Reingehört

enemy.at Redaktion 19. September 2011 0


Reingehört

Kurz, knapp aber mindestens genauso informativ. Das ist das Motto unserer Kategorie Reingehört. Hier findet ihr auf den Punkt gebrachte Short-Reviews von CDs aller Art.

 

 


 

Paraseed – ear:worms

“Electronic Trip-Rock – ein internationaler Sound zwischen und über die Grenzen der Pop-, Rock- und elektronischen Musik hinaus” – so beschreiben sich Paraseed in ihrem Pressetext. Im Großen und Ganzen stimmt das zwar, ob der Sound jedoch schon als international durchgeht, ist wohl fragwürdig. Da sollte sich schon alleine an der Aufnahmequalität noch einiges verbessern. Fakt ist, der ein odere andere Song auf “ear:worms” legitimiert den Albumnamen, der Stil ist irgendwie eigen – in einem positiven Sinn – und wir bestimmt gefallen finden. VÖ: 09.12.

 

 

Prometheus – Endless

Die aus dem Soloprojekt entstandene Band Prometheus beschreibt ihre Musik als “Soundtrack Metal”. So eigen wie diese Beschreibung klingt auch die Musik beim ersten Hineinhören. Die Stimme ist vielleicht sogar etwas mehr als gewöhnungsbedürftig-  “Geschmackssache” trifft es vielleicht noch besser. Wer auf atmosphärische, härtere Musik steht, sollte auf jeden Fall einmal in “Endless” hineinhören. Es ist bestimmt nicht für jeden Metalfan zu empfehlen, der ein oder andere wird aber auf jeden Fall gefallen daran finden. Macht euch am besten selbst ein Bild davon. VÖ: 12.12.2012

 

Graveyard – Lights Out

Die schwedische Ausnahme-Band ist zurück. „Lights Out“ heißt das dritte Werk von Graveyard und wartet darauf gehört zu werden. Mit neun Tracks stemmen sie sich gegen die momentanen Rock-Konventionen – keine Breakdowns oder Shouts – einfach ehrliche Gitarrenmusik mit dem Feeling der guten alten Zeit. Sollte man sich als selbstbewusster Musikkenner und -liebhaber unbedingt zu Gemüte führen. Eine Hard Rock Glanzleistung! VÖ: Out Now!


Prototyper – Protoyper EP

Die Wiener Band Protoyper, gegründet im Jahr 2009, wagt mit ihrer EP die ersten Schritte am glatten musikalischen Parkett. Stilistisch bewegen sich die 5 Tracks zwischen klassischen Alterna-Rock, Progressive und Grunge. Klanglich überrascht die EP mit einer durchaus passablen Qualität, an der Performance wäre nur das Timing an den Drums und in einigen Vokalpassagen zu bekritteln. Jedoch lernt der Mensch immer dazu und sicherlich wird uns die Band bald mit einem soliden Album überraschen wird! VÖ: Out Now!

 

AC/DC – Live at River Plate

Pünktlich zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts schwappt das neue AC/DC – Live Album “Live at River Plate” in die Läden. Die Aufnahmen zum Ersten Live Album seit zwanzig Jahren entstanden beim Tourstopp im argentinischen River Plate Stadium vor 200.000 Fans, im Zuge ihrer fulminanten Black Ice World Tour 2009. Musikalisch braucht man nicht viel über die Rockgötter sagen, die Setlist ist voll gespickt mit ihren all time classic’s wie “Shook me all night long”, “Thunderstruck” wie auch neuen Songs von “Black Ice” und Beigestern rund um den Globus noch immer Alt und Jung. VÖ: Out Now!

 

MLE[e] – 11 Buildings

Ein Konzeptalbum zum Thema Architektur? Klingt geschrieben komisch, gehört jedoch wirklich gut. Mit “11 Buildings” haben MLE[e] ein wirklich interessantes Werk geschaffen. Die Wiener sind irgendwo zwischen Placebo, Tool und Radiohead angesiedelt und verstehen ihr Handwerk äußerst gut. Die teilweise schon fast etwas düsteren Songs laden zum Abschalten ein. Perfekte Musik um seine Gedanken auf eine Reise in eine  architektonisch geschmackvoll gestaltete Welt zu schicken. VÖ: Out Now!

 

Down – Down IV Part I – The Purple EP

Endlich! Nach mehr als fünf Jahren veröffentlicht Down, die Band um Ex-Pantera-Shouter Phil Anselmo, wieder neues Studiomaterial. Das Ganze wird aber kein „normales“ Album werden, sondern in Form von vier EPs released. In gewohnter Manier krachen die sechs Tracks der ersten EP durch die Gehörgänge. Etwas Außergewöhnliches wird man vergebens suchen, Down bleiben ihrem Stil bedingungslos treu, was ihre zahlreichen Fans sicher freuen wird. VÖ: Out Now!


Nowhere Train – Station

“Der Nowhere Train genügte sich in den Jahren nach seiner Gründungsreise als transmediales Kunstprojekt rund um vier musikalische Alphatiere und ihren stoischen Dompteur Deisenberger.” Jetzt kam doch das Debutalbum “Station” auf den Markt. Country der ganz eigen klingt. Musik zum Abschalten während die Landschaft an einem vorbeizieht. Nowhere Train haben irgendetwas besonderes an sich. Austro-Cowboys mit markanter Stimme. Reinhören lohnt sich! VÖ: 09.11.2012


Kiss – Monster

„The Hottest Band In The World“ meldet sich mit ihrem 20. Studioalbum zurück. Mit der Vorab-Single „Hell Or Hallelujah“ zündeten Kiss bereits den ersten Kracher des monströsen Rock’n’Roll Feuerwerks! In alter Frische rocken die Veteranen das Schlachtfeld. Die Texte bleiben gewohnt simpel und die Riffs fetzen noch wie vor 30 Jahren. Dem Sticker am Album kann man absolut vertrauen: „No Filler, No Ballads, Just Full-Throttle Rock’n’Roll!“ VÖ: 05.10.2012


P!nk – The Truth About Love

P!nk ist wieder da und meldet sich nach vierjähriger Babypause lautstark zurück. Wer jetzt gedacht hat die Zeit mit ihrem Töchterchen hätte sie viel ruhiger gemacht, liegt falsch. „The Truth About Love“ fetzt ordentlich und setzt sich schnell in den Gehörgängen fest. Natürlich sind auch einige nachdenkliche Nummern rund um die Liebe vertreten, aber zum Großteil gibt es von P!nk genau das, was sie am besten kann – rotzfreche Abrechnungen mit dem Thema. Ebenfalls am Album zu finden sind Songs mit Lily Allen, Fun.-Frontman Nate Ruess und Eminem. VÖ: 14.9.2012

 

Amanda Palmer – Theatre Is Evil

Die außergewöhnliche Amanda Palmer ist wieder da. Mit ihr ein Album, das sie mithilfe von Crowdfunding finanzieren und produzieren konnte. Unverkrampft, offen, sich entblößend – wie Palmer selbst ist auch ihre neue Scheibe, die sie mit The Grand Theft Orchestra eingespielt hat. Stilistisch lehnt sie sich an ihren Vorgänger an – jedoch mit weniger ohrwurmlastigen Songs.  Amanda Palmer – Eine Kunstfigur, ohne dabei künstlich zu wirkend. Anspieltipps: “Grown Man Cry”, “The Killing Type”, “Want It Back”. VÖ: 07.09.2012


I Got You On Tape – Church Of The Real

Das ist die auf eine CD gebrachte “Summertime Sadness” von Lana Del Rey. Dagegen ist der Sommerhit 2012 Medizin für Suizidgefährdete. “Church Of The Real” ist definitiv keine Scheibe, die an den kommenden rauhen Herbsttagen an warme Sommerabende erinnert. Es ist irgendwas zwischen düsterem 80er-Sound und dem Versuch, David Bowie in diesem Jahrzehnt noch einmal aufleben zu lassen. Manch einer mag es wagen, zu sagen, I Got You On Tape wären Underground-Götter. Wer dunklen Indie-Sound mit Synthies mag – ich mag David Bowie! VÖ: 19.10.2012


The Pollywogs – Your Music Is Shit Go Die EP

Nach ihrem 2010er Album meldet sich die deutsche Band The Pollywogs mit einer EP zurück! In den sechs Songs erzählen sie uns unter anderem, wie gern sie ihre Finger in Nutella dippen („Nutella“) oder was sich „Inside Pikachus Cunt“ befindet. Wie ernst man das Trio dabei nehmen kann, darf jeder selbst entscheiden. Musikalisch gibt es einen Mix von fröhlich und heiter bis laut und aggressiv. Ein bisschen Punk, Grunge, Elektro und Rock’n’Roll, fertig ist die EP. Abwechslungsreich und hörenswert! VÖ: 04.05.2012


Dialekt schmeckt – A guate Mischung

 

Im Moment geht der Trend wieder mehr in Richtung deutsche Texte, man denke mal an Künstler, wie Cro, Casper oder Kraftklub. Das haben sich auch 21 heimische Musiker gedacht und einen Sampler zusammengestellt, aber nicht einfach nur auf deutsch, sondern im Dialekt – eben richtig österreichisch! Auf der Compilation finden sich die unterschiedlichsten Themen, Stile und Genres, was uns besonders gut gefällt, dass auch unsere Band des Monats Jänner Fotzhobl ebenfalls vertreten sind. VÖ: 10.08.2012


The Static Age – Mercies EP

Wer Glück hatte, konnte die äußerst sympathischen The Static Age aus Chicago am FM4 Frequency Festival am Red Bull Brandwagen bestaunen, wo sie unter anderem auch ihre neue EP „Mercies“ zum Besten gaben. The Static Age bestechen mit aufrichtiger Ehrlichkeit und einer ordentlichen Portion Gefühl. Auf alle Fälle ein heißer Tipp für Fans von Interpol, AFI oder Thursday – leichte atmosphärische Keyboard-Sounds treffen auf melodische Post-Punk Gitarren. VÖ: 27.07.2012


J.Lo – Dance Again…The Hits

Fast genau 13 Jahre nach ihrem Debüt veröffentlicht Jennifer Lopez ihr Greatest Hits-Album. Unter den 16 Songs finden sich neben altbekannten Partykracher wie „Let’s Get Loud“ superaktuelle Nummern wie „Goin On“, das gerade erst auf einem Soundtrack erschien. Mit dabei sind außerdem diverse Größen des Hip-Hops, von Pitbull über Ja Rule, Flo Rida bis Lil Wayne. Eine gute Nummer folgt der anderen und man freut sich über jede ein Stück mehr. Beim Durchhören kommt man nicht umhin, feiern und sich bewegen zu wollen. Mehr braucht ein Greatest Hits-Album nicht! VÖ: 20.07.2012

Danko Jones – Bring On The Mountain

Die kanadische Rock’n’Roll Truppe Danko Jones veröffentlicht am 22. Juni ihre aller erste, offizielle DVD. Die Jungs packen auf zwei DVDs eine 90-minütige Dokumentation mit Einblicken in die Bandgeschichte, einen Kurzfilm und natürlich Live- sowie alle ihre 19 Video-Clips, wobei manche sogar über zehn Jahre nicht verfügbar waren. Leider sind keine Liveaufnahmen aus Österreich dabei, dennoch ein absolutes Must-Have für jeden Danko Jones Fan! VÖ: 22.06.2012

 

Architects – Daybreaker

Die jungen Herren aus England melden sich zurück mit einem neuen Album namens „Daybreaker“. Als Vorgeschmack darauf veröffentlichen sie bereits die Songs „Devil’s Island“ und „These Colours Don’t Run“ im Vorhinein. Architects vermischen hierbei stilistisch ihren Vorgänger „The Here And Now“ mit ihrem Durchbruchsalbum „Hollow Crown“. Die Songs sind also wieder etwas komplizierter gestrickt, aber trotzdem eingängig genug, um länger im Ohr zu bleiben. VÖ: 28.05.2012


The Hives – Lex Hives

Mit „Lex Hives“ ihrem fünften Studioalbum laden The Hives erneut zum Pogo-Tanzen, diesmal in schicken Smokings. Das Album bietet zwar manch neue Gesangslinien, dennoch folgt danach Punk-Rock wie man ihn eben erwartet hätte. Leider fehlen dabei oft aber die catchy Riffs, die einige Songs der Vorgängeralben so zeitlos gemacht hatten. Der Hype um The Hives ist schon lange vorbei, und ein solides Album ohne Hits ist auch nur für Fans ein Muss. Anspieltipps: Go Right Ahead, Without The Money, Patrolling Days VÖ: 01.06.2012 – Bernd Eger


Gossip – A Joyful Noise

In gewohnter Manier schmeißen Gossip ihr neues Album “A Joyful Noise” heraus. Beth Dittos stimme gleitet wie Wasserperlen über halbtrockenes Wachs ins Ohr, sie schreit und kirrt. Die Stimme so aussergewöhnlich wie sonst kaum eine, die Songs tanzbar und trotzdem auch im Schlafzimmer zumutbar. Trotzdem: So ein Gassenhauer wie “Love Long Distance” oder “Heavy Cross” ist leider keiner dabei!

 

Dreaded Downfall – The rest is silence EP

Mit der EP “The rest is silence” haben sich die Jungs von Dreaded Downfall bis ins Finale des größten österreichischen Bandcontests gespielt. Grund genug einmal reinzuhören. Und eines fällt sofort auf: Das Ding sieht nicht nur gut aus, sondern klingt auch anständig. Solider Metalcore wie er sein sollte. Am Songwriting könnte man vielleicht noch etwas basteln – aber für ein erstes Lebenszeichen definitiv schwer in Ordnung. Wir freuen uns auf jeden Fall auf ein “vollwertiges” Album und behalten die Jungs im Auge. VÖ: 21.4.2012

C-60 – Problemfaktor Mensch

Eine Ode an den Menschen, oder vielmehr: eine Ode an die kleinen und großen Problemchen der Menschheit. Postings in diversen Internet-Foren haben das Linzer Duo C-60 zum Titel des 11-Track-Stück Musik angeregt. Eben solche Aufreger-Postings werden schichtweise in “Mitten im Geschwätz” zu einem ganzen vorgetragen, von Hilde Dalik und Michael Ostrowski. “Problemfaktor Mensch” ist ein bisschen von allem: Gesellschaftskritik, Kritik an allem, Noiserock, 80er-Beats. VÖ: 25.05.2012

 

Dominik Nostitz – streets of domsongs

Viel findet man über den Österreicher nicht heraus. Aber interessant: er straßelte zwei Jahre als Straßenmusiker durch Europa und hat ein fertiges Jus-Studium. Mit einem wunderschönen Cover versehen, lässt diese CD schon vermuten: viel erlebt, viel gemacht. Akustisch, mit Gitarren, Ziehharmonika und Elementen aus den verschiedensten Ländern und Genres. Die Musik untermalt die heißgeliebten Frühlings-Pullover-Momente und die Juli-Tage im lauschigen Schattenplatzerl. Diese CD bleibt jetzt mal im Autoradio!

 

Das trojanische Pferd – Wut und Disziplin

Gewöhnungsbedürftig aber nett. Manchmal klingen die Töne ein bisschen schief aber das gehört dazu, das ist das trojanische Pferd. Heißer Anwärter zum Besten Song des Albums: “Nicht wichtig”, eine langsame Nummer voller Emotionen. Auch schön: die Mixtur an verschiedenen Instrumenten und Musikelementen. Aber: dieses Album muss man mehrmals hören um “hineinzukommen”. Wer davon nicht abgeschreckt wird, sollte es sich zulegen!


Everlast – Songs of the Ungrateful Living

„Songs of the Ungrateful Living“ ist das sechste Studioalbum des weißen Rappers Erik Francis Schrody aka Everlast. Es fügt sich sehr gut in die Diskografie ein. Das wesentliche Grundgerüst seiner Musik ist dasselbe: akustischen Balladen mit sehr rhythmischen Gitarren und starken Hip-Hop-Einflüssen. Die Songs klingen vertraut, jedoch nicht langweilig. Everlast bleibt seiner Schiene treu und schaffte es, auch seine sechste Platte sehr interessant zu komponieren. “Songs of the Ungrateful Living” ist auf jedenfall ein Muss für jeden Fan. VÖ: 18.10.2011


Die Ärzte – zeiDverschwÄndung

Die beste Band der Welt schickt als Vorboten für ihr, am 13. April erscheinendes, Album „auch“ die EP „zeiDverschwÄndung“ aus. Der Titeltrack mag zu Beginn etwas eigen und anders als gewohnt klingen, aber hier gilt die Regel, je öfter man’s hört, umso besser wird’s! Von den drei weiteren Songs sticht vor allem Bela B.’s „Ich will dich zurück“ heraus, der Rest trägt mit gutem Recht den B-Seiten-Stempel. Dennoch wird klar: „Es gibt nichts Besseres zu tun, als die Die Ärzte zu hör’n!“ VÖ: 02.03.2012

 

Haight-Ashbury – 2: The Ashburys

Das Album im CD-Player und mein Zimmer verwandelt sich. Rauchschwaden und bunte, halbdurchsichtige Stofffetzen durchteilen die Luft. Tamburinklänge, ein starker Bass. Die Hippie-Bewegung ist wieder in vollem Gange. Die Platte von Haight-Ashbury ist brandneu, hat aber den Original-Sound der 60er. Benannt hat sich die Band nach dem amerikanischen Stadtteil Haight-Ashbury, der noch heute Anziehungspunkt für eine “alternative Gegenkultur” ist, nachdem er vor allem für die Hippie-Bewegung und die Stadttochter Janis Joplin bekannt ist. Interessant!


 

The Ting Tings – Sounds From Nowhereville

Wer die typischen Ting Tings Tracks liebt, wird auf “Sounds Of Nowheresville” so einiges vermissen. Mit “We Started Nothing” haben die beiden Engländer 2010 ein kleines Meisterwerk geliefert, auf dem sich ein Song mit dem anderen stritt, welcher nun der beste ist. Die aktuell veröffentlichte Single “Hang It Up” ist aber auch schon die einzige der neuen Platte, die mit den alten Hits konkurrieren kann. “Soul Killing” mag zwar auch ein nettes Stück Musik sein – aber anstatt neue, interessante Ideen einzubauen, wird aus den alten Beats schlicht und einfach Mist gemacht! VÖ: 27.02.2012


 

Mosfet – Deathlike Trash’N’Roll

In der Szene sind Mosfet ja dem ein oder anderen schon ein Begriff. Dass sie live abgehen können, haben sie spätestens beim Austrian Band Contest 2009 eindrucksvoll bewiesen. Leider kann uns die akustische Performance von Mosfet auf CD nicht ganz so überzeugen. Die Songs wirken beim ersten Hinhören etwas zu ähnlich. Wir hätten uns etwas mehr Abwechslung und Kreativität beim Songwriting erwartet. VÖ: 13.01.2012


In the Cage – Witness the Rise

In the Cage machen richtig erdigen Hardcore. Dafür, dass kein Label dahinter steht, klingt “Witness the Rise” ganz anständig. Typische Riffs und das facettenreiche Shouting von Roman “Empire” Graf sorgen für einen soliden Ersteindruck. Freunde der Hardcoremusik sollten definitiv einmal hineinhören. Und das Beste an der Sache: Die Jungs bieten das Album hier gratis zum Download an! VÖ 08.02.2011

 

The Stewardesses – Pussy Empire hebt ab

So würde ich auch gerne meinen Geburtstag feiern – mit allen Kollegen einfach mal eine Cover-CD aufnehmen! Das Label “Pussy Empire” wird Zehn und zur Sause sind alle Künstler eingeladen, bekannte, deutsche Songs gemeinsam neu aufzunehmen. Besonders nett: nur weibliche Stimmen, “Allein, Allein” und “Durch den Monsun”. Leider sind manche Stimmen sehr gewöhnungsbedürftig und die Covers manchmal zu sanft und daher auf Dauer langweilig.  VÖ – 17.02.2012


Faulty Fertility – Toy Boys Fuck Like Machines

Die Amstettener „Faultys“ starten mit ihrer ersten EP  gleich mal von Null auf Hundert. Schnelle Drums und Riffs im Punk/Post-Grunge Stil, kombiniert mit einem Flüstergesang, der diesem Sound eine gewisse eigene schneidige Note verpasst, machen es dem Hörer verdammt schwer, dabei ruhig sitzen zu bleiben. Besondere Empfehlung: “Quite Alright”! VÖ – 21.04.2011


Cursed By The Fallen – When The Sun Turns Red

Die vier Oberösterreicher von CBTF veröffentlichen mit „When The Sun Turns Red“ bereits ihre zweite EP in nur zwei Jahren. Das Artwork wirkt durchaus durchdacht und sehr professionell, leider lässt sich das von den Songs nicht behaupten. Für den beschriebenen „puren Metal(core)“ fehlt es an Komplexität. Die Songs sind zu einfach gestrickt und zu langsam – es fehlen ordentliche Hooklines und die Schlagzeugparts könnten um einiges interessanter sein. Für puren Metalcore noch zu wenig – aber Potenzial besteht, weiter so! VÖ – 03.02.2012


 

Aiden – Some Kind Of Hate

So lange mussten wir auf neues Material von Aiden warten und dann kommen zwei Alben Schlag auf Schlag. Nach “Disguises” im März 2011 ging die brandneue Platte “Some Kind Of Hate” im Oktober an den Start, nachdem der Schlagzeuger die Band verlassen hatte. In gewohnt lauter, schneller Manier und glücklicherweise ohne große Veränderungen – und wieder dürfen wir uns wie vor fünf, sechs Jahren fühlen. Anspieltipp: “Broken Bones”  VÖ – 24.10.2011


 

Violetta Parisini – Open Secrets

Mit „Open Secrets“ veröffentlicht Violetta Parisini ihr zweites Studioalbum. Laut Wikipedia bewegt sich die österreichische Sängerin mit ihrer Musik im Bereich der „unkonventionellen Popmusik“. (Was das genau heißen soll, weiß ich nicht – etwas Besseres fällt mir aber auch nicht ein) Die elf Songs werden jedenfalls von Violettas sanfter, angenehmer Stimme dominiert und mit jazzigen Pop-Klängen ausgekleidet. „Open Secrets“ liefert so den perfekten Soundtrack für die ruhigeren Momente im Leben und lässt einen schnell die bittere Wirklichkeit vergessen. VÖ – 24.02.2012


 

Puder– Puder

Eine Hamburgerin mit Girlie-Label, das ist Puder! Sehr mädchenhaft kommt ihr neues gleichnamiges Album daher, mit deutschen, ehrlichen Texten. Eine starke Frau mit einer starken Stimme, die fast auf eine Musicalbühne passt. Was dem Album allerdings leider fehlt: frische Songs, die man sich merkt! VÖ – 20.1.2012

 


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Nightwish – Imaginarium

Nightwish sind zurück – und wie! “Imaginarium” ist nämlich nicht nur ein wunderbar atmosphärisches Konzeptalbum, sondern darüber hinaus der Soundtrack zum eigenen Film Imaginaerum (Vorgeschmack), der Anfang nächsten Jahres anläuft. Oben drauf gibt’s eine Welttournee (Tourdaten). Nun aber zur Musik: Nightwish zeigen sich vielfältiger den je. Großteils gewohnt, atmosphärischer Metal, teils neuartige Elemente – bis hin zu Jazz. Für Fans ein Must-Have, für alle anderen definitiv einen Reinhörer wert. VÖ – 12.2011


You Say France & I Whistle – Angry Men

Ein seltsamer Name und ein Eichhörnchen als Maskottchen – was kommt da wohl auf einen zu? Na, wenigstens ist das CD Artwork richtig einladend gestaltet. Positiv geht’s dann auch weiter, denn die Musik der fünf jungen Stockholmer geht ganz locker ins Ohr. Ihr exzessiver Instrumentenmix macht das ganze Album durchaus erfrischend abwechslungsreich und zugleich spannend zu hören. YSF&IW bieten auf „Angry Men“ zwar keine Hits, aber doch ein stimmungsvolles Gesamtwerk, das auf alle Fälle gute Laune macht. VÖ – 20.01.2012


Walking With Strangers – Hardships

Eine Metalband aus Schweden (wer hätte das gedacht?) mischt Deathcore mit Melodic-, Progressive- und Electronic-Sounds (wer hätte das gedacht?) – das Ganze nennen Walking With Strangers ganz einfach „Hardships“. Brutal & erfrischend, aber schon gehört, würde ich es nennen. Die fünf Jungs aus Trollhättan (das gibt’s wirklich [wer hätte das gedacht?]) meistern aber gekonnt den Übergang von fetten Breakdowns zu atmosphärischen Melodien, da stört sogar das eine oder andere elektronische Interlude zwischen den Songs auch nicht (wer hätte das gedacht?). VÖ – 16.11.2011


Alkbottle – s’Ollagrösste & a bissl mehr

Die „Bottle-Buam“ rund um Frontman Roman Gregory melden sich nach ihrem 20-jährigen Bandjubiläum mit einem Best Of zurück. Die Ö-Punks bieten ihren Fans mit 17 Nummern „s’Ollagrösste & a bissl mehr“. Die echten Alkbottle-Fans werden sich definitiv über die Zusammenstellung freuen und damit die Zeit bis zur „Fett wia Christkindl“-Tour 2011 verkürzen. Andere stehen vielleicht vor der Frage, ob diese CD wirklich die Bedingungen der Notwenigkeit erfüllt, aber das muss jeder für sich selber entscheiden! VÖ – 11.11.2011


Almost Failed – Consequences

“The result is a mixture of aggressive shouts combined with catchy melodies and earthshaking breakdowns.” Besser könnten wir es auch nicht sagen. Mindestens so gut wie die Selbstbeschreibung ist die musikalische Umsetzung des Gesagten. Die Jungs aus Linz haben mit ihrer EP “Consequences” einen mächtigen Start hingelegt – auch wenn sich darauf eigentlich nur drei Songs befinden (plus Intro). Wenn sie dieses Niveau über ein ganzes Album halten können, kommt was Großes auf uns zu. Almost Failed sollte man auf jeden Fall im Auge behalten. VÖ: 2011


Loxodrome – Mirrors.Affection

Das Ding geht ab! Mit ihrer fünf-track EP „Mirrors.Affection“ präsentieren sich Loxodrome beeindruckend vielfältig. Mächtiger Sound, fetziges Songwriting und Melodien, die hängen bleiben. Einziges, kleines Manko: Die Stimme hätten wir uns stellenweise etwas rauer und kratziger gewünscht. Nichtsdestotrotz sollte man Loxodrome im Auge und Ohre behalten. Von den Jungs wird man in nächster Zeit bestimmt einiges hören. Und die Stimme wird noch wie guter Whiskey reifen – am besten darin eingelegt. Wir freuen uns auf ein „vollwertiges“ Album! VÖ: 2011

 

Supervision – Uga Tschaka!!!

Gute Ska Musik zu machen und ihr eine eigene Note zu geben, ist alles andere als leicht. Zu schnell fällt man in die typischen Klischees – klingt ver- und auswechselbar. Gut ist „Uga Tschaka!!!“ definitiv und Supervision schaffen es stellenweise sogar, aus der breiten Masse herauszustehen. Leider nur stellenweise – auf weiten Strecken klingen sie wie andere gute Skabands. Auf keinen Fall schlecht, aber auch nicht wirklich neu und frisch. Wir hätten uns mehr elektronische Parts wie in „My Life“ gewünscht. Skafreunde werden trotzdem Freude mit Supervision haben! VÖ: 2011


Tough Motion – Das Leben ist kein Ponyhof

Wenn man die CD zum ersten Mal in seinem Player rotieren lässt, wird man einmal ordentlich vor den Kopf gestoßen. Sympathisanten würden es innovativ nennen, Kritiker als Trash abtun. Wir siedeln „Das Leben ist kein Ponyhof“ irgendwo dazwischen an. Innovativ ist Tough Motion auf jeden Fall, nur kann man den (Sprech-)Gesang nicht wirklich ernst nehmen – die Texte lesen sich teilweise wie Volksschulaufsätze. Die Scheibe klingt wie eine verrückte Mischung aus Rammstein und Deichkind. Ich befürchte Tough Motion möchten härter und tiefgründiger wirken, als sie es tun. VÖ: 11.11.11


 

Neuschnee – Bipolar

Trist und träge, so klingt das neue Album von Neuschnee beim ersten Hören. Ein bisschen zu leichtfüßig, für meinen Geschmack. Denn das Album fließt und trödelt so dahin obwohl oder vielleicht gerade weil auch scharfe Texte, aufklärende Worte dahinterstecken. Neuschnee haben sich selbst ein bisschen neu erfunden – Fans von alternativem Akustik-Pop sollten auf jeden Fall hineinhören! VÖ: 11.11.11


 

Emil Bulls – Oceanic

Mit ihrer aktuellen Scheibe “Oceanic” meldeten sich Emil Bulls nach eineinhalb-jähriger Pause zurück Und das erwachsener als zuvor. Das neue Album ist ruhiger als die vorangegangenen Werke. Vor allem der Song “The Jaws of Oblivion” geht sofort ins Ohr und will von dort auch nicht mehr verschwinden. Insgesamt haben sie heute mehr ruhigere und melodischere Parts, kombiniert mit cleanem Gesang, in ihren Songs. “Oceanic” ist auf jeden Fall ein gelungener Wiedereinstieg ins Musik-Biz. Der Erfolg des Albums gibt ihnen dabei recht. VÖ: 30.09.11

 

Under Destruction – Promo 2011

Grollende Double-Kick, stampfenden Gitarren und die fette Stimme von Sänger Daniel – das sind Under Destruction. Leider entsteht schnell der Eindruck, dass die Fünf teilweise zu viel wollen. Die Gesangsstimme klingt wenig ausgebildet und passt nicht wirklich zur Musik. Hinzu kommt, dass sich passagenweise die schnellen Gitarrenparts und das komplizierte Schlagzeug zu einem sehr verwirrenden Rauschen vermengen. Fazit: Under Destruction sind under construction. Mit ein wenig Zeit kann sich das Quintett aber durchaus zu einer guten Band weiterentwickeln. VÖ: 2011


Die Vamummtn – Rap is (k)a Ponyhof

Aus Spaß wurde ernst und jetzt ein Album. Die erste kommerziell verwertbare Vamummtn-Platte mit (großteils) eigenen Beats ist da. So neu es auch klingen mag, Ansa, Zwara & Dreia einmal nicht über aktuelle Hits drüberrappen zu hören, so vertraut klingen die Texte. Ich persönlich hätte mir weniger “Wia san am feian” oder “Wia fi***n olle aundan Rapper” und mehr Tracks à la “Flugzeig” gewünscht. Aber das ist reine Geschmackssache. Nichts desto trotz, “Rap is (k)a Ponyhof” macht Spaß, hat coole Beats und kein Vamus Fan wird ihnen damit verloren gehen – wahrscheinlich aber auch wenig Neue gewonnen werden. VÖ: 30.9.2011


Blink 182 – Neighborhoods

Blink 182 sind mit neuem Album zurück! Wie die Vorab-Single „Up All Night“ bereits verriet, haben sich Mark, Tom & Travis erneut weiterentwickelt. Keine Spur von pubertierendem Punkrock mehr – es geht wieder in Richtung des 2003 veröffentlichten, self-titled Albums. Experimentell mit etwas Elektronik – leichte, aber spürbare Einflüsse von Angels & Airwaves und +44. Es ist neu, es ist anders, aber keineswegs schlecht. Man muss sich einfach darauf einlassen und Blink 182 wieder neu kennenlernen. VÖ: 23.09.2011


 

Future Art – Modern Turture

Singer-Songwriter meets Indie and Electro. Future Art nennt sich die One Man Band von Phillip Timmelmayer. Am auffälligsten an der Musik ist wahrscheinlich die Mischung aus Megafon- und cleaner Stimme. Unterlegt wird das Ganze von geloopten, elektronischen Beats und Meldodien sowie einer Gitarre. Eine nette und ziemlich einzigartige Idee, der es jedoch noch etwas an Feinschliff und Tiefe fehlt – da geht noch was! Die EP zeigt, in welche Richtung Future Art gehen wird, die großen Hits fehlen aber. Wir wollen mehr hören und freuen uns auf das Album! VÖ: 29.9.2011


deadnote.danse! – EP

Es ist elektronisch, es ist neu und irgendwie total gut! deadnote.danse aus Salzburg machen aus der momentan boomenden In-Musikrichtung ein neues Werk. Beats, die sich perfekt an die Musik anpassen, Synths, die das ganze untermalen. Dazu eine abwechslungsreiche Frauenstimme, die manchmal düster-anmutend mitzieht, aber auch klassisch mädchenhaft klingen kann. DER Höhepunkt zwischen vielen weiteren dieser five-piece-EP nennt sich “Crashing Crush” – unbedingt reinhören! Diese EP erfüllt also ihren Zweck: macht Lust auf mehr! VÖ: Juli 2011

 

 

Wolfgang Frisch – WATERING the LAND

Eine ganz besondere Story steckt hinter diesem Album: Album-Produzent Wolfgang Frisch hat sich Tonmaterial der 60er und 70er aus der Singer-Songwriter-Szene geschnappt und das Genre neu aufgemischt. Mit einer Reihe an Sängern hat er die Songs aufgepeppt, Namen wie Pieter Gabriel, Marilies Jagsch oder Ana Gardel stehen an vordester Front. Mit ihnen geschieht diese scheinbar perfekte Symbiose: Rhythmen, Gesangsstrukturen, Klangbilder, sanfte Melodien und das Treibende werden eins miteinander. VÖ: Oktober 2011

 

 

 

 

 

 

 

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Die „Bottle-Buam“ rund um Frontman Roman Gregory melden sich nach ihrem 20-jährigen Bandjubiläum mit einem Best Of zurück. Die Ö-Punks bieten ihren Fans mit 17 Nummern „s’Ollagrösste & a bissl mehr“. Die echten Alkbottle-Fans werden sich definitiv über die Zusammenstellung freuen und damit die Zeit bis zur „Fett wia Christkindl“-Tour 2011 verkürzen.Andere stehen vielleicht vor der Frage, ob diese CD wirklich die Bedingungen der Notwenigkeit erfüllt, aber das muss jeder für sich selber entscheiden!

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