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Freundschaftsspiel W4tel:Wien – B72

Freundschaftsspiel W4tel:Wien – B72

Waldviertler Power von Sletzte Moi, harmonische Vibes von Curt und natürlich die CD-Release Show von Sign Of Decay. Das alles und mehr gab es gestern Abend im B72 zu sehen und wir waren live dabei.

 

Um 20:40 Uhr begann für uns der gestrige Konzertabend und da hatten die Waldviertler von SLETZTE MOI Bühne und Publikum schon fest in Beschlag genommen. Ist die Show vielleicht an manchen Stellen ausbaufähig, so war sie doch auf jeden Fall eines, nämlich authentisch. Nicht zuletzt durch Wolfgang Frosch, bekannt von den Urgesteinen BLUESPUMPM, der die zwei jungen Burschen an Gitarre und Schlagzeug am Bass unterstützte.

Nach einem Lied darüber, wie „mei Bruada auf da Maxi noch Triest“ gefahren ist, stimmt Sänger David Stellner auch das allseits bekannte Hupf in Gatsch von GEORG DANZER an. Da war natürlich Mitgrölen angesagt, wobei sich das Waldviertler Publikum in der ersten Reihe besonders hervortat.

Nach der bodenständigen Mundart von SLETZTE MOI ließen dann die fünf Mannen von CURT ihre englischen Texte hören. Nach ganz kurzen Growl-Ansätzen am Anfang der Show, beschränkten sie sich dann eher auf Clear Vocals zu ihrem Alternative Rock. Passte auch besser, denn die spannende Melodieführung ihrer Songs überzeugte auf ganzer Linie und hat eindeutig Wiedererkennungswert. Auch CURT hatten erstens ein Lied über ein motorisiertes Zweirad und zweitens ein Cover im Gepäck. Es war das energiegeladene Yeeha der deutschen Rockband TAPE.

Da man ja bekanntlich aufhören soll, wenn es am schönsten ist, verfolgten auch CURT gestern Abend diese Strategie. Bei den letzten beiden Nummern machten sie einen stilistischen Schwenk und konnten mit Sprechgesangelementen das Publikum so richtig begeistern. Und dann war´s auch schon vorbei.

Doch die Trauer währte nur kurz, denn wenige Minuten später standen SIGN OF DECAY auf der Bühne. War unser Lob bei der CD-Kritik von We Don´t Give A Fuck noch ein wenig verhalten, so müssen wir für die Live-Performance definitiv noch ein paar Sternchen drauflegen. Spitzen Sound, eine tobende Menge und Songs, bei denen man live einfach nicht stillstehen kann, dominierten die Show. Ein Circle Pit ist sich beim melodischen Metal der sechs leider nicht ganz ausgegangen, dafür wurde exzessiv headgebangt. Eine kurze Unterbrechung gab es nur bei den beiden Balladen Out Of Control und Suicide, bei denen es beinahe andächtig stimmungsvoll im B72 wurde. Wie schon beim Album muss man auch hier wieder die Qualitäten von Violinist Raphael Widmann hervorheben. Er steuert nicht nur sein gekonntes Instrumentalspiel bei, sondern auch Growlen und Clear Vocals, was den besonderen Stil von SIGN OF DECAY perfekt abrundet.

Nach so einem Abend bleibt eigentlich nur zu sagen: Wenn es zum Rückspiel Wien:W4tel kommt, sind wir garantiert wieder dabei.

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