Mimas – Lifejackets

Andreas Straßmayr 9. Juni 2011 0

Warme, träumerische Klänge aus dem kalten Dänemark. Eine Besonderheit? Anscheinend ja, denn Mimas sorgt mit Lifejackets für eine willkommene Ruhezone für Genießer und Experimentierfreunde. Was das Album so einzigartig macht, erfährt ihr hier.

Es ist schon das zweite Album der Dänen. Interessanterweise sind sie ihrem experimentellem Stil treu geblieben. MIMAS sind eine von diesen Bands, die man nie im Radio hören oder im Music TV sehen wird – allerdings erweitert das Hören von solch experimenteller Musik eindeutig den musikalischen Horizont. Neben Standard – Instrumenten wie E- Gitarre oder Schlagzeug erwarten den Hörer akustische Abenteuer mit Trompeten, Klavieren und menschlichen Lauten (Klatschen, Bellen, usw.) Zudem wird in fast allen Liedern mit Samples gearbeitet. Stimmig abgerundet wird das experimentelle Abenteuer durch Sänger Snævar Njáll Albertsson.

 

Der Stil von MIMAS beinhaltet Elemente von Indie – Rock, allerdings gibt es sehr starke experimentelle und künstlerische Einflüsse – somit würde sich das Genre am ehesten als „Experimental Indie – Art – Rock“ beschreiben. Das Klima der Musik lässt sich schwer einordnen – am ehesten stellt man sich ein zweites San Francisco an der dänischen Küste vor – Dichter Nebel in der Früh, gegen Nachmittag jedoch Sonnenschein und am Abend eine Menge Regen.
Das Album ist sehr stimmig – es baut sich schön auf, erzeugt einen verträumten akustischen Höhepunkt und lädt zum Entspannen ein. Den Ausklang des Albums bildet ein ruhiges, progressives Klaviersolo, das der verträumten Odyssee eines Städtereisendes der 70er nahe kommt – Hier spürt man viele Einflüsse der amerikanischen avantgardistischen Größen.

Zusammenfassend lässt sich jedoch sagen, dass die Platte Lifejackets keinesfalls für den Standardhörer gedacht ist. Das Album ist eine Perle am Art – Rock Firmament, und benötigt seine Zeit, um sich zu entfalten. Einzig der Song Rotting Rodents könnte außerhalb der Indie – Szene erfolgreich punkten. Die meisten Songs sind keinesfalls Massentauglich. Die Jungs von MIMAS benötigen ihre Zeit – wer ihnen diese Zeit jedoch gibt, bekommt als Belohnung ein schönes Album voller stimmiger Melodien und Klänge, welche dem avantgardistischen Hörer viele Minuten akustischer Träumereien schenken.

In aller Kürze:

MIMAS
Lifejackets
bereits erschienen

 

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