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Sensylis – Carpe Diem

Sensylis – Carpe Diem

Während die ersten Sonnenstrahlen unserem Ökosystem helfen in den Aufwachmodus zu schalten, wächst und gedeiht auch Sensylis. Dies ist kein lateinischer Name aus der Pflanzenwelt, sondern eine aufstrebende Metalband aus Niederösterreich.

Das instrumentale Intro Carpe Diem führt den Hörer, durch gefühlvolle Piano- und Gitarrenklänge, kurzfristig auf eine falsche Fährte. Die ersten Takte von Memories sorgen jedoch für klare Verhältnisse.  Mit hämmernder Double-Base und einer sehr melodischen Herangehensweise an den Sechssaitern, präsentieren SENSYLIS ihre Definition eines Openers – der Ohrwurm lässt grüßen.

 

 

Der zweite Track Shattered schlägt in dieselbe Kerbe. Bei eingängigen Hooklines und technisch ansprechenden Gitarrenriffs kommt der Heavy-Fan voll auf seine Kosten.  Schwer zu sagen, welche Weisheit für den letzten Song Circles herangezogen wurde, „never change a winning team“ oder „das Beste kommt zum Schluß“ – es treffen zumindest beide zu. Das Songwriting ist ähnlich den zwei Vorgängern,  jedoch gehen Riffs und vor allem die Gitarrenharmonien um ein Eck schneller ins Ohr.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die vier Jungs von SENSYLIS ihren Job gut gemacht haben. Rauer und klarer Gesang wechseln sich gekonnt ab, während musikalisch ein homogenes Gesamtbild geformt wird, ohne sich auf ein bestimmtes metallisches Genre einzuschränken.  Gut, aber noch nicht sehr gut. Stichwort klarer Gesang – hier ist noch technisch Luft nach oben vorhanden, das gleiche gilt für das Recording. Trotz kleiner Kontras überwiegen eindeutig die Pros, sodass man die Repeat-Taste seines Wiedergabegerätes gerne wiederholt nötigt, bis die Nackenmuskulatur ihren Dienst quittiert.

In aller Kürze

SENSYLIS
Carpe Diem
bereits veröffentlicht

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Daniel Kubera
“Life has improved immeasurably since I have been forced to stop taking it seriously.” - Hunter S. Thompson
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