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Angel Grunt & Deamons Harp im Interview

Angel Grunt & Deamons Harp im Interview

Wrong Tune könnte nicht vielseitiger sein, – Angel Grunt & Deamons Harp präsentieren uns einen Genremix der feinen Sorte. Was sie dazu verführt hat, solch eine Portion Engelsgegrunze auf uns Sterbliche loszulassen, erfährt ihr hier in diesem Interview

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ANGEL GRUNT & DEAMONS HARP haben vor kurzem erfolgreich das Studio verlassen und eine Demo – EP herausgebracht. Die Musik, welche stark von Oi! und Punk beeinflusst wurde (zum Beispiel von Bands wie LOIKAEMIE), aber auch Elemente des experimentellen Metals aufweist (vgl. DIE APOKALYPTISCHEN REITER) ist derzeitig noch sehr vielseitig und abwechslungsreich und enemy.at hat sich zum Ziel gesetzt, die jungen Oberösterreicher nach ein paar Zusatzinfos zu der Demo – EP zu befragen. Wir haben Kontakt zu Markus Schmaranzer (Gitarre) aufgenommen und ihn mit Fragen überhäuft.

Hallo Markus, wer war bzw. ist bei euch die treibende Kraft?
Wir machen Musik eigentlich um der Musik willen, dh. weil es uns Spaß macht unsere eigenen Ideen mit unserem eigenen Sound und Stilmitteln umzusetzen. Wir wollen dabei auch bewusst nicht in eine Genreschublade gesteckt werden. Unsere Musik soll nach uns klingen und nicht so, wie das bei vielen heutigen Bands und Produktionen der Fall ist, wie die großen Vorbilder. Viele Musiker stecken sich einfach sehr enge Genregrenzen ohne auch mit anderen Elementen zu experimentieren. Wir wollen das anders machen.

Wer schreibt bei euch das Songmaterial?
Unsere Songs entstehen meistens aus einer Jamsession bei der die Gitarristen einfach Ideen/Riffs für einzelne Liedteile den anderen vorstellen. Danach wird einfach mit allen anderen probiert und an den Liedern gefeilt bis sie uns gefallen. Die Texte stammen hauptsächlich von unserem Sänger und werden, meistens nachdem zumindest die Grundstruktur des Liedes steht, verfasst. So schreiben wir die meisten unserer Lieder. Es gibt aber natürlich auch Ausnahmen bei denen der Text vor der Musik entsteht.

Hattet ihr für die Demo – EP besondere Eindrücke oder Ideen?
Zu den Eindrücken und Ideen: Hinter der CD stehen zwei Grundsatzideen. Zu allererst haben wir die CD mit einer unserer ältesten Nummern begonnen und schließen sie auch wieder mit einer älteren Nummer ab. Der Grund dafür ist, weil wir den Weg bzw. die Entwicklung unserer Band bzw. unserer Art Musik zu machen mit auf die Platte bringen wollten. So steht die erste Nummer Symbolisch für unseren Anfang und die letzte (ein Tribut an Dimebag Darrell) dafür das wir auch nicht vergessen haben woher wir kommen bzw. wie und weswegen wir begonnen haben Musik zu machen.
Zum Zweiten haben wir bei den neueren Nummern mit Cherub und Ferchault eine Idee unseres Sängers umgesetzt. Diese Songs gehören zu einem zeitgenössischen Stück, das unser Sänger geschrieben hat. Wir haben versucht die beiden Nummern, auch wenn sie unterschiedlich sind, durch Zwischentexte (die diesem Stück entstammen) und Rückbezüge im Text zu einem, wie unser Sänger es gerne nennt, „Epos“ zu verbinden. Die Nummer Dunkle Liebe geht ursprünglich auf ein sehr melancholisches Gedicht unserer Gitarristin und Sängerin zurück und sollte so den Kreativen Gesamteindruck der CD abrunden.

Was wolltet ihr euren Hörern unbedingt übermitteln?
Wir versuchen mit unseren Liedern Szenen bzw. Emotionen zu zeichnen oder festzuhalten. Wir greifen dabei auch gerne zu ungewöhnlichen Stilmitteln, wie zum Beispiel, bei einem eher fröhlichen Lied über den Niedergang der Metalmusik zu singen (lacht). Was wir auf keinen Fall wollen ist irgendjemanden eine Meinung aufzudrängen. Auch wenn es unser Stil teilweise anders vermuten lässt, versuchen wir doch unsere Lieder so zu gestalten, dass weder politische noch religiöse Aussagen durch sie vermittelt werden.

Was sind deiner Meinung nach die Stärken, beziehungsweise Schwächen der EP?
Die Stärken und Schwächen sind selbst immer schwer einzuschätzen. Da es das erste Mal war, dass wir in einem professionellen Studio aufgenommen haben, gibt es natürlich immer ein paar Sachen die wir, jetzt wo wir wissen wie so eine Produktion genau abläuft, anders machen würden. Ich persönlich, und das ist auch die Meinung von vielen Anderen die sich unsere CD angehört haben, finde, dass unsere Produktion für das erste Mal eigentlich ganz gut gelungen ist. Sicher gibt es noch Potenzial nach oben, aber wir haben ja nicht vor jetzt aufzuhören (lacht).

Plant ihr eine Tour?
Eine Tour ist zurzeit noch nicht geplant, mal sehen, was das nächste Jahr bringt…

Die Qualität der Aufnahme ist sehr gut und es scheint ein erfahrener Produzent am Werk gewesen zu sein. Wie lautet der Name des Produzenten?
Das Album wurde von Phillipp Hartl von der Soundkistn (www.soundkistn.com) produziert.

Wie lange habt ihr insgesamt gebraucht um diese EP zu produzieren?
Nach ein paar Wochen Vorbereitung (Studio auswählen, Lieder aufarbeiten und natürlich fleißig proben) haben wir die EP an 3 Tagen eingespielt.

Was sind eure Ziele innerhalb der nächsten 2 Jahre?
Für dieses Jahr haben wir uns vorgenommen mal kräftig die Werbetrommel zu rühren und ein paar Promo-Konzerte zu spielen. Nebenbei arbeiten wir schon an neuem Material und werden uns für nächstes Jahr mit unserer EP bei vielen Festivals und Veranstaltungen bewerben, um dann nächstes Jahr so viele Konzerte wie möglich zu bestreiten.

Vielen Dank für die Stellungnahme! Alles Gute für die Zukunft!

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