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Die Vamummtn im Interview

Die Vamummtn im Interview

Kurz vor ihrem Auftritt am 8.10. in Wien haben wir die Vamummtn zum Interview getroffen und über den Zahn der Zeit geplaudert und graue Haare, die auch bei ihnen mehr werden. Und wer weiß, vielleicht gibt’s ja mal eine Vamus-Castingshow!?

Ihr habt ja schon einen ganzen Haufen Konzerte hinter euch und als schüchtern kennt man euch auch nicht gerade. Seid ihr vor einer Gasometer-Show trotzdem noch nervös?
Grundsätzlich sind wir gechillt, aber dadurch, dass das neue Album draußen ist, ist das schon ein bisschen was anderes.
Eine Grundnervosität ist außerdem immer vorhanden. Wenn die nicht wäre…

Apropos neues Album: Die Fans haben lange auf eigene Sachen von euch gewartet. Da stellt sich die Frage: Warum gerade jetzt?
Weil es sich so ergeben hat. Warum erst jetzt, heißt es eigentlich. Keine Ahnung, wir wollten halt einfach mal eines machen. Es hat immer geheißen: immer nur Mix Tapes, Mix Tapes….
Das hat sich einfach so ergeben, so wie das ganze Ding sich ergeben hat. Es war an und für sich nichts geplant. Wir haben uns einfach gedacht, es ist an der Zeit, einmal was Offizielle zu bringen.
Next Level ganz einfach und schauen, was passiert. Nachdem wir genug eigens produzierte Beats bekommen haben, oder selber produziert haben…. Es stehen jetzt auch viel mehr Leute hinter uns und rund um uns und unterstützen uns, die ganze Slang Army halt, und somit ist es jetzt auch einfacher gewesen, ein Album zu produzieren, als vorher.

Macht es mehr Spaß, die eigenen Sachen aufzunehmen, als die Mix Tapes?
Es ist beides gleich, glaub ich, es ist egal. So lange es uns gefällt…
Sicher sind wir stolz auf das erste Album, eh klar. Aber grundsätzlich…worüber wir rappen…. es ist scheißegal. Die Hauptsache ist, es kommt was Cooles rüber.
Uns spielt´s weder so noch so im Radio. (lachen)

vamus

Dank dem neuen Album wissen wir jetzt: „Rap is (k)a Ponyhof“. Habt ihr vielleicht noch ein paar weitere witzig-kreative Lebensweisheiten für uns?
Naja, man kann das sehen, wie man will. Es ist nicht umsonst das „K“ in Klammer gesetzt: Rap is ka Ponyhof, Rap is a Ponyhof. Wir lassen wieder einmal den Leuten ihre eigene Meinung. Jeder kann denken, was er will. Für uns trifft beides zu.
Und es ist einfach ein Ponyhof. (lachen)

Für das Album habt ihr ja einige Prelistenings aufgenommen. Zum Beispiel – sehr lustig – eines mit Kaiser Robert Heinrich I. Wie seid ihr denn dazu gekommen?
Naja, kennt man halt. (lachen)

Das zweite Prelistening war von Sänger Roman Gregory von Alkbottle. Der nennt Österreich so liebevoll die „kotelettförmige Provinz“ und identifiziert seine eigene Band und auch euch damit. Jetzt singen die Vamus ja im Dialekt. Ist das bewusste Identifikation oder halt einfach rappen wie man so spricht auch?
Naja, das ist ja eigentlich eh das gleiche, oder?

Jein, das erste wäre bewusstes Statement, das zweite halt einfach so.
Puh, es ist Absicht und Statement und passt halt einfach so.
Es ist von allem ein bisschen was. Es kann sich jeder davon denken, was er will.
Die Leute wollen Slang hören, so ist es.
Es ist was neues, das gibt’s zwar schon lange, aber wir haben es groß gemacht irgendwie. Ich möchte da jetzt zwar niemandem die Butter vom Brot nehmen, aber ja… (lachen)
Wir rappen, wie wir reden.
Hip Hop gibt es schon so lange in Österreich und es war so lange in hunderttausend Ecken versteckt. Jetzt haben wir die Chance, dass wir das groß machen. Wenn wir in Mundart rappen ist eine Plattform da, wo sich viele andere auch angesprochen fühlen und jetzt wächst das ganze Ding.
Wir haben so ein bisschen den Zahn der Zeit getroffen und die Leute nehmen es zum Glück an.

Wenn wir schon bei der Hip Hop Szene sind, die ihr gerade angesprochen habt: Seid ihr stolz darauf, dass ihr dem Ganzen so einen Auftrieb gegeben habt?
Wenn jemand was anderes sagt, würde er lügen. Natürlich sind wir stolz drauf, dass wir da einiges bewegen haben können und dürfen und dass wir das Glück haben, dass es so ist, wie es ist.

Jetzt noch zu etwas ganz Anderem: Wir alle kennen ja die tolle Castingshow „Die große Chance“, wo mit Sido auch die Rapszene vertreten ist. Käme es für die Vamummtn jemals in Frage, bei so etwas mitzumachen?
Gegenfrage: Warum sollten wir das tun?
Größer, als wir gerade sind, ist in Österreich schwer möglich. Und wir sind jetzt unsere eigenen Herren, wir können tun und lassen, was wir wollen und somit stellt sich die Frage gar nicht.
Es stellt sich vielleicht eher die Frage: Was ist, wenn wir anfangen zu casten? (alle lachen)

Wenn es soweit ist, sagt uns Bescheid, das wollen wir nicht verpassen! Beim Interview kommen wir jetzt auch schon wieder zum Schluss. Letzte Frage: Wie sehen eure kommenden Pläne aus?
Konzerte, Konzerte, Konzerte! Eventuell einmal ein Video, nicht mit dem iPhone aufgenommen. (lachen)
Ein Mix Tape vielleicht wieder nächstes Jahr im Frühjahr. Wir haben eigentlich genug Sachen, uns rennt eigentlich die Zeit davon. Die grauen Haare werden auch immer mehr.
Was wir machen oder nicht steht in den Sternen. Wir machen das, was uns gefällt. Was passiert, passiert.
Lasst´s euch überraschen!

Danke Vamus!

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