Neaera im Interview

Alexander Blach 9. Oktober 2011 0

Am 8.10. spielte die deutsche Metalband Neaera gemeinsam mit Der Weg einer Freiheit und zwei österreichischen Supportbands in der Szene Wien. Wir nutzten die Gelegenheit und trafen Bassist Benjamin Donath zum Interview.

Ich hab auf eurer HP gelesen, dass ihr bereits sechs neue Songs geschrieben habt. Was kommt da auf uns zu? Was kann man vom neuen Material erwarten?
Es ist alles ziemlich melodiös, aber im Grunde typisch für uns – Trademark-Neaera mäßig! Es geht ein bisschen in eine eingängige, prägnante Richtung – melodiöser wie gesagt. Also das ist der erste Eindruck, den ich so hab. Es sind mal die ersten sechs Dinger, man muss mal probieren, wohin die nächsten sechs gehen. Aber bei der sechsten Platte, weiß man auch, was man kriegt. Ist ja normal so!

Ihr spielt in der nächsten Zeit ein paar Konzerte. Gibt’s einen Stopp, auf den ihr euch schon besonders freut?
Wieder mal nach Russland zu ballern, ist natürlich großartig. Die Ausland-Shows haben immer einen gewissen Reiz. Das erste Mal in Russland haben wir in Moskau und St. Petersburg gespielt, sind ohne Erwartungen hingeflogen und beide Shows waren dann ausverkauft. Die Leute hauen sich die Schnauze ein dort – also nicht, dass ich das gut finde, aber die gehen einfach tierisch ab.

Was ist das größte Problem am Touren?
Warten, das ganze Warten! Wenn vielleicht das Wetter draußen scheiße ist, bist du den ganzen Tag im Club festgenagelt und musst irgendwie die Zeit rumkriegen.

 

 

Was war euer verrücktester oder seltsamster Gig?
Wir haben mal in einem Steakhouse in Italien vor 25 Leuten gespielt. Nachdem wir für eine Distanz von 200 Kilometern wegen eines Schneechaos ca. zehn Stunden gebraucht haben. Zuerst wollten sie uns nicht spielen lassen, aber irgendwann durften wir dann doch. Aber immerhin haben die 25 Leute ordentlich abgefeiert. War gut letztendlich.

Wenn ich euren Tourbus betreten würde, was wäre das Schlimmste was ich finden könnte?
Wir sind ja alle leider schon so ekelhaft gesetzt – so ans Touren gewöhnt. Früher weiß ich noch, da hättest du dabei sein müssen, da hättest du uns wahrscheinlich erleben können, wie wir nackt im Bus Fußballspielen, während vorne die Musik läuft. Das ist wirklich passiert.

Kommen wir zu den Fans: Was war euer verrücktestes oder seltsamstes Erlebnis mit einem Fan?
Verrückt, im absolut positiven Sinne, finde ich immer, wenn sich Leute unser Logo tätowieren lassen. Wir hatten eine Sache, da ist ein Fan gekommen und wollte, dass wir alle auf seinen Rücken unterschrieben, damit er sich das dann tätowieren lassen kann. Das ist schon irgendwie verrückt. Das haut einen um, das ist geil!

Wie denkt ihr als Deutsche über uns Österreicher? Was ist das Erste das euch einfällt?
Österreich ist immer geil. Wir sind hier nie enttäuscht worden. Sei’s, wenn man irgendwo zum ersten Mal spielt oder wie heute zum 13. Mal. Es ist eigentlich immer geil.

Welchen Song würdet ihr gerne geschrieben haben und warum?(denkt nach) Ich finde „Orion“ von Metallica ist ein geiler Song von der besten Metalplatte, die es gibt. „Fucking Hostile“ von Pantera würde ich auch gerne geschrieben haben, damit wir den spielen könnten.

Was ist deiner Meinung nach neu und schlecht?
Die Finanzkrise, die sich jetzt wieder einstellt. Die ist neu und alt und scheiße!

Neu und gut?
Unsere nächste Platte (lacht)! Oder der Toaster bei uns in der Küche. Wahrscheinlich wird die nächste Folge von „Breaking Bad“, das Staffelfinale, sehr gut sein.

Deine letzten Worte?

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