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ASP – Gasometer

ASP – Gasometer

Wir sind alle wunderschön und in unseren Adern fließt schwarzes Blut. Diese Gedanken hatte wohl die kleine Gemeinschaft im Kopf, die am 29.10. nach dem ASP Konzert das Gasometer verließ, während Heeeee-Ooohhh noch in den Ohren nachklang.

Es ist natürlich schwer, als Einzelperson eine Bühne wie die des Gasometers zu füllen. Ja, sicher, Lahannya hatte eine Band dabei. Die wirkte aber nicht so richtig involviert in das ganze Geschehen. Bis auf den Bassisten vielleicht, der gelegentlich für die zweite Stimme zu haben war. Ansonsten war der Stagesound dünn und irgendwie kalt. Die futuristische Gesellschaftskritik von „Disturbia“ etwa kam so nicht richtig zur Geltung.

Ganz anders um Sound war es dann schon bei ASP bestimmt. Richtig fett und voll und in genau der richtigen Lautstärke hielt er das Publikum von Beginn an in Bewegung. „Ihr schönen Menschen“ nannte uns Sänger Alexander „Asp“ Frank Spreng nur und erzählte gleich zu Beginn, dass die Band Junge bekommen habe. Gut so, denn mit Lahannya’s Bassisten als Verstärkung, konnte Tossi, der üblicherweise die Bässe spielt, zum „Duett (Das Minnelied der Incubi)“ antreten.

Auch Lahannya kam zu einem Duett nochmal auf die Bühne und überzeugte dieses Mal voll und ganz bei „Werben“. Heeee-Oooohh ließ ASP die Zuhörer dann im Chor üben und singen, mit dem netten Hinweis, dass man es vielleicht noch einmal brauchen könne. Und wie wir es noch brauchten! Am Ende nämlich, wo es uns zu ganzen drei Zugaben verholfen hat! Vor der zweiten allerdings gemischt mit einem kollektiven „Wir wollen brennen“, das den Höhepunkt des Konzerts einleitete. „Ich will brennen“ ist und bleibt einfach das Paradestück von ASP.

Geste des Abends war ein neckisches und zugleich forderndes Locken von Mister „Asp“ persönlich. Am Konzert selbst hat es die Menge zum wilden, rhythmischen Klatschen angeregt. Im Vorfeld hätte es bestimmt viel mehr Besucher ins Gasometer gelockt, als tatsächlich vorhanden waren. Schade eigentlich, denn was über die Bühne ging, war ein faszinierend düsteres und pechschwarz glänzendes Schmuckstück, dass unser „Schwarzes Blut“ in Wallung brachte.

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