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The Ghost Inside – Viper Room

The Ghost Inside – Viper Room

Nein, am Donnerstag gab‘s im Viper Room nichts gratis. Grund für zahlreiches Erscheinen war das musikalische Angebot des Abends: Lower than Atlantis und Suffokate wärmten die Menge für For The Fallen Dreams und The Ghost Inside auf.

LOWER THAN ATLANTIS eröffneten den Abend des 16. 12. mit einem Schuss Grungepunk und sogleich schlug einem eine regelrechte Soundwolke entgegen. Perfekt abgemischt brachten sie das Publikum im gefüllten Viper Room auf Touren. Schon bildete sich vor der Bühne ein respektabler Moshpit – und es sollten noch einige mehr folgen. Weiter ging die musikalische Reise ins Grindcoreland von SUFFOKATE und selbst wer nicht so große Ohren hat wie Sänger Ricky Hoover konnte jeden Ton (sofern die Bezeichnung in diesem Fall zutrifft) einwandfrei hören – der eindrucksvollen Lautstärke sei Dank. Frei nach dem Motto No Mercy, No Forgiveness, gleichzeitg der Titel ihres aktuellen Albums, spielten und grölten sie sich bis in den letzten Winkel des mittlerweile randvollen Viper Room.

Nach einer kurzen Umbauphase standen die fünf Michiganians FOR THE FALLEN DREAMS auf der Bühne. Mit New Beginnings starteten sie ihre interaktive Performance. Die Bühne verschmolz nahezu mit dem Publikumsbereich. Sänger Dylan Richter gab sein Bestes um die Zuschauer (eher: die Mosher) anzuheizen. Von deren Seite wurde fleißig ins Mikro gegrölt und oft hatte es den Anschein, als würden die vielen hochgestreckten Arme den Musiker hinuterziehen. Ab und zu verirrte sich ein motivierter Stagediver auf der Bühne oder sang vor dem Absprung noch ein paar Takte in Richters Mikrophon. Auch als FOR THE FALLEN DREAMS Nightmares zum Besten gaben, riss der publilkumstechnische Motivationsschub nicht ab. Im Gegenteil, noch mehr Leute drängten sich auf dem engen Raum vor der Bühne.

Nach einer absolut sehens- und hörenswerten Performance standen schlussendlich THE GHOST INSIDE auf der Bühne und stellten sich mit Unspoken soundgewaltig vor. Es folgten weitere Songs ihres neuen Albums Returners, unter anderem Overlooked und Chrono. Danach kündigte Sänger Jonathan Vigil Shiner an und widmete das Lied seinem kürzlich verstorbenen Bruder. Spätestens jetzt hatten die Hardcore-Californier das Publikum in ihren Bann gezogen. Das Todeszonen-Moshpit war stark angewachsen, dahinter und auf den Seiten drängten sich eng an eng jene, die heil bleiben wollten. Ob Mosher oder nicht: jeder, der konnte sang oder schrie mit – und das waren nicht wenige. Der „alt-neu“ Mix setzte sich mit Between the Lines und Faith or Forgiveness fort. Noch größere Freude kam auf, als angekündigt wurde, dass THE GHOST INSIDE im April gemeinsam mit COMEBACK KID Wien beehren werden. Daraufhin fühlten sich einige Zuschauer bemüßigt, auf die Bühne zu klettern und eine High-Five Runde zu veranstalten. Mit Siren Song neigte sich ihr Auftritt langsam dem Ende zu. THE GHOST INSIDE verabschiedeten sich mit einer Zugabe, die selbst eingefleischten Moshern den Rest gab.

Zurückblickend ließ der Abend im Viper Room keine Wünsche offen. Durchwegs motivierte Bands wurden von tadellos abgemischtem Sound und zahlreich vorhandenem Publikum unterstützt. Man darf sich also auf hoffentlich bevorstehende Gigs freuen – allen voran sollte man die THE GHOST INSIDE-COMEBACK KID-Kooperation keinesfalls verpassen.

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