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Angel Grunt And Deamons Harp – Wrong Tune

Angel Grunt And Deamons Harp – Wrong Tune

Eine wilde Meute Engelsgrunzer und einer dämonischen Harfen-Gitarristin haben erfolgreich das Studio verlassen – was die Windischgarstner‘ Bande aus dem Fegefeuer zu uns getrieben hat, erfährt ihr hier.

 

Alleine schon beim Bandnamen merkt man, dass dieses Sextett anders ist. Was sich zunächst nach einem Wortspiel anhört, entpuppt sich als offenes Geheimnis: hier sind die Engel, die grunzen, growlen, bellen und schreien – interessanterweise scheinen sie einen Pakt mit dämonischen Sound – Kräften geschlossen zu haben, denn was den Hörern auf der Demo – EP erwartet, ist sehr ungewöhnlich. Alles beginnt klassisch – ein Schlagzeug zählt den Takt an und die Instrumente legen los. Was uns jedoch erwartet, ist (jedenfalls für Österreich) ungewöhnlich: Eine Mischung aus Punk, Thrash, Oi! und Melodic Death beginnt aus den Boxen zu knallen.

New One ist komplett auf Deutsch und entwickelt sich mehr und mehr zu einem Ohrwurm – hier hat Sänger Raphael Alber seine Stärken gezeigt. Die Musik ist eher einfach gehalten, Gitarrensolos gibt es eher selten – diese sind jedoch auch meistens überflüssig, denn die Musik erzeugt eher durch Klarheit und Einfachheit ihre Schönheit. Auch die Drums sind einfach, Markus Aigner scheint oft auf Punk – , beziehungsweise auf Off – Beats zurückzugreifen. Die beiden nächsten Nummern, Cherub und Ferchault ergänzen sich, da sie eine gemeinsame Geschichte über Engel mit Tierkörper erzählen – das Ganze wird im Vergleich zu den anderen Songs noch experimenteller, da in beide Songs Tonaufnahmen eingebaut sind. Hier zeigt der Sänger wiedermal seine Stärken und die drei Gitarren Härte. Aufgelockert wird Ferchault durch ein kurzes, aber durchaus stimmiges und gelungenes Gitarrensolo. Hier erkennt man schnell Einflüsse aus Melodic Death Metal der frühen Göteborger Schule, alá GATES OF ISHTAR, AT THE GATES oder IN FLAMES.

Für Abwechslung sorgt die Rockballade Dunkle Liebe, welche ein schönes Duett zwischen Raphael Alber und der Gitarristin Petra Buchebner darstellt. Allerdings wirkt die Nummer größtenteils schwerfällig, hier hat die Band ihre Stärke verfehlt. Harte Nummern liegen den Gitarristen, dem Bassisten und dem Sänger besser. Alleine Petra Buchebner überzeugt, ansonsten stellt die Nummer eher einen Schwachen Teil der CD dar. Aber das ist keinesfalls falsch auf einer Demo – EP, denn auf Wrong Tune probiert die Band alle Subgenres des Schwermetalls quer durch.

Abgerundet wird die EP durch die Punk/Thrash – Nummer Tears Of Dime. Die Nummer ist eine der älteren Nummern der Band und scheint schon oft gespielt worden zu sein – keine der anderen Nummern wirkt so rund und ausgeglichen – vor allem der Bassist Matthias Alber scheint in diesem Song voll auf seine Kosten gekommen zu sein. Der Stil von ANGEL GRUNT AND DEAMONS HARP lässt sich schwer beschreiben, sie selbst möchten nicht in eine Subgenre – Lade gesteckt werden. Deutliche Einflüsse scheinen jedoch Experimentierbands wie DIE APOKALYPTISCHEN REITER oder diverse ältere Punk/Thrash – Bands zu sein. Die fünf Oberösterreicher und die Oberösterreicherin machen Spaß, keine Frage. Jedoch erscheint es für das Sextett nun wichtig, das aufgenommene Material erfolgreich zu promoten und zu präsentieren – hier könnte sich ein deutlicherer Stil durchaus als positiv erweisen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ANGEL GRUNT AND DEAMONS HARP sich zu einem Hoffnungsschimmer für den österreichischen Metal entwickeln können – durch Wrong Tune wird der Appetit auf das oberösterreichische Sextett erweckt und man bekommt schnell Lust auf Mehr.

 

In aller Kürze

ANGEL GRUNT AND DEAMONS HARP
Wrong Tune
bereits erschienen

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Lukas Elzbieciak
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