November 10 – Skero

Anna Obermeier 28. Oktober 2010 0

Er sprang aus der Schrebergartenhecke in Shorts auf uns zu, schleuderte uns die Einladung zur Kabinenparty entgegen – nun ist er unser Musiker des Monats! Für euch hat er zehn ironische Vorteile, in Österreich Musiker zu sein, zusammengeschrieben!

 


Das zweite Standbein von SKERO: seine Graffitis

 

SKERO steht schon seit etwa 1992 mit beiden Beinen in der Musikbranche Österreichs, ist er doch Teil der Hip-Hopper TEXTA. Spätestens seit die oberösterreichische Formation mit ihrem Ned deppat den Soundtrack zum Film Echte Wiener – Die Sackbauer Saga lieferte, sind SKERO und Co in aller Munde.
2009 releaste SKERO sein erstes, möglicherweise nicht letztes Soloalbum Memoiren eines Riesen, eine ganz heimliche Andeutung auf seine (Lebens)größe. Darauf zu finden sind die FM4-Nummer-Eins Künstler und der Sommerhit Kabinenparty.

 

Ein paar Fakten:
Gechartet ist die Kabinenparty unter anderem durch den Zuspruch der Facebook-Gruppe “Wir manipulieren die Charts – Kabinenparty als Nummer-Eins-Hit”. Auf Platz 4 hat es unser Sommerhit geschafft und hat damit internationale Größen wie EMINEM FT. RIHANNA oder STROMAE vom abgesessenen Sitzplatzerl weggeschoben.
Der Gedanke zu nationalen Auszeichnungen ist also auch nicht weit: die Kabinenparty wurde als Song des Jahres mit dem Amadeus Award ausgezeichnet.
Der Sound des Parkbadfeten-Songs stammt im Original von Edu K. und nennt sich Popozuda Rock ‘n’ Roll.

 

 

Für uns hat SKERO die österreichische Musiklandschaft und deren unglaubliches Ausmaß an Vorteilen unter die Lupe genommen. Warum ist es toll, gerade in Österreich Musik zu machen? Was ist hier so anders? Wieso machst du gerne Musik in Österreich? 10 Gründe für SKERO, in Österreich Musik zu machen. Achtung! Nicht alles ist so ernst zu nehmen, wie es sich liest ;)

1. Es warten undotierte Musikpreise auf jeden, der sich den Arsch abrackert.
2. Österreich hat eine tolle Medienlandschaft. Bis auf viele Ausnahmen.
3. Der Markt ist so klein – es gilt absolute Narrenfreiheit!
4. Dieser Job ist ein Liebhaberjob (Ausnahmen: Klassik und Volksmusik) und nach 15 Jahren geht dann (vielleicht) eines der kleinen Pflänzchen auf.
5. Es braucht auch keine Majorlabel oder Bookingagenturen um dieses kleine Feld zu beackern!
6. Es ist nicht weit in die Schweiz, Deutschland oder Tschechien!
7. Es gibt eine Menge guter Produzenten und begnadeter Musiker, die auf Texteschreiber und Komponisten mit guten Ideen warten.
8. Für die Musikproduktion wird kein riesiges Studio gebraucht. Alles kann daheim mit geringen Mitteln produziert und muss nur gut abgemischt werden.
9. Erwarten Sie sich live anfangs keine Monstergagen!
10. Österreich ist ein sehenswertes Land, für das man sich auf einer Tour ruhig etwas Zeit nehmen sollte.

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