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Bring Me The Horizon – Arena

Bring Me The Horizon – Arena

Ein fettes Aufgebot an Bands der Hardcore/Metal-Szene versammelte sich am 16.1. in der Wiener Arena – eine Story über verrückte Fans, schwitzende Musiker, ein bisschen Justin Bieber und einen wunderbarer Start in das Konzertjahr!

 

Nachdem die letzen großen Touren im Gasometer stattgefunden haben und der Sound dort nicht unbedingt das war, was wir uns vorgestellt hatten, freuten wir uns wie blöd auf diesen Abend in der Arena.
Schon bei der Ankunft war klar, dass der Altersschnitt weit unter 20 liegt. Unzählige schwarz geschminkte Mädchen wurden von Eltern mit besorgten Minen abgesetzt und irgendwelche Typen versuchten BRING ME THE HORIZON-Texte nachzuscreamen. Nach dem obligatorischen Dosenbier vor den heiligen Hallen betraten wir ebendiese. Dort wurden sofort Sitzplätze gesichert. Der erste Gedanke war zwar „Scheiß auf Sitzen“ aber später war ich dann doch froh, mich dort hinbequemen zu können.
„Bier ?“ – „Ja!“. Nachdem die Krüge gefüllt waren, betraten auch schon TEK ONE die Bühne und prügelten uns ihre Dubstep-Tunes entgegen, dass die Bauchdecken vibrierten. Im Publikum konnte man beobachten, dass nur wenige wussten, wie sie auf diese, doch etwas unübliche, Opener reagieren sollten. Trotzdem war die Performance verdammt gut. Vor allem der Schlagzeuger verausgabte sich komplett auf seinem Kit. Nach einer halben Stunde verabschiedeten sie sich und die Bühne wurde für THE DEVIL WEARS PRADA vorbereitet.


THE DEVIL WEARS PRADA / Anna Obermeier

Abgesehen von einem unnötigen Glaubensbekenntnis des Sängers, enthielt die Show alles was man hören wollte. Dez Moines, Danger Wildman und einige Nummern der älteren Platten wurden zum Besten gegeben. Eigentlich dachten wir, dass es ab jetzt abgehen sollte. Aber auch hier kam einfach keine Stimmung auf. Selbst die schnellsten Passagen wurde nicht für Circle Pits genutzt, man könnte ja seinen Platz verlieren. Nachdem die sechs Jungs die Bühne wieder verließen, hatten wir nur zwei Themen im Raucherbereich: das lächerlich unmotivierte Publikum und den komischen Trend des Merchandise (jeder, der sich in letzter Zeit die Shirts von vielen Bands angesehen hat, wird es verstehen).

Als die Zigaretten geraucht und die Becher gefüllt waren, kehrten wir zurück und bereiteten uns auf ARCHITECTS vor. Als diese dann ihr Set mit Follow The Water eröffneten, stürmte ich nach unten um mich in den Moshpit zu werfen. Da aber selbst nach etlichen Versuchen meinerseits keiner zustande kam, war endgültig klar, dass die ersten zehn Reihen ausschließlich aus „Ich warte auf Oli Sykes“-Menschen bestanden. Aber die fünf Engländer rund um Sam Carter überzeugten wie immer mit ihren Nummer, die mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen waren.


BRING ME THE HORIZON / Anna Obermeier

 

Nach einer weiteren, ewig langen Umbaupause für BRING ME THE HORIZON war es dann endlich soweit und vier der fünf Mitglieder betraten die Bühne. Sänger Oli ließ ein paar Takte lang auf sich warten aber als er dann die Bühne enterte, fühlte man sich wie auf einem Justin Bieber-Gig. Schreie, wie ich sie noch selten gehört hatte, erfüllten die Halle und man konnte regelrecht die Publikumswogen beobachten wenn er die Seite wechselte.
Hit um Hit schleuderten sie uns um die Ohren. Egal ob Suicide Season oder It Never Ends – und so weiter, die Burschen gaben ihr bestes um die kreischende Menge zum Tanzen zu bewegen. Trotz der angeschlagenen Stimmer des Sängers waren die Vocals geil und der Rest war ebenfalls fast perfekt.

Am Ende des Abends waren wir uns jedenfalls alle einig: BRING ME THE HORIZON und ARCHITECTS waren die besten Bands, das Publikum war seltsam und die Arena ist einfach die beste Location für Metalkonzerte.

 

 

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Wie gefielen euch BMTH, Architects, TDWP und Tek One?

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Anna Obermeier
"Dance Like Nobody Is Watching."
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