Gedanken zum Musikbusiness

Andreas Straßmayr 2. Oktober 2011 0
Gedanken zum Musikbusiness

Zwei Redakteure und die Frage nach der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Popmusik. Gesammelte Gedanken und Anregungen, die zum Nachdenken anregen sollen. Schaut rein und gebt euren Senf dazu. Wir würden uns freuen!

Musik? Was ist, was war, was bleibt? Woher kommen diese “Hits”? Wird es sie immer geben? Sind sie ein Relikt der Vergangenheit? Stellt sich doch die Frage, ob wir inkontinent im Rollstuhl sitzend auf unvergessliche Songs anno 2011 zurückblicken können? Deep Purple, The Beatles und Rolling Stones. Man kennt sie heute und wird sie – voraussichtlich in 70 Jahren – noch kennen. Doch wie werden sich unsere heutigen Sternchen halten? Es bleibt die Frage ob “Poker Face” zu einem “Smoke on the Water” werden kann: “Hit me Baby One more Time” zu einem “Take on me”? – Wahrscheinlich nicht! – Warum?

 

Liegt es vielleicht daran, dass die typischen heutigen “Hits” “Retorten-Songs” sind? Also die musikalischen Werke möglichst genau auf die Wünsche des derzeit kaufwilligen Publikums gezimmert werden. Jeder, der laut Label kommerziell verwertbar ist – und dabei vielleicht noch gut aussieht – kann heutzutage Top 10 gehen. Selbstgeschrieben? Scheißegal! Hauptsache das Ding wirft genug Profit ab. Die Wünsche oder Ziele des “Künstlers” gibt es nicht, bleiben dabei oft vollkommen auf der Strecke oder schaffen es nicht einmal über die Startlinie. Das Wichtigste ist, dass die Plattenbosse die richtigen Songwriter eingestellt haben – ein “Star” zu diesem Song ist schnell gefunden. Ist das Kunst?

Ja, es ist die Kunst zu wissen was funktioniert. Die Vermarktung über den Künstler zu stellen. Anders zu sein, ist die neue Kunst. Scheißegal, wie gut der Song ist. Was wäre ein “Poker Face” ohne exhibitionistische Lady Gaga? – Ist Natalia Kills die neue Lady Gaga? Wo bleiben dabei die unvergesslichen Melodien? – Offensichtlich vergessen. “Smoke On The Water”, “Smells Like Teen Spirit” oder “Nothing Else Matters”. Generationslose, grenzgeniale Nummern, die sich unvergesslich in unser Gedächtnis eingebrannt haben. Johnny Cash würde im Grab rotieren. Werden wir also an heutige Number 1 Hits zurückdenken oder sind sie nur das Produkt der skrupellosen Plattenmaschinerie?

Haben die Popsternchen à la Britney Spears oder Christina Aguilera das Zeug in unsere persönliche Hall of Fame einzuziehen? Oder ist die Musik heute zu ausdifferenziert, um derart breitenwirksam zu sein? Wir wissen’s nicht … Was meint ihr?

Bist du schon Teil der enemy.at Familie?schliessen
oeffnen