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Friska Viljor – WUK

Friska Viljor – WUK

Ein Abend voller Witz, Spannung und Lebensfreude ging am 7. November im WUK über die Bühne. Hier gab es nicht nur die von Friska Viljor verkündete „Kindermusik mit erwachsenen Texten“, sondern auch eine Liebeserklärung an das Publikum.

 

Als sich pünktlich um 20:00 Uhr die Türen zur Konzerthalle des WUK öffneten, füllte sich selbige sogleich mit einer beachtlichen Menge gut gelaunter Konzertbesucher. Man ließ diese auch nicht lange warten, ehe der Supportact William The Contractor die Bühne betrat.

Ein Mann, ein Hut, eine Gitarre, zwei Trommeln. Ganz im Stil der Singer/Songwriter-manier trug er, stets sympathisch schmunzelnd, drei Lieder vor und begleitete sich dabei selbst stampfend an Bass- und Snaredrum. Als er unverhofft Unterstützung in Form eines Bassisten (ebenfalls mit eigener Trommel!) erhielt, ließ die rege Plauderei im Publikum langsam nach. Ein paar Lieder später dann die zweite Überraschung: Zwei weitere Musiker an Keyboard und Gitarre. Man lauschte aufmerksam dem fülligen Klang. 


Eine kurzweilige Handvoll Songs danach dachte sich der singende Schwede wohl: „Einer geht noch“, und holte kurzerhand noch einen Schlagzeuger auf die Bühne. Selbst jetzt verlor der Auftritt jedoch nicht seinen ursprünglichen Charme. Im Gegenteil, William The Contractor erntete viel wohlverdienten Applaus und konnte die Menge schon vor dem Hauptact zum Tanzen animieren. So soll‘s sein!

Schon nach einer kurzen Pause ging die Sause mit den Burschen von Friska Viljor weiter. Gleich zu Beginn wurde die Zuschauermenge ordentlich gefordert. Die Truppe reihte eine kaum enden wollende, pausenlose Strecke von tanzbaren Songs aneinander, die ausgiebig vom Publikum gefeiert wurde. So manch einer atmete bestimmt erleichert auf, als schließlich drei der fünf Musiker die Bühne verließen. Nur die Urväter der Band, Joakim Sveningsson und Daniel Johansson, hielten die Stellung.

 

Es folgten einige ruhigere Stücke, die vom eingängigen Gitarrenspiel, der Harmonica und dem zweistimmigen Gesang lebten. Der Stimmungswechsel diente vielen als Anlass, die Tanzpause als Kuschel-und Schmusegelegenheit zu interpretieren. Bald waren die Schweden jedoch wieder vollzählig zugegen und ließen die Saiten ihrer Instrumente vibrieren.

Jetzt war Zeit für ein paar Klassiker aus ihrem Repertoire. Mit „On And On“, „Arpeggio“und „Oh Oh“ versorgten Friska Viljor ihr Publikum mit flotten Rhythmen. Viel zu schnell war das Ende des Konzerts und damit die Zugabe gekommen, doch hier kamen heimliche Goldkehlchen mit „Daj Daj Die“ voll auf ihre Kosten.

Der aufgeheizten Menschenmasse war das jedoch nicht genug. Sie forderte eine weitere Zugabe von der Band und wurden nicht enttäuscht. Mit „Old Man“ setzte die schwedische Combo dem Tanzbär die Krone auf und verabschiedete sich mit „I Gave My Life“ vom Wiener Publikum.

Doch die wollten einfach nicht nach Hause, blieben hartnäckig stehen und klatschten so lange, bis sich Friska Viljor tatsächlich für eine dritte Zugabe auf die Bühne wagten. Auf das, was jetzt kam, hatten die meisten gewartet: „Shotgun Sister“ wurde in voller Länge und Breite hocherfreut ausgekostet. Selten hat man Zuseher so enthusiastisch und einstimmig mit einer Band singen hören. 
Am Ende waren auch die Fünf sichtlich begeistert von ihren Fans und bedankten sich herzlich. DAS war ein Geben und Nehmen, eine Symbiose zwischen Musikern und ihrem Publikum wie aus dem Bilderbuch. Grandios!

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