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Orphaned Land – Viper Room

Orphaned Land – Viper Room

Was für ein Abend! Kleine Location, durchschnittliches Publikum, aber eine Leistung, die ans Überirdische grenzt. Selten hat Wien solch ein überwältigendes und den Verstand raubendes Konzert erlebt, wie an jenem Abend.

 

Wenn sich heißer Wüstensand, der Glanz des Toten Meeres und die zarten, jedoch berauschenden Klänge arabischer Instrumente mit Metal kreuzen, entsteht etwas Unfassbares. Vier Bands, die man dem „Middle Eastern Metal“ ehestens zuordnen könnte, versüßten uns am 06.12.2011 im Viper Room in Wien den Abend.

Es begann unspektakulär Artweg aus Frankreich – Der Saal war zu diesem Zeitpunkt recht leer und der Auftritt der Band endete schneller als er begonnen hatte. Opener haben es leider nicht leicht – jedoch ist auch die Tatsache essentiell, dass sich französischer Hardcore einfach schlecht anhört.

Reifer und erfahrener präsentierte sich Arkan, mit der arabisch/indisch-tanzenden Co-Sängerin. Arkan ist eine Band, die sich im Studio wirklich cool anhört – auf der Bühne jedoch bemitleidenswert untergeht. Praktisch alle orientalischen Samples wurden via Macbook Air eingespielt – da half selbst das Versteckspiel des Drummers nicht wirklich.

Von Myrath waren wir sehr positiv überrascht – anfangs etwas verwirrt vom progressiven Stil schlossen wir jedoch schnell Freundschaft mit dem sympathischen Sänger. Die Tunesier präsentierten sich erfahren und freundlich. Besonders begeistert hat uns der Gastauftritt von Orphaned Land’s Gitarrist Yossi Sassi. Der Raum füllte sich schön ordentlich und es ging richtig die Post ab. Wir waren recht traurig, als der spannende und abwechslungsreiche Auftritt von Myrath zu Ende ging. Ein Blick auf die Uhr: 22:15. Zeit für den Hauptact.

Orphaned Land kamen pünktlich auf die Bühne und legten sofort eine geniale Show hin – es passte sowohl die Lautstärke der Instrumente, als auch die des Gesangs. Die Leute drehten vollkommen durch – selten habe ich eine so begeisterte Atmosphäre gesehen. Die Israelis schafften es, die Hitze und die Energie aus der Heimat mitzunehmen und erfolgreich ans Publikum abzugeben. Man sah den Jungs richtig an, dass es ihnen Spaß machte. Die sympathische Band spielte praktisch alle Hits der derzeitigen Live-DVD „The Road To OR-Shalem“. Selten sahen wir ein Publikum, das bei Songs, praktisch zu Tränen gerührt war und dann nach kurzer Zeit wiederum total abgehen konnte. Orphaned Land ist eine Band, die unter die Haut geht – Hier spielen Herz, Seele und Körper eine wunderbare Harmonie.

Wahnsinnsstimmung, unfassbar gute Musik und das alles im Herzen Wiens. Ein Abend der sich stark ins Gedächtnis eingebrannt hat und Seinesgleichen sucht. Selten verließen wir ein Konzert mit einem so fetten Grinser im Gesicht, wie an jenem Abend. Nächstes Mal, größere Location! Orphaned Land, wir vermissen euch…

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Lukas Elzbieciak

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