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The Fast Forwards

The Fast Forwards

The Fast Forwards sind der neueste Export aus dem „Land of IKEA & Smørre Brøt“ – oder sollten wir in Zukunft „Land of Indie Rock“ dazu sagen? Wir haben uns die erste EP (self-titeled) der vier jungen Schweden für euch zu Gemüte geführt!

 

 

Ihr Bandname kommt nicht von irgendwo. Die FAST FORWARDS wollen schnell nach vorne kommen. Bis jetzt sind sie auf dem richtigen Weg.

Seit 2007 war es das klare Ziel der Brüder Gabriel (voc, g) & Christian Alares (d, voc) Musik zu machen, mit der sie sich rasch von der Stockholmer Underground-Rock-Masse absetzen und über ihre Landesgrenzen hinaus den Musikmarkt erobern können. Nach der Bandgründung ließen die ersten Erfolge nicht lange auf sich warten. Die ersten Airplays, der erste Management-Vertrag, eine Kooperation mit Sony Ericsson. Nachdem sogar das erste Tief überstanden war, starteten sie 2009 richtig durch. Ein schwedischer Musik-Award, Festival-Auftritte und kein geringerer als Thomas Rusiak, seines Zeichens erfolgreicher schwedischer Hip-Hop-Artist und Produzent, nimmt die Burschen unter seine Fittiche. Seither arbeiten die Gebrüder Alares, Mikael Hörnaeus (g, voc) und Magnus Nilsson (b, voc) gemeinsam mit ihm an ihrem Debutalbum, das wir für diesen Winter erwarten können. Zur Überbrückung gibts vorerst den self-titled Extended Player und die Single Felicia, die wir für euch begutachtet haben.

 

Die FAST FORWARDS machen Indie-Rock, wie er im Buche steht. Ihr erstes Minialbum beinhaltet sechs Stücke, die sofort ins Ohr gehen. Einerseits aufgrund ihrer eingängigen Melodien, andererseits aufgrund unabstreitbarer Ähnlichkeiten mit anderen Künstlern. Auch wenn die Jungs eigenen Angaben nach, versuchen, „nicht schwedisch zu klingen”, der Vergleich mit ihren Landsmannen MANDO DIAO ist spätestens bei As Long As We Don’t Fake unvermeidbar, das passagenweise enorm Dance With Somebody ähnelt. Doch auch die anderen Nummern erinnern stark an Musikerkollegen wie die ARCTIC MONKEYS, MAXIMO PARK oder THE FRATELLIS. Bedenkt man, dass es weitaus schlimmere Vergleiche gibt, ist dies wohl ein guter Ausgangspunkt, um noch ein bisschen am individuellen Sound zu feilen. Und genau das machen die vier Schweden auch gerade, wovon wir uns am nahenden Langspieler gerne überzeugen lassen.

 

Summa summarum, THE FAST FORWARDS erfinden den Indie-Rock sicher nicht neu. Müssen sie aber auch nicht. Ihre Songs sind energiegeladen und erfrischend, voll einprägsamer Gitarrenriffs und Melodien, bestückt mit netten Rhythmuswechseln und Backgroundvocals, die zum Mitgröhlen animieren. Die sensationelle Bühnenpräsenz, die man ihnen nachsagt, ist auch Gitarrist Mikael Hörnaeus klar – “wer uns auf Band mag, wird uns live lieben”. Ich fühle mich damit jedenfalls angesprochen und werde bei nächster Gelegenheit Mikaels Glaubwürdigkeit prüfen!

 

 

In aller Kürze:

THE FAST FORWARDS
The Fast Forwards EP + Felicia
VÖ – 21.04.2010 / 24.09.2010

 

 

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Anna Obermeier
"Dance Like Nobody Is Watching."
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