Korn – The Path Of Totality

Julia Bröderbauer 30. Dezember 2011 0
Korn – The Path Of Totality

Korn meets Electronic. Kann das gut gehen? Können Electronic und Dubstep zu Korn passen? Ist das Ergebnis dann noch Korn? Wird man sich als alter Fan vor den Kopf gestoßen fühlen? Könnten sich gar neue Fans finden? Hier ein paar mögliche Antworten.

In Musikfilmen gibt es ja immer diese schicksalhaften Szene, in denen der Protagonist des Films seinen Song im Kopf hat und ihn einer Eingebung folgend mit der Umgebung in Verbindung bringt. Das Ergebnis ist dann meistens der perfekte Song schlechthin.
Stellen wir uns also vor, wir hören Korn im MP3-Player und betreten einen Dance Club….

…und bei den ersten Takten von Song Nummer eins „Chaos Lives In Everything“ übertönt das Clubgeschehen den MP3-Player und man ist kurz geschockt. Schon bald aber mischt sich die fantastische Stimme von Jonathan Davis wieder dazu. Man enspannt sich wieder und beginnt, auf die feine Mischung zwei so unterschiedlicher Stile zu achten.

Genauso läuft es eigentlich auf der ganzen Platte. „The Path Of Totality“ ist bis an den Rand vollgepackt mit elektronischen Elementen, die den an Korn gewohnten Hörer im ersten Moment verschrecken mögen. Bald aber vereinigen sie sich zu einer spannenden und richtig extravaganten, hörenswerten Mischung. Nach nur wenigen Tracks kann man das Album richtig genießen.

Vor allem bei den Kooperation mit dem niederländischen Drum’n’Bass Trio Noisia fällt das leicht. Denn „Kill Mercy Within“, „Burn The Obedient“ und „Let´s Go“ sind verhältnismäßig nahe an Albekanntem von Korn. Bei letzterem Song drängt sich zudem ein Vergleich mit Pendulum auf. Fans der Drum’n’Bass Giganten könnten sich demnach für das neue Korn Album sicher auch begeistern.

Das absolute Highlight des Album für mich persönlich ist eindeutig „Bleeding Out“ feat. Feed Me. Völlig unerwartet startet ein Intro allein am E-Piano, wird von zarten elektronischen Beats unterbrochen, mischt sich jedoch bald mit ihnen und vereint sich zu einem Song mit epischer Schönheit und imposanter Größe.

Allgemein kann man sagen, dass, so unterschiedlich die verschiedenen Electronic Produzenten auf dem Album sind, so unterschiedlich auch die Songs auf dem Album sind. Fest steht außerdem, dass man sich ein großes Stück weit auf die neue Platte einlassen muss, um sie mögen zu können. Aber man kann. Auch als alter Korn Fan.

In aller Kürze

Korn
“The Path Of Totality”
VÖ – 02.12.2011

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