Home   /   Interviews  /   GARY im Interview

GARY im Interview

GARY im Interview

Es gibt wieder einmal ein Interview für euch. Diesmal haben wir die Band GARY vor ihrer Show am 15. September im Wiener Chelsea getroffen und sie nach dem nahenden Herbst, dem ausgeborgten Schlagzeug und ihrem neuen Album gefragt.

 

 

Man merkt schön langsam das der Herbst da ist. Ihr habt jetzt erst kürzlich eine EP namens „Snowcats“ veröffentlicht, freut ihr euch schon auf die kalten Tage?
Alle: Ja!
Astrid: Naja, nachdem wir jetzt wieder in Wien sind. Das Wetter finde ich, kann man noch nicht die kalten Tage nennen, aber dann der Herbst…
Robert: Der goldene Oktober im Wienerwald. Ich muss sagen, dass ich mich schon sehr auf den Herbst freue. Der Sommer war, fand ich gut, aber irgendwann Ende September freue ich mich schon wieder auf Regen und Wolken. Dann muss man nicht immer raus gehen oder braucht die Vorhänge nicht zuziehen, wenn man morgens weiterschlafen will.

Im Vorfeld des Konzerts habe ich gelesen, ihr habt nach einem Schlagzeug zum Ausborgen gesucht. Was ist denn passiert?
Robert: Drei Viertel der Band sind mittlerweile in Berlin ansässig und ein Viertel, der Schlagzeuger, ist immer noch in Hamburg. Deshalb ist das Schlagzeug auch in Hamburg und es war günstiger ein Schlagzeug zu leihen als es von Hamburg nach Berlin zu bringen.

Aber der Schlagzeuger ist ok, oder?
Rasmus: Ja, dem geht’s gut!
Robert: Der beste Schlagzeuger aller Zeiten!

Also ist die Band Heimat, wenn man es so sagen kann, Berlin?
Robert: In letzter Zeit ja, aber ich glaube es gibt keine Band Heimat für die Band GARY.



Ihr nehmt ja gerade ein neues Album auf oder habt es aufgenommen. Wie waren die Arbeiten?
Robert: Sehr gut. Wir haben das erste Mal nicht jeder seine Instrumente nach und nach eingespielt, sondern immer Lied für Lied gearbeitet. Das war für uns eine sehr neue Art zu arbeiten, deshalb sind die Songs viel unterschiedlicher am kompletten Album. Und mehr Unterschiede in den einzelnen Liedern. Das ist, glaub ich besser als es vorher war, schätze ich. Ja wir haben sehr viel Wein getrunken, lange gearbeitet, von morgens um elf bis nachts so um zwei, drei. Es hört sich zumindest im Moment so an, als hätten wir alles relativ richtig gemacht.

Wann kommt es raus und habt ihr schon einen Albumtitel? Weil der Titel des letzten Albums war mit „One Last Hurrah For the Lost Beards Of Pompeij“ ja ziemlich kreativ.
Robert: Der Nächste wird wahnsinnig langweilig. (Alle lachen) Nein, es gibt noch keinen Titel – aber rauskommen soll es im Januar, Jänner. Tschuldigung.

Was ist der Vorteil, wenn man bei seiner eigenen Plattenfirma unter Vertrag ist?
Robert: Der Vorteil ist, dass man alles selber entscheiden kann, der Nachteil, dass für die Entscheidungen das Geld fehlt. (lacht) Aber ja, man ist unabhängiger und muss sich nicht mit irgendwelchen Leuten herumschlagen, die das irgendwie studiert haben, Marketing oder so. Die einem immer irgendwelche seltsamen Wörter an den Kopf schmeißen. Man kann selber entscheiden, wie man nach außen treten möchte. Ach, das ist auch schon wieder irgendein Manager-Ding. Wie man nach außen treten möchte mit dem Produkt. Nein, wie man gesehen werden will… (alle lachen) Oder was nicht alles. Es gibt niemanden der sagt das Bandfoto ist blöd oder das Cover-Design ist scheiße, das kann man selber entscheiden. Dann hat man auch mit sehr vielen, sehr lieben Leuten zu tun. Gerade bei einem kleinen Label rennt alles über freundschaftliche Verbindungen ab.

Was wollt ihr mit eurer Musik beim Hörer bewegen?
Robert: Wohlwollen. Durst und Wohlwollen.

Was war euer schönstes Konzert?
Robert: Für mich, glaub ich letztes Jahr in Augsburg.
Astrid: Ja, das war sehr schön!
Robert: Da haben wir in einem halb besetzten Haus gespielt, es war wahnsinnig voll, ausverkauft. Sehr sehr nette Menschen, sehr kleiner heißer Raum, sehr laut,…

Glaubt ihr, ist Roberts Berühmtheit als Schauspieler eher ein Vorteil oder ein Nachteil für die Band?
Robert: Die Fragen danach sind ein Nachteil. (lacht) Also mittlerweile glaub ich, dass jede Band irgendein besonderes Gadget haben muss und wir sind hald die Band mit Schauspieler, wie die Band mit den roten Turnschuhen, die Band mit den abrasierten Hälften vom Kopf, die Band mit der Sängerin, die sich mit Stricknadeln die Augen aussticht auf der Bühne. Es gibt alles und bei uns ist eben ein Schauspieler in der Band. Aber wir würden heute wahrscheinlich nicht im Chelsea spielen, wenn ich nicht dabei wäre. Allein dafür, dass mehr Leute als vielleicht normalerweise auf solche Musik aufmerksam werden würden, aufmerksam werden, allein dafür lohnt sich das.

Die Schlussworte gehören euch. Wollt ihr den Lesern noch irgendetwas mitteilen?
Rasmus: Geht an den See, solange es noch geht!
Robert: Duscht mehr, man sollte viel duschen.
Rasmus: Solange wir noch Wasserressourcen haben.
Robert: Ich glaube, wir werden noch lange welche haben. Das ist das, was uns unterscheidet von denen die hald keine haben. Ansonsten, wenn wir das nächste Mal in Wien spielen, dann kommt, auch wenn ihr heute nicht gekommen seid.

Vielen Dank für das Interview!

Wie uns das Konzert gefallen hat, könnt ihr übrigens mit schönen Fotos untermalt hier nachlesen.

Home   /   Interviews  /   GARY im Interview
Vanessa Spanbauer
"Stop trying to fit in - when you were born to stand out!"
Related Article
One Comment