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Suicide Silence – Szene

Suicide Silence – Szene

Ein Abend voller Blastbeats, Powerriffs und Monstergrowls erwartete die Deathcore Jünger vergangenen Sonntag. Suicide Silence fanden wieder einmal den Weg in unsere schöne Heimat. Wie’s uns gefallen hat, gibt’s wie immer hier zu lesen.

Nach dem obligatorischen Tankstellenbesuch, zwecks Bier, fanden wir einen etwas ramponierten Tourbus vor. Dieser wurde zuvor schon von Sänger Mitch via Twitter angekündigt. Und davor stand allen Ernstes ein „Busverglasungs-Notdienst“. Von wegen Amerika als Land der unbegrenzten  Möglichkeiten, in der Alpenrepublik kann man Sonntagabends eine mobile Werkstatt für Reisebusfenster ordern. „Diese armen Schweine müssen sonntags arbeiten“.
In den heiligen Hallen angekommen, wurde das übliche Pre-Gig Prozedere durchlaufen (Bekannte begrüßen, unnötigen Smalltalk mit ebendiesen führen, Alkohol konsumieren, Zigaretten rauchen, …).

 

Als dann die ersten Gitarrenriffs im Garten ertönten, machte sich jeder auf in die Halle, um AFTER THE BURIAL in Aktion zu erleben. Das auffälligste an denen sind mit Sicherheit die neonfarbenen Instrumente. Abgesehen von den schrillen Farben zählte ich 21 anstatt der üblichen 16 Saiten. Entsprechend heftig ging’s dann auch zur Sache. Die Halle reagierte mit gut gefüllten Moshpits. „I want every single one of you to wake up with a monster BANGover”. Einziger Minuspunkt: Das Set war eindeutig zu kurz, deshalb mussten wir auf Kracher wie Berzerker (zum Leid meines Fotografen) verzichten.

Warum ALL SHALL PERISH abgesagt haben, werden wir wohl nie erfahren. Jedenfalls prügelten anschließend die hochmotivierten Schotten von BLEED FROM WITHIN auf die Deathcore Gemeinde ein. Trotz aller Bemühungen um eine anständige Wall of Death, bekam der Sänger nur ein Zehn-Mann Ruderboot am Boden zu sehen. „What the fuck happened to you?“. An der Show kann’s nicht gelegen haben, die war durch und durch solide.

Eine Zigarettenlänge und ein kurzes Intermezzo über Intimfrisuren später, verkroch sich mein Fotograf abermals im Fotograben, während die fünf Kalifornier rund um den allseits bekannten volltätowierten Riesen mit Wake up die angenehm volle Halle begrüßten. Diejenigen von uns, die übers Wochenende in irgendeiner Art und Weise Frust aufgebaut hatten, konnten diesem zu den brutalen Blastbeats nachgeben und nach Herzenslust um sich moshen. Neben altbewehrten „Klassikern“ wie Unanswered oder Bludgeoned To Death, rotzten SUICIDE SILENCE uns auch noch mit Fuck Everything eine backfrische Nummer des anstehenden Albums vor. Security wollte ich beim Absacker No Time To Bleed echt nicht sein, der hatte alle Hände voll zu tun, um die Stagediver wieder auf die Beine zu bringen. Im gesamten kann ich nur sagen, dass SUICIDE SILENCE an Härte, Brutalität und Bühnenpräsenz kaum übertroffen werden kann. Zumindest meiner Meinung nach.

Die Szene selbst hat sich soundtechnisch wieder einmal selbst übertroffen. Halbbetrunken und mit zufriedem Gefühl im Bauch wackelten wir nachhause.

 

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