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The Avayou – Southern Charme

The Avayou – Southern Charme

Vier charmante Freunde aus dem sonnigen Süden Österreichs schüren mit ihrem ersten Album Southern Charme große Erwartungen. Wir haben die Scheibe der selbsternannten Postpunker für euch gründlich unter die Lupe genommen.

Schon seit 2006 musizieren Flo, Steve, Chris und Mike aus Völkermarkt gemeinsam. Seit einiger Zeit gibt’s THE AVAYOU nun auch auf Tonträger, aber wie viel Charme steckt denn nun wirklich im Debutalbum der Kärtner?

Die Platte beginnt mit Vasco da Gama, und selbst wenn der Track nicht als Intro bezeichnet ist, so übernimmt er doch äußerst erfolgreich diese Aufgabe. Begrüßt wird der Hörer von Donnergrollen und Regengeprassel, zu dem sich langsam aber sicher Gitarren gesellen. Das einundhalb-minütige Crescendo macht Lust auf mehr. Lied Nummer Zwei schlägt einem diesen Wunsch auch keineswegs ab. Klare Riffs und Rhythmen begleiten durch absolut ohrwurm- und hitverdächtige Refrains. Questions lässt nur eine Frage offen – lieber gleich nochmal hören oder doch zuerst sehen was THE AVAYOU noch bieten?

 

Foto: Rene Murnig

Hemingway kommt in nun schon gewohnter Manier – mit eingängiger Melodie und starkem Gesang – daher. Auch der Nachfolger Icepacuanha enttäuscht in dieser Hinsicht nicht im geringsten und liefert trotzig-selbstbewussten Sound. Spätestens bei De Nada haben es die Kärtner geschafft, Köpfe rhythmisch zum Wackeln zu bringen – oder zumindest die Fersen zum Wippen. Mit Headgrenades lassen THE AVAYOU auch schon die letzte Granate des Albums auf den Hörer los. Leicht bekommt man das Bedürfnis bei den Zeilen „Honey I‘m not good enough for you, I‘m not good enough for the world“ loszuschreien: „DOCH! DOCH!“ denn eines ist spätestens jetzt klar: Diese Burschen haben Potential. Als einziger großer Haken am Album stellt sich die Dauer von nur knappen 20 Minuten heraus. Kleiner Tipp: Nochmals hören hilft!

Die vier Musiker schaffen es, trotz ihrer ausgeprägten Handschrift ihre Lieder nicht zum Einheitsbrei verkommen zu lassen. Ruhige Passagen und mitreißende, tanzbare Parts wechseln sich hier ab. Selbst wenn das Album keine allzu großen musikalischen Überraschungen bietet, so zieht es einen doch – oder vielleicht gerade deswegen – in seinen Bann. Treibende Rhythmen, eingängige Riffs, überzeugender Gesang. Das Erfolgsrezept ist einfach, aber es funktioniert!

Das gesamte Album zum online Anhören gibts auf www.purevolume.com

 

In aller Kürze

THE AVAYOU
Southern Charme

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Anna Obermeier
"Dance Like Nobody Is Watching."
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