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Blessthefall – Szene

Blessthefall – Szene

Mit einem brandneuen Album am Start und ordentlichen Supports im Gepäck fanden sich Blessthefall am 6. Oktober in der Wiener Szene ein. Trotz energiegeladener Show – wenig Leute! Wie’s genau war, lest und seht ihr, wie üblich, bei uns!

Die erste Erkenntnis des Abends traf uns wie ein Schlag ins Gesicht: „Alter, es gibt noch Emos???“. Zumindest einige leicht abgeänderte Versionen davon warteten erwartungsvoll, teilweise von Eltern begleitet, vor den Pforten der altehrwürdigen Szene.

Pünktlich um acht verdunkelte sich die Bühne und Motionless In White betraten im üblichen Freakshow Make Up die Bühne und prügelten ohne Umschweife drauf los. Die teilweise sehr androgyn wirkende Band brachte das überschaubare aber hoch motivierte Publikum binnen kürzester Zeit zum Moshen und kollektiven Kopfnicken.

Bevor die Schminke zu sehr verlaufen konnte, wurde für Pierce The Veil Platz gemacht. Nach einer kurzen Umbaupause war die Halle leider immer noch nicht annähernd gefüllt. Dieser Umstand kümmerte die Band nicht im geringsten. Um die Performance kurz zu beschreiben, hier die Aussage meines Fotografen: „Auf der Bühne steht keiner von den Irren auch nur eine Zehntelsekunde halbwegs still.“ Ich lass das einfach mal so stehn. Zu meiner Freude brachten sie dann auch noch das „Like a G6Cover und beendeten durchgeschwitzt ihr Set.

Ein paar Zigaretten und einen halben Liter Bier später waren endlich Blessthefall an der Reihe die Mosherherzen höher schlagen zu lassen. Ihr Set war durchzogen wie ein ordentliches Hüftsteak. Alte Kracher, genauso wie einige Nummern des neuen Albums „Awakening“ wurden abegklampft. Was besonders auffiel war, der hohe Publikumskontakt, der einmal sogar so weit ging, dass der Sänger glatt die Bühnenkante übersah und nach vorne absegelte. Nachdem dann noch „To Hell And Back“ auf die Fangemeinde losgelassen wurde folgten noch zwei Zugaben und anschließend folgte der große Aufbruch.

Über die Szene allgemein kann man sich wie immer nicht beklagen. Der Sound war zwar meiner Meinung nach etwas zu höhenlastig aber noch im Rahmen. Alles in allem ein runder Abend, einzig und allein die Besucherzahl war ein wenig deprimierend.

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