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Andy McKee im Interview

Andy McKee im Interview

Wir hatten einige Tage nach seinem Gig in Wien die Möglichkeit ein e-mail Interview mit dem großen Giatrristen Andy McKee zu machen. Hier lest ihr, was der Virtuose zu sagen hatte und wie es ihm zu Beginn seiner Karriere ergangen ist.

Die war deine Tour bis jetzt?
Super! Die Shows in Deutschland und Österreich waren der Wahnsinn. Ich liebe es hier zu spielen!

Wann hast du sich entschieden, Fingerstyle-Musik zu machen? Hat es sich einfach ergeben, oder wolltest du schon immer einer der besten Gitarristen der Welt werden?
Als ich 16 Jahre alt war, wurde ich auf einige großartige Akustikgitarristen – wie Michael Hedges und Preston Reed – aufmerksam. Die beiden haben mich sehr beeinflusst. Ich konzentrierte mich mehr auf die Akustikgitarre und ihre Möglichkeiten. Ich übte Jahre lang und mit 19 schrieb ich dann meine ersten Songs. Ich wollte immer gute Musik machen, aber als einer der weltbesten Gitarristen bezeichnet zu werden ist eine große Ehre.

Wolltest du an Anfang an eine Youtube-Karriere, oder hast du diese Plattform nur benutzt um deine Bekanntheit zu steigern?
Mein früheres Label Candyrat Records hatte 2006 die Idee Youtube-Videos zu drehen. Damals rechneten wir nicht damit, dass sie so erfolgreich werden. Wir wollten diese Medium nutzen, um mehr Fans zu erreichen.

Warum hast du deine erste Tour in Taiwan gestartet?
Das ist eine gute Frage, die mir noch nie jemand gestellt hat! Vor dem Erfolg mit Youtube hatte ich schon bei einigen Wettbewerben ganz gut abgeschnitten, die mir halfen, bekannt zu werden. Ein Promoter in Taiwan hörte von mir und lud mich 2003 ein, in Taiwan zu touren. Das war eine unglaubliche Erfahrung, aber auch ein großer Unterschied zu Kansas.

Mittlerweile hast du live sehr großen Erfolg. Wird es in Zukunft immer noch Videos von Andy McKee auf Youtube geben?
Auf jeden Fall! Es sind auch jetzt schon einige neue Werke auf der Plattform. Mein neues Label Razor&Tie hat sie veröffentlicht, aber VEVO schränkt sie noch ein. In manchen Ländern ist es nicht möglich meine Videos zu sehen. Mein Manager und ich arbeiten sehr hart daran, das zu ändern.

 

 

Wann und warum hast du beschlossen mit so eigenwilligen Gitarren zu spielen, wie du es in “Into The Ocean” machst?
Hahaha, das Ding heißt Gitarrenharfe (Harpguitar). Zum ersten Mal habe ich sie auf Michael Hedges‘ Album Live on the Double Planet gehört. Der Klang überzeugte mich sofort. Der erste Gitarrist, den ich damit spielen sah, war Stephen Bennett. Er ist ein sehr melodischer Gitarrist und schreibt sehr schöne Musik.
Im Laufe der Zeit wurden wir Freunde und er verkaufte mir meine erste Gitarrenharfe, mit der ich auf Youtube zu sehen bin. Into the Ocean war einer meiner ersten Songs, die ich schrieb und er ist auf dem Weg nach Californien entstanden.

Wie schreibst du deine Lieder? Kommen diese schönen Melodien von alleine oder musst du lange daran arbeiten und viel an deinen Songs und Riffs feilen?
Ich genieße es mit verschiedenen Gitarrenstimmungen zu experimentieren, und meist ist das auch der Startpunkt zu einem neuen Song. Wenn ich ein Riff oder eine Akkordfolge gefunden habe, stelle ich mir dazu verschiedene Melodien vor, die zu den Akkorden passen. Zum Schluss muss man nur mehr herausfinden, wie man beides gleichzeitig spielen kann.

Du spielst auch einige Covers. Jetzt die Frage: Welchen Song hättest du gerne geschrieben?
Wow, eine sehr gute Frage! Da gibt es einige, aber jetzt würde ich sagen Trademark von Eric Johnson.

Welche Ziele hast du in Zukunft?
Das wichtigste ist, dass ich weiter Musik schreiben kann, die Menschen inspiriert und, dass ich meine Fantasie und Kreativität noch weiter verbessern kann.
Natürlich will ich für nein neugeborenen Sohn ein guter Vater sein.

Welche Tipps hast du für junge Gitarristen?
Auf jeden Fall fleißig üben, aber dabei den Spaß nicht verlieren!
Ich verbringe viel Zeit damit neues Material zu schreiben und zu üben. Aber ab und zu setze ich mich auch hin und spiele DREAM THEATER. Also, vergesst auf keinen Fall Spaß zu haben!


Danke für das Interview!

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