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Fenech-Soler

Fenech-Soler

Am Donnerstag, den 20.10. ging im Wiener Fluc eine Show voller tiefer Bässe, Synthesizer und Gänsehaut über die Bühne. Bevor das britische Quartett Fenech-Soler ihre wilde Show boten, verwöhnte ein sehr extraordinärer Support das Publikum.

 

Eröffnet wird der Abend von einem Herren, der sich erst auf den zweiten Blick als solcher herausstellt. Hinter einer Mähne, bei deren Anblick selbst Kaiserin Sissi vor Neid erblassen würde, verbirgt sich ein liebliches Stimmchen mit bombastischen Ausdruck. Crazy Bitch in a Cave nennt sich der Künstler, dessen Stimme der i-Punkt eines elektronischen Potpourri ist. Auch optisch lässt er mit seinem bodenlangen, engelsgleichen Flatterkleidchen nichts anbrennen. Gleich nach seinem Auftritt verrät mir Crazy Bitch in a Cave, dass sein Debutalbum Particles gerade erschienen ist. (Ein Tipp für alle, denen Easy Listening zu langweilig ist: Hört mal hinein!)

Crazy Bitch in A Cave

Doch dann geht der Abend erst richtig los – Fenech-Soler betreten die Bühne und versprühen von Anfang an eine mächtige Portion Energie. Sobald die ersten Töne von „Battlefields“ erklingen, kommt auch das Publikum in Bewegung und tanzt mit Sänger Ben Duffy um die Wette. Auch der Lichttechniker tobt sich so richtig aus, und dass das Fluc in puncto Sound weit oben rangiert, ist zwar keine Neuigkeit, dennoch immer wieder erwähnenswert. Als Besucher bleibt einem hier nichts anderes übrig, als sich dem die Magengegend sanft massierendem Bass ganz hinzugeben.

Fenech-Soler Publikum

Auf der Bühne wird unterdessen flink zwischen Instrumenten und zahlreichen Mischern getauscht, gewechselt und hantiert. Fenech-Soler lassen keinen musikalischen Höhepunkt aus, sodass jeder auf volle Kosten kommt. Electro-Pop, Boygroup-Punk und Indie-Trash vereint. Wie im Flug ist man plötzlich am Ende der Setlist angekommen – zwar haben die Vier diesmal ihre Glitzeroutfits zu Hause gelassen, doch dafür glitzert es in ihren Augen, wenn sie sich beim Publikum bedanken und verprechen, bald wiederzukommen.

Fenech-Soler Fenech-Soler

Keine drei Sekunden nachdem sie von der Bühne verschwunden sind, taucht die Band in voller Besetzung beim Merchandise-Stand auf. Auch ich nütze die Chance auf einen Plausch und bekomme vollkommen unverhofft eine Jutetasche geschenkt.

Unterm Strich: Einprägsamer Supportact, Vollgas im Hauptprogramm, Authentizität und Sympathie als Draufgabe. Was will man mehr!

 

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