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Jupiter Jones – Arena

Jupiter Jones – Arena

Jupiter Jones besuchten uns im Rahmen ihrer Konvoi-Tour am 10. November in der Arena Wien. Mit im Gepäck hatten sie die Wiener My Glorious. Was an dem Abend so geschah und wie sich beide Bands so geschlagen haben, lest ihr hier.

 

My Glorious

Für den Einstieg in den Abend sorgte das Wiener Indie-Rock-Trio My Glorious. Man merkte ihnen die Freude durchaus an, wieder einmal in der Heimat zu spielen, hatten sie doch schon die Ehre Jupiter Jones drei Wochen durch Deutschland zu begleiten. Nachdem gleich beim ersten Song das In-Ear-Monitoring des Sängers versagte, wurde dieser in der Wartezeit, bis eine Lösung für das Problem gefunden wurde, zum Witzeerzähler. Für ordentlich Stimmung sorgte dann das eingängige „You Should Be Dancing“. Besonders stach jedoch die Drum-Einlage hervor, bei der sich sowohl Sänger als auch Bassist zu ihrem Kollegen am Schlagzeug gesellten und eine Menge Jubel damit einheimsten.

 

Jupiter Jones

Nachdem der Konvoi schon ins Rollen gebracht war, wurde es Zeit die volle Fahrt aufzunehmen. Gegen 22:08 Uhr betraten Jupiter Jones die Bühne und legten gleich mit „Alter Mann wo willst du hin“ los. Sie zeigten sich sichtlich erfreut darüber, dass es ihnen diesmal erlaubt war, in der großen Halle der Arena spielen zu dürfen, nachdem sie zuletzt die Kleine Halle beehrten. Spätestens bei ihrer Single „ImmerFürImmer“ die mit einem Opus „Live is Life“-Intro daherkam, lockerte sich die Stimmung im Publikum und es wurde munter mitgesungen. Sänger Nicholas Müller hatte an diesem Abend einiges zu sagen bevor es mit „Sonne? Scheint!“ weitergehen konnte und meinte, dass es notwendig sei, etwas dagegen zu tun, dass wir langsam alle den Bach runter gehen – „…Ihr müsst ja keine fliegenden Ärzte werden, ihr müsst nicht mal nur noch kurz die Welt retten. Bevor ihr 148 Mails beantwortet, geht lieber auf die Straße und helft einem Penner…“- Die Masse gab ihm recht und applaudierte lautstark.

Jupiter Jones

Etwas ruhiger wurde es dann bei dem Song, in dem es sich um das Leben in einer gewissen Metropole dreht, das schöne „Berlin“ nämlich. Wenn es songtechnisch rockiger wurde, bildete sich gar ein kleiner Moshpit. Es wurde sich dafür bedankt Berufsmusiker sein zu dürfen, denn mit dem Erfolg des nächsten Songs auf der Setlist, dem Chart-Hit „Still“, hätten sie wahrlich nie gerechnet. Und wenn der Sänger schon ehrlicherweise zugibt, diese Ansage jeden Abend zu machen, geben wir zu, dass wohl ein nicht zu verachtender Teil des Publikums nur wegen genau diesem Lied erschienen ist. Als Zugabe rundeten „Hey! Menetekel“ und „Eine Landjugend“ das ganze Konzert ab. Jupiter Jones, es war still, es war etwas lauter, es war melodisch, es war fetzig und es war vor allem eines, verdammt schön.

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Vanessa Spanbauer
"Stop trying to fit in - when you were born to stand out!"
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