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Parkway Drive – Deep Blue

Parkway Drive – Deep Blue

Anfänglich sollte angemerkt werden, dass sich die fünf australischen Surfer gegen Adam Dutkiewicz (seines Zeichens Gitarrist von KSE und Produzent verdammt vieler Größen im Business) als Produzent entschieden hatten und Joe Barresi an die Regler ließen. Diese Entscheidung wurde von vielen Fans mit mulmigem Gefühl im Magen empfangen, da Adam D. mit den vorhergehenden Alben Killing With A Smile und Horizons zwei Must-Haves für die Regale geschaffen hatte.

Gelungenes Artwork – Ungewohnte Songs

Legt man dann den Silberling ins Laufwerk ein, begrüßt er einen mit dem Intro Samsara, das nach einer Minute melodiösem Gitarrengezupfe in langsam rollendem Schlagzeug und dazu passendem Powerriff endet. Die nächsten zwei Nummern – Unrest und Sleepwalker – warenbei der Veröffentlichung schon von MySpace bekannt. Unrest ist wie viele Songs von PARKWAY DRIVE mit Breakdowns vollgepackt und macht Lust auf Mehr. Danach läuft Sleepwalker mit einem eingängigen Gitarrenriff an und entwickelt sich zur Identifikationsnummer des Albums.

Cover "Deep Blue" von Parkway Drive

Etwas langsamer wird’s bei Wreckage und Deadweight, Nummern bei denen man sich schon live auf riesige Circle Pits und halsbrecherische Mosh-Einlagen freuen darf. Die Nummer Alone beginnt ruhig und versucht dann Druck aufzubauen, schafft dies aber nicht wirklich, da das Main-Riff einfach nicht deftig genug ist. Generell riecht diese Nummer ein wenig nach Lückenfüller. Ganz anders muten dann Pressures, Deliver Me und Karma an, die von Mitgröhl-Vocals bis Gänsehaut-Breakdowns alles bieten, was das Metalcore Herz begehrt.

Without Adam D. 80% less chance to win

Mit seinen „wohoo“ Klängen eignet sich das leicht epische Home Is For The Heartless perfekt als Live Song, bei dem die Hände gen Himmel gestreckt werden und oben genannten Zeilen mitgeschrien werden. Bevor der Rundling sich dann mit Set To Destroy ziemlich trashig verabschiedet, stolpert man noch über Gastshouter Marshall Lichtenwaldt (The Warriors).

Zum Sound gibt es eigentlich nur zu sagen, dass er etwas kraftlos wirkt und insgesamt nicht so knackig wie auf den Vorgängern. Auch dass Songwriting hat nicht ganz die Brillianz der älteren Alben. „Without Adam D. 80% less chance to win“ – wurde auf der MySpace Seite kommentiert als bekannt wurde, dass die Genregröße diese Album nicht produzieren wird. Vielleicht trifft es diese Aussage auf den Punkt. Das gewisse Etwas Adam D. fehlt der Platte einfach.

Alles in allem ist Deep Blue zwar ein Album das zwar Spaß macht, aber nicht ganz an die Vorgänger anknüpfen kann.

In aller Kürze

PARKWAY DRIVE
Deep Blue
VÖ: 25.6.2010

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