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Sunrise Avenue – Gasometer

Sunrise Avenue – Gasometer

Wie könnte man eine Woche besser abschließen, als mit einer großen Party? Sunrise Avenue, gute Laune Garant aus Finnland, machte aus dem Gasometer Sonntagabend genau das! Schließlich war es für die Band das Abschlusskonzert ihrer Tour.

War das Publikum bei vergangenen Konzerten der Band gut gemischt, versammelten sich dies Mal auffallend viele weibliche Fans im besten Teenageralter. Schon bei der Vorband The Pusher wurde bereitwillig mit geklatscht und -gesungen, soweit es ging. Das Quartett aus Schweden verbreitete mit ihrem tanzbaren Poprock gute Laune. Wäre der Platz da gewesen, hätten sicher einige mehr getanzt.
Zwar war die Halle nicht ausverkauft, trotzdem ging es vor der Bühne recht kuschlig zu. Die Verlegung des Konzerts von der Arena war definitiv die richtige Entscheidung.

Auch sonst wurde von der Vorband einiges geboten. Mit lustigen Ansagen sorgte sie für viele Lacher, bei den emotionalen Balladen gab es dafür Gänsehaut pur!
(Im Januar kommen sie mit dem gerade veröffentlichten Album „The Art Of Hit Music“ auf Tour!)

 

Die gute Stimmung lies auch in der Umbaupause nicht nach. Bevor Sunrise Avenue pünktlich die Bühne betraten, schallte der ein oder andere Johnny Cash Song durch die Halle. Beim Letzten, „Ring Of Fire“, wurde gut hörbar mitgesungen. Vor allem wohl vom älteren Publikum, denen die Nummer noch ein Begriff ist.

Schon von Beginn an machte die zweite Wien-Show der Finnen dieses Jahres gewohnt viel Spaß! Den Anfang machten ausschließlich Lieder vom aktuellen Longplayer „Out Of Style“. Anders als beim letzten Konzert im Mai wurde im Verlauf des Abends allerdings viel Altbekanntes von den bisherigen Alben gespielt. Dazu gab Sänger Samu lustige Anekdoten zum Besten, zum Beispiel dass die Vorlage zu „Bad“ in einem Wiener Hotel geschehen sein soll oder dass sein Hangover nach dem letzten Konzert alles andere als gering ausfiel.
Ein anderes schillerndes Highlight war die überdimensionale Discokugel, die zu „I Don’t Dance“ von der Decke hing.

Wer die sympathischen Finnen bereits live erlebt hat, weiß, dass sie unter anderem eines sehr gut drauf haben; Medleys spielen! Davon konnte man sich auch im Gasometer überzeugen. Schon früh am Abend wurden Fremdzeilen in die eigenen Songs eingefügt. Später griff Samu Haber zur akustischen Gitarre und lies so ein bisschen Flair der Akustiktour 2010 wieder aufleben.

Damit wurden auch die Songs länger und Medleys ausschweifender. Dieses Mal gab es beispielsweise den Ghostbusters Titelsong, „California King Bed“ (Rihanna), „The Lazy Song“ (Bruno Mars) oder „Sweat“ (Inner Circle) in speziellen skandinavischen Versionen. Hierbei wechselten sich vor allem Keyboarder Osmo und Gitarrist Riku gesanglich ab.

Im Großen und Ganzen steht eine größere Bühne Sunrise Avenue wirklich gut. Sie haben nichts von ihrem Charme verloren und konnten die große Halle genauso mit guter Stimmung füllen wie zuvor die Arena. Zudem schienen sie den vermehrten Platz sichtlicht zu genießen. Vor allem Samu und Riku nutzen das aus, um ab und zu wild herumzuspringen.

2011 bringt die Band ein Livealbum heraus. Dafür wurden sämtliche Konzerte der Tour aufgezeichnet. Wer weiß, vielleicht schafft es ja auch ein Ausschnitt von Wien auf die Scheibe!

 

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