Home   /   Live Reviews  /   Citizen Cope – Chelsea

Citizen Cope – Chelsea

Citizen Cope – Chelsea

Am Dienstagabend füllte sich das Chelsea mit Fans des Singer/Songwriter Clarence Greenwood, bekannt als Citizen Cope. Ein Abend wie jeder andere? Mitnichten! Lest hier mehr über ein unvergessliches, einzigartiges und sehr lustiges Konzert.

 

Bereits eine recht umfangreiche Menschenmenge hatte es sich in den Räumen des Chelsea gemütlich gemacht, als CITIZEN COPE die Bühne betrat. Sofort ging der anfängliche Applaus in eine erwartungsvolle Stille über. Der völlig in sich gekehrte Clarence Greenwood stimmte mit seiner Gitarre Salvation an, das Publikum lauschte gebannt. Alle Augen waren auf den Mann mit Gitarre gerichtet, dort unten im Publikumsbereich rührte sich absolut nichts. Es wurde weder gesungen noch getanzt, ja selbst ein Fingerschnippen oder Fußwippen wäre der andächtigen Stille ungebührlich gewesen.

Sobald jedoch der letzte Ton verklungen war, erhob sich begeisterter Applaus und über das Gesicht des Sängers huschte ein winziges Lächeln. Einwandfrei in Gesang und Spiel wurden zwei weitere Nummern, Appetite und Contact, zum Besten gegeben. Das gebannte Schweigen des Publikums setzte sich fort. Später brachte der New Yorker einen seiner grüßten Hits, Bullet and a Target, woraufhin sogar einige Köpfe leise mitnickten. In den rauschenden Beifall hinein wurde eine Pause angekündigt. Man vergönnte sie ihm ja, die wohlverdiente Pause. Dennoch: Eine Pause? Im Chelsea?!

Doch die Zuschauer, zunächst etwas verwundert, nahmen die Auszeit nach Burgtheater-Manier gerne an. Zumindest wagte man es jetzt wieder, zu sprechen und sich zu bewegen. Die Gläser wurden aufgefüllt, die Blasen entleert. Nach großzügigen 40 Minuten erschien CITIZEN COPE wieder dort, wo er hingehört.
Schon die ersten Klänge von Son‘s Gonna Rise entlockten dem Publikum eine überraschend entspannte Stimmung. Der eine oder andere sang sogar leise und vorsichtig mit. Als der Sänger dann während des Songs plötzlich das Spielen einstellte und stattdessen in Gelächter ausbrach, verfiel das Publikum zunächst für eine Sekunde lang in verwundertes Schweigen. Doch schließlich lachten alle mit. Clarence Greenwood grinste ihnen entgegen und stimmte den Hit noch einmal an. Diesmal klappte es ohne Unterbrechung und die Zuhörerschaft war begeistert. Es folgten Sideways und Hurricane Waters – ebenfalls nicht ohne Lachanfall. Bei Fame wurde sogar kräftig mitgesungen.

Am Ende bedankte sich der Sänger grinsend beim applaudierenden Publikum, schüttelte noch ein paar Hände und verbeugte sich, bevor er schließlich den Ort des Geschehens verließ. Man blieb zurück und fragte sich, verwundert und dennoch fröhlich grinsend: „Was war DAS?“

Wie gefiel euch CITIZEN COPE?

{mainvote}

 

{flickr-album}Type=Photoset, Photoset=72157626017049816{/flickr-album}

Home   /   Live Reviews  /   Citizen Cope – Chelsea
Related Article