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Crossing All Night – WUK

Crossing All Night – WUK

Also eines muss man dem Organisationsteam vom Crossing All Night auf jeden Fall lassen: Sie haben sich wirklich mächtig ins Zeug gelegt. Alleine 25.000 Flyer haben sie für ihre Party unters Volk gebracht. Das Resultat konnte sich sehen lassen.

Zuallererst muss man zur Locationwahl gratulieren: Dem ehrwürdigen Backsteingebäude ist das alternative Flair gepaart mit wilder Ausgelassenheit und einem Hauch Verwahrlosung praktisch auf die Fassade geschrieben. Schon beim Eintreten stimmt es perfekt auf eine alternative Veranstaltung wie das Crossing All Night ein. Hatte man dann die leicht umständliche „Abstempel-Bandl-rauf-Passage“ durchquert, stand man auch schon mitten im Geschehen.

Pünktlich um elf Uhr startete im WUK gestern der Unterhaltungsteil des Abends. Ganz wie es sich für eine Party gehört, die anders sein will als alle anderen, stellte man keine einfache „Vorband-Hauptband-Kombination“ auf die Bühne. Nein, ein einzelner Schlagzeuger wurde anfangs allein in die Schlacht geschickt. Mit technischer Fertigkeit und einem gewissen Sinn für Musikalität trommelte er sich 30 Minuten durch Songs vom Band.

Als dann die Mitternachtsstunde langsam näher rückte, wurde die Bühne den Jungs von DELICIOUS RED übergeben. Sänger Dominik war zwar nicht immer hundertprozentig auf dem richtigen Ton, man hat es ihm allerdings nicht lange übel genommen. Von den ersten Clear Vocals bis zum letzten Schrei war er mit seinen Mannen nämlich vor allem eines: authentisch. Dank seiner ungestümen Energie musste schon mal der Beckenständer von Drummer Daniel daran glauben. Gleich zwei Mal hat er außerdem mit einen gewagten Sprung den Fotograben Richtung ausgelassen tanzendem Publikum überwunden. Dieses war, richtige Töne hin oder her, durchwegs auf seiner Seite. Vor allem nach dem ironisch-kritischen Song, den die Band „für alle österreichischen Musiker“ gebracht hat, tobte der Applaus.

Nach verhältnismäßig kurzer Auftrittsdauer war es dann schnell wieder vorbei mit der Live Musik. Mit der Stimmung jedoch keineswegs, denn bis in die frühen Morgenstunden haben die Crossing All Night – DJs am Mainfloor nur das Feinste hören lassen. KORN, DISTURBED, MACHINE HEAD, um nur wenige zu nennen – da wurde im Vorfeld wirklich nicht zu viel versprochen.

Natürlich, wenn man etwas zum ersten Mal veranstaltet, gibt es immer das eine oder andere zu verbessern. So wäre zum Beispiel eine Verstärkung der Barmannschaft beim nächsten Mal zu überlegen. Die Hauptsache ist jedoch, dass es ein nächstes Mal geben wird und die gut 500 begeisterten Besucher von gestern werden uns da sicher zustimmen.

 

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