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Dedicated To – PixtonI.A.

Dedicated To – PixtonI.A.

Man liegt auf der Terrasse, sitzt im Park und lässt sich entspannt die Sonne ins Gesicht scheinen. Zu Höchstleistungen ist man absolut nicht aufgelegt und erwartet sie auch nicht von anderen. Genau dann ist die richtige Zeit für die Platte von Dedicated To.

 

Gitarre, Bass und Schlagzeug bilden durchwegs einen soliden Soundteppich, gelegentlich durchwebt von Einwürfen der Trompete. Diese lockert auf und gibt dem einen oder anderen Song eine besondere Note. Im Prinzip plätschert das Album jedoch in gleichbleibenden und ähnlichen Wellen vor sich hin. Wie gemacht für den oben beschriebenen Tag. Das finden anscheinend auch DEDICATED TO selbst und beschreiben in Sun Burn My Face genau dieses Szenario.

Möchte man allerdings fern von Bummeltag und aufgelegter gute Laune in die LP reinhören, kommt man an einer Überlegung nicht vorbei. Es muss doch hier der Text sein, der es ausmacht, wenn es schon nicht die Musik ist!? Nun, ja, bei It´s All Right, das kritisch die funktionierende Maschine Mensch thematisiert, ist das beispielsweise der Fall. Oder auch bei The Hate Love Song und Hitsong. Mit blanker Ironie verleiten diese beiden nicht nur zum zustimmenden Schmunzeln, sondern bringen den vier Jungs auch mächtig Sympathiepunkte ein.

Danach wird es allerdings schon eng, was bei einer Anzahl von 14 Songs nicht unbedingt vorteilhaft ist. Man wird das Gefühl nicht los, dass einige Textzeilen alleine dem Reim ihre Daseinsberechtigung verdanken. Oder dem Mitsingpotential. Lebhaft hat man vor Augen, wie begeisterte Fans vor der Bühne herumhüpfen und die leicht verständlichen Parts von Falling mitbrüllen. Auch, wie selbige bei Rock´n´Roll mit pathetisch erhobener Faust „I believe in Rock´n´Roll, Rock´n´Roll will save our souls tonight“ schreien.

Einzig herausstechendes Werk ist How Can I Help You. Bei diesem schnellsten und gleichzeitig härtesten Song wird der Gitarre sogar einmal ein kurzer Solopart gewährt. Leider kommt hier auch am stärksten das wirklich große Manko von PixtonI.A. zum Tragen. Die Qualität der Aufnahmen lässt auf ganzer Linie zu wünschen übrig. In maximal mittlerer Lautstärke sind sie deshalb nur genießbar. Dreht man eine Spur zu laut, rümpft man die Nase auf Grund des ohrenbetäubenden Krachs, der dann leider nur noch übrig bleibt.

Aber hey, wer braucht schon die volle Lautstärkedröhnung, wenn er so richtig faul den Tag genießt? Und zum Glück gibt es solche Faulenzertage doch immer wieder einmal. So gibt es auch immer wieder einmal Platz für DEDICATED TO und ihre aktuelle Platte.

 

In aller Kürze:

DEDICATED TO
PixtonI.A.
VÖ – 24.10.2010

 

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