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Härter die Glocken nie klingen

Härter die Glocken nie klingen

Die nicht von Allen geliebte Weihnachtszeit ist da und egal wo man sich befindet, wird man mit den immer gleichen Liedern beschallt. Grund genug für uns euch ein paar Alternativen zu zeigen. Wer’s besinnlich UND rockig mag hier entlang!

Während der erste Schnee langsam auf die Straßen fällt, drängen sich in Windeseile die Weihnachtsalben in die Regale. Wie in jedem Jahr fühlen sich etliche Musiker dazu berufen, ein Weihnachtsalbum zu veröffentlichen. Darauf befindet sich in der Regel wenig revolutionäres, eher Cover von Songs, die bereits gefühlte tausend Mal gecovert wurden. Zeit die Aufmerksamkeit auf die Versionen zu lenken, die nicht mit Weichspüler gewaschen wurden!

Den Anfang machen wir mit dem wohl erfolgreichsten und zugleich meistgehassten von ihnen allen; „Last Christmas“. Im Original von George Michaels Band Wham! wird es seit der Veröffentlichung 1984 jedes Jahr im Radio gespielt. Die Version der New Yorker Band Roses Are Red finden wir aber auch nicht schlecht.
Zu Finden ist die auf der „Taste Of Christmas“-Compilation, die 2005 auf den Markt kam. Alle Interpreten darauf waren schon Mal bei der Taste Of Chaos-Tour dabei. Hört sich doch vielversprechend an!

 

Auch „All I Want For Christmas“ wurde schon vor geraumer Zeit released und kommt seither wieder wie ein Bumerang. Wer von Mariah Careys beeindruckend hohen Tönen jedoch die Schnauze voll hat, findet vielleicht Gefallen an der Version der Punkrocker Zebrahead. Gute Laune ist beim Hören jedenfalls garantiert.
(Die Version ist übrigens als Bonus Track auf ihrer Cover-CD „Panty Raid“.)

Von weit über 100 Interpreten wurde „Santa Claus Is Coming To Town“ in den letzten rund 70 Jahren neu interpretiert. Musikalisch geht es dabei quer durch den Gemüse- ähm, Genregarten und dabei ist nicht nur die englische Sprache vertreten. Klar dass auch die deutschen Spaßpunker von Wizo es nicht lassen konnten, sich den Song und Text vorzunehmen. „Santa Claus is coming, He´s the big fat man with long white…“.

1998 entschlossen sich die vier Mitglieder Judas Inocenti, Johannes der Säufer, King Scratch Salomon und Cardinal Mendoza der Band Die Roten Rosen dazu, ein Weihnachtsalbum aufzunehmen. Kenner wissen schon, von welcher Band hier wirklich die Rede ist. Die Toten Hosen haben sich die Mühe gemacht, deutsche und englische Klassiker der Weihnachtszeit neu zu arrangieren. Umgetextet wurde zu unserem Vergnügen auch hier und da, aber ich will ja nicht zu viel vorwegnehmen. Hört euch einfach selbst „Wir warten auf’s Christkind“ an! Ein paar eigene Weihnachtssongs der Hosen sind nämlich auch drauf.

Für alle die Weihnachten wirklich so gar nicht abkönnen, haben wir nun das richtige Weihnachtslied. Klingt paradox, ist aber so. Denn Blink-182 nehmen sich in „Won’t Be Home For Christmas“ kein Blatt vor den Mund und singen dass, was sich jeder Weihnachtshasser denkt: „It’s Christmas time again, It’s time to be nice to the people you can’t stand all year.“ Das lässt doch jedem Adventsgegner warm ums Herz werden oder? Diese und weitere lustige Hasspredigen könnt ihr euch rhythmisch zur Musik hier reinziehen. Warum Blink-182 zu Weihnachten übrigens nicht zu Hause sind? Im Stau wie Chris Rea stehen sie jedenfalls nicht, so viel sei verraten.
(Der Song ist Teil der „A Santa Cause – It’s A Punkrock Christmas“-Compilation, auf der u.a. auch die aufgelösten Fall Out Boy oder The Mighty Mighty Bossstones vertreten sind.)

 Zu guter Letzt will auch Arnold Schwarzenegger euch ein frohes Fest wünschen. Na gut, nicht er persönlich, aber sein Alter Ego bei der Austrian Death Machine. Die haben sich den Klassiker „Jingle Bells“ zur Brust genommen. Wie sich das anhört, muss ich Kenner der Band wohl nicht erklären. Die lesen diese Zeilen wahrscheinlich gar nicht mehr und haben direkt auf Play gedrückt. Euch anderen sei gesagt; worauf wartet ihr noch? Play drücken und abrocken! Heavy Christmas!

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