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Neaera – Szene Wien

Neaera – Szene Wien

HEAVEN RISE – HATE MAY RETURN – HARMANIAC – WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER – NEAERA. Das klingt doch nach einem netten Abend. Der Abend des 8. Mai wird wohl als explosiver Abend, der die Szene Wien zum beben brachte, in Erinnerung.

 

by Markus Pendl
Der Abend begann mit einem verdutzen Blick auf den verschwitzten Drummer von HEAVEN RISE, der bereits seine Becken aus der Szene hievte und in den verrosteten Bus verlud. „WTF ?! Is ja erst kurz nach sieben!“. Nach einem Blick aufs Ticket meiner Begleiterin, waren wir noch ratloser. „ Is vorgezogen worden, HEAVEN RISE ham schon um halb sieben g’spielt“. Na toll!

Nachdem ich meinen Fotopass bekommen hatte, suchte ich nach einem sinnvollen Nutzen für die übrige Zeit. Ab an die Bar, Zigaretten und Bier. Mit dem Becher in der rechten, Kamera in der linken Hand kämpfte ich mich in den Fotograben vor. 

HATE MAY RETURN nennen sich die fünf Wiener, die kurz darauf die Bühne der Szene betraten. Obwohl die Myspace Seite einiges versprach, konnten sie meine Erwartungen nicht erfüllen. Die Performance wirkte einfach zu chaotisch und unharmonisch.

Eine Umbaupause und eine Zigarette später enterten HARMANIC die Stage. Dass der Sound dieser Band in Richtung Deathmetal geht, ließ sich bereits am Aussehen der Mitglieder und der Fangemeinde erkennen. Die Performance war alles in allem sehr solide und professionell. Vor allem der Sänger überzeugte durch seine druckvolle Stimme, die gut zum Stil der Band passte.

Der nächste Act des Abends waren REANIMA, die der vorfreudigen Menge mit ihrem brutalen Sound einheizten. Die beiden Sänger grölten sich die Seele aus dem Leib und lieferten eine ziemlich ansehnliche Show, die den Headlinern des Abends alle Ehre machte. „Sollte man im Auge behalten!“ dachte ich mir, nachdem sie ihr Set beendet hatten und ich mich in Richtung Bar bewegte.

Nun war’s endlich Zeit für WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER: Deathcore vom Feinsten. Wider Erwarten standen fünf statt zwei Butterbrote auf der Bühne. Mit einem wilden Mix aus Pig Squeals und fiesen Growls heizten sie der Menge ein. Diese bedankte sich mit Circle-Pits und halsbrecherischen Mosh-Choreos. Jetzt erst mal raus und ein Bier zur Erfrischung.

Lange dauerte die Pause nicht und NEAERA brachten den Abend zu seinem Höhepunkt. Die fünf Deutschen machten ihrem Ruf alle Ehre. Mit „Prey To Anguish“ eröffneten sie ihre Show. Die Fans waren begeistert und flippten völlig aus. Egal ob Mosh–Pits, Stagedives oder Wall of Death – die gut gefüllte Halle tobte. Der gute Sound und gesangliche Leistung des Publikums machte das Konzert zu einem echten Erlebnis. Ein wirklich gelungener Abend!

 

(Markus Pendl & Andreas Straßmayr)

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Anna Obermeier
"Dance Like Nobody Is Watching."
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