Casper – Szene

Magdalena Thur 23. Oktober 2011 0

Der Druck steigt; ebenso die Lautstärke. Eine zum Bersten volle Szene betreibt Kollektivtranspiration. Casper gastierte am 22.10. in Wien und legt einen Bilderbuchauftritt hin. Eine Geschichte von Moshpits, Käsekrainern und knisternder Stille.

 

Am Anfang: Ein Auftritt der theatralischer nicht sein könnte. In den düsteren Nebel hinein treten augenleuchtende Gestalten – halb Wolf, halb Mensch – “Der Druck steigt”. 
Es fallen die Masken: „Lasst die Spiele beginnen!“. Eine wogende Menschenmasse kommt in Bewegung und dann geht es auch schon “Auf und Davon”.

 

Casper

Casper

 

Was sind eigentlich 100 Prozent? Für Casper eindeutig zu wenig. Hier wird gestampft, geflucht und verausgabt, als ob es kein Morgen gäbe. Pausen gibt es nur, um sie mit Sympathie zu füllen und um zu verkünden, dass er sich in „de Eitrige und es 16er Blech“ verliebt hat.

 

CasperCasper

 

Wie ein Domteur dirigiert der Rapper die Menge. Man schreit, springt, macht “Mittelfinger Hoch”, teilt die Menge zur Wall Of Death, rempelt, lacht, Herzklopfen und Tränendrüse. Kurzweiligkeit hat einen neuen Namen: Casper.

 

Casper

Casper

Viel zu schnell rasen wir dem Ende entgegen. Doch schließlich ist alles “So Perfekt”. Und wie schon Wittgenstein sagte: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Dafür gibt‘s ja die Fotos.

 

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