhnlich immer so lange ein Geheimnis, bis die Gerüchteküche ordentlich brodelt. Würdet ihr für uns mal eine Ausnahme machen und ein paar Hinweise auf das Kommende bei KONTRUST geben?
Roman: Also es ist so, Timo To Tango ist noch nicht am Ende und es wird sicher noch ein paar lustige Überraschungen damit geben. Für kommenden Frühling ist zum Beispiel schon eine besondere Sache geplant, aber mehr sagen wir auch schon wieder nicht dazu. Soweit kann man es aber, glaub ich, schon verraten, dass wir seit einiger Zeit am neuen Album schreiben, das höchstwahrscheinlich in den nächsten paar Monaten herauskommen wird. Wir haben uns kein bestimmtes Limit gesetzt. Wir haben aber sehr wohl verstanden, dass die Band mit Time To Tango wieder von Null begonnen hat, dass das sozusagen der Startschuss war, egal wie lang die Bandgeschichte vorher schon war.

Euren Amadeus Award habt ihr euren treuen Fans gewidmet, die euch sehr wichtig sind. Möchtet ihr die letzten Worte für heute an eure Fans richten?
Agata: Vielen, vielen Dank, für die jahrelange Unterstützung! Wir hoffen natürlich, dass noch weitere Jahr mit euch folgen werden und wir werden auf jeden Fall noch ein paar Schmankerl für unsere Fans parat haben.

Die nächste Chance die Damen und Herren in Österreich live zu erleben: 17. Dezember in der Szene Wien. Vorbeikommen lohnt sich. Wir freuen uns drauf!

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