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Philipp Poisel – WUK

Philipp Poisel – WUK

Auch wenn die Lieder von Philipp Poisel von Melancholie und Trauer geprägt sind, machte sich an jenem Abend Freude und Hoffnung breit. Wer noch an diesem Abend mit von der Partie war und was sie zu erzählen hatten, lest ihr hier.

Am 20.11. hat sich Philipp Poisel zwei weitere Singer/Songwriter aus der deutschen Szene als Vorband mitgenommen. Den Abend eröffnete Johannes Strate, auch bekannt als Frontsänger von Revolverheld. Mit seinem Freund Philipp (Steinke) spielt er eine kurze aber feine Setlist. Auch wenn die Zeit begrenzt war, versuchte er mit einer kleinen Anekdote eine Verbindung mit dem Publikum aufzubauen. Er erzählte von seinem Abend im Flex, als er einschlief und von jemand aufgeweckt wurde der auf Mundart gerappt hat. „Eine coole Location das Flex“ merkt Johannes an. Mit seinem letzten Song „Es tut mir weh dich so zu sehen“ verabschiedet sich Johannes Strate und begab sich zum Merchandising Stand um noch mehr mit den Fans zu Plaudern.

Viel gab es nicht zum Umbauen. Demnach war nach einer kurzen Pause Alin Coen auf der Bühne. Es herrschte komplette Dunkelheit, lediglich ein Spot war auf die sympathische Sängerin gerichtet. Bevor sie „Wolken“ anspielte, musste sie noch zur Entstehung dieses Songs etwas loswerden. Ursprünglich sollte es ein Liebeslied werden, wäre es auch, wenn sie es an einem Tag geschrieben hätte und nicht wie in diesem Fall, erst nach sechs Monaten. Stets vom Publikum positiv aufgenommen bedankt sie sich mit folgenden Worten „Ich weiß, was man zu Menschen wie euch sagt. Das habe ich heute gelernt. Ihr seid leiwand!“ und gibt die Bühne für den lang ersehnten Philipp Poisel weiter.

„Für keine Kohle dieser Welt“ hätte er das Konzert im WUK gestern abgesagt. Denn „Ich und Du“ haben Philipps Konzert mit den unterstützenden Klängen der Band sehr genossen. Stolz präsentiert er dem Publikum sein selbst gemachtes Shirt, das die österreichische Landschaft welche er lieb gewonnen hat, widerspiegeln soll.

Mit kurzen Einleitungen, versucht er ein paar Lieder den Zuhörern näher zu bringen. Aber nicht nur die Songs, auch seine Bandmitglieder stellte er vor. Dazu kam ein Beamer zum Einsatz. Dabei waren Kindheitsfotos der restlichen vier Bandmitglieder zu sehen und schon früh war der Hang zu Musik bemerkbar. Falls sie mal kein Instrument in der Hand hatten, dann waren sie als Cowboys verkleidet.

Ein Highligt war sicherlich die unplugged Version von „Froh dabei zu sein“. Auf einmal herrschte im Saal eine Stimmung voller Hoffnung und Fröhlichkeit. Ab diesem Song begangen die Fans vermehrt gemeinsam mit Philipp zu singen. Schnell war ihm bewusst, dass dort treue Fans anwesend waren und ergriff die Chance sie zu filmen. Er erklärt ihnen sein Vorhaben. Denn Philipp Poisel ist für die 1LIVE Krone als „Bester Live Act“ nominiert und zählt auf die Unterstützung der Leute. Aus diesem Grund hat er ein Videoprojekt gestartet. Dabei sollten die Besucher die folgenden Wörter auf den Plakaten nachsprechen. „|hey| |philipp!| |hol| |dir| |die| |kugel| |eins| |live| |krone| |zwei| |tausend| |elf|. |yeah!|“ 

Nach 120 Minuten leidenschaftlicher Musik beendet Philipp Poisel mit „Ich will nur“ einen memorablen Abend mit einen höchst zufrieden und textsicherem Publikum.

 

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