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The Sorrow im Interview

The Sorrow im Interview

Im Zuge ihrer Show in der Wiener Szene hatten wir Mathias „Mätze“ Schlegel, Sänger und Gitarrist von The Sorrow, im Interview. Enemy.at paluderte mit ihm über ihr aktuelles Album, durstige Fans und Bandcontests, aber lest selbst!

 

Nach drei veröffentlichten Alben würde uns interessieren wie euer Weg nach oben in etwa ausgesehen hat!
Mätze:
Der Start war natürlich grandios für uns, wir hatten das Demo des Monats im Metalhammer und danach das Album des Monats. Danach ist es gleich nach oben losgegangen. Mit dem zweiten Album haben wir das Level gehalten und mit dem aktuellen Album sind wir sehr zufrieden. Man muss aber auch dazu sagen das es mit der Musik ein wenig abwärts geht. Metalcore ist meiner Meinung nach am absterbenden Ast. Wir versuchen einfach immer noch gute Musik zu machen und das wird zum Glück honoriert.

The Sorrow ist meiner Meinung nach der bekannteste Vertreter der österreichischen Metalszene! Warum gerade ihr? Wie war eure „Strategie“?
Mätze:
Wir haben uns im Gegensatz zu unseren früheren Bands dazu entschieden nur drei Lieder aufzunehmen, diese aber so gut wie möglich zu produzieren und diese als Demo zu verschicken. Ansonsten sind wir einfach eine Band die gern live spielt und viel Zeit im Proberaum verbringt. Wir versuchen immer unser Bestes zu geben und ich denke das merkt man auch.

Zum Thema Gigs: Was war euer „bestes“ Konzert? Was war so besonders daran?
Mätze
: Die erste Tour mit GOD FORBID und DEVILDRIVER werden wir nie vergessen. Das „Masters of Rock“ in Tschechien war auch ein Wahnsinns Ding, weil dort einfach 20 oder 30 Tausend Verrückte abfeiern dass es nur so kracht. Es war auch witzig dass nach der Band die vor uns gespielt hat so ziemlich alle Leute verschwunden sind und wir schon echt deprimiert waren. Als wir dann aber anfingen war uns klar dass die alle anscheinend nur Bier holen waren.

„Alles was nicht dramatisch klingt, kommt nicht aufs Album“. Dass war laut Pressetext euer Hauptkriterium für „The Sorrow“! Wie darf man dass verstehen? Die anderen beiden waren ja auch keine Schlagerplatten!
Mätze:
Ich weiß gar nicht genau wo das genau herkommt! „Sphärisch“ wäre wohl eher die passende Bezeichnung. Beispielsweise haben wir Mandolinen eingespielt um das Ganze ein wenig pompöser zu gestalten. Für mich steht wie gesagt das „sphärische“ im Vordergrund.


Wie ist euer aktuelles Album entstanden? Wie war der Songwriting Prozess? Welche Inspiration steht hinter den Texten?

Mätze:
Vom Songwriting her waren wir mit der letzten Platte nicht hundertprozentig zufrieden was höchstwahrscheinlich am Zeitdruck gelegen hat. Dieses Mal haben wir uns wesentlich mehr Zeit gelassen. Wir haben uns einfach im Proberaum getroffen und die einzelnen Ideen durcheinander geworfen. Dann entstand ein „Best of“ und bis zum Schluss wurde ständig daran herumgefeilt. Zu den Texten kann man sagen dass bei uns im privaten sehr viel passiert ist. Todesfälle in der Familie, Krankheit und andere Dinge. Das haben wir versucht zu verarbeiten und dadurch bekommt die Platte auch ein wenig Persönlichkeit.


In Wien sind momentan zwei Bandcontests im Laufen, der Local Heroes und der Austrian Band Contest. Seht ihr darin eine echte Chance oder ist das eher eine Zeitverschwendung?

Mätze:
Ich kann leider nicht genau beurteilen wie dass in Wien ist. In Vorarlberg ist es eher Geldmacherei. Grundsätzlich ist es für junge Bands eine Chance zu spielen. Aber selbst wenn sie gewinnen müssen sie sich selbst behaupten. Die einzige die ich kenne die durch so etwas groß geworden ist, ist die Christl Stürmer und selbst die war nur Zweite (lacht).

Ihr seit eine Metalcore Band! PARKWAY DRIVE sagten auf ihrer DVD dass sie mit Metal nichts am Hut haben und gänzlich aus der Hardcore Szene stammen! Wo habt ihr eure Wurzeln?
Mätze:
Bei uns ist es komplet umgekehrt. Wir kommen komplett aus der Metal und Punk Richtung. Unsere früheren Bands waren auch Metal und Punk Bands. Wir hören auch schon immer Metal.  Je besser wir dann an den Instrumenten wurden desto härter wurden wir dann auch. Dann kam unser aktueller Schlagzeuger dazu der Double Kicks beherschte und so entwickelten wir uns. Wir wehren uns auch dagegen in die Hardcore Schublade gesteckt zu werden.

Welche Tipps könnt ihr österreichischen Musikern geben um erfolgreich zu werden?
Mätze:
Das wichtigste sind einfach die Songs, so banal es klingt. Lieber ein wenig mehr Zeit ins Songwriting investieren als ein komplettes Album zu füllen. Und diese dann bis zur Perfektion proben. Und man kommt leider nicht drum herum ein wenig Kohle zu investieren. Das Gesamtpaket muss stimmen.

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