Versailles (Philharmonic Quintet) – Szene

Vanessa Spanbauer 10. Oktober 2011 0

Am 9. Oktober war es endlich soweit, Versailles spielten ihre erste und lang erwartete Show in Österreich. Lest hier, was sich an diesem Tag in aber auch vor der Szene Wien abspielte.

Als fleißiger Konzertbesucher hat man ja schon einiges gesehen, aber das Bild, das sich am Sonntag vor und in der Szene beim Konzert von Versailles bot, war doch etwas außergewöhnlich. Denn bevor man die Location noch betreten hatte, lagen die Vorboten des Konzerts schon vor der Tür. Alles, was man für einen gelungenen Campingtrip braucht – wie Schlafsäcke, Decken, Matten, Rucksäcke usw. – war vorhanden. Seit Samstag campierten ca. zehn Fans schon vor Ort und trotzten der Kälte. Im Laufe des Sonntags kamen noch mehr dazu.

 

 

Versailles

Da kein Support angekündigt war, warteten alle schon gespannt auf Versailles. Etwas verspätet betraten die fünf Musiker – einer nach dem anderen – langsam die Bühne. Bei diesem minutenlangen, fulminanten Unterfangen konnte man die ersten Blicke auf die prachtvollen, geschichtlich inspirierten Bühnenoutfits der Band werfen. Man merkte sofort, dass es sich hier für viele nicht einfach nur um ein Konzert handelt, es war das Konzert, das ihr Leben widerspiegelt. Bunt, laut, aufregend. Denn auch ein großer Teil des Publikums war in aufwendige Outfits gehüllt, Visual Kei vom Feinsten. Doch man musste kein Fan sein, um von der ersten Minute an begeistert zu sein, besonders die schnellen Gitarren heizten einem ordentlich ein. Der Sänger Kamijo sprach mal  Japanisch oder Englisch, aber auch etwas Französisch und Deutsch war dabei. Viele Fans schienen alles ganz problemlos zu verstehen und erstaunlicherweise saßen bei einigen auch die japanischen Texte perfekt. Auch in der Menge an sich hörte man die verschiedensten Sprachen, reisten die Fans doch aus ganz Europa an.

 

Versailles

Gegen 21:24 Uhr verließen die restlichen Musiker die Bühne, damit Kamijo einen Song alleine performen konnte, danach verschwand der Sänger, um den anderen ihren Raum für eine Instrumental-Performance zu lassen. Wenig später wurde wieder die gesamte Band mit tosendem Applaus willkommen geheißen und es ging fetzig weiter. Besonders laut wurde es dann beim Song “Vampire”, den der Sänger mit den Worten „I want to suck your blood“ ankündigte. Da sich das Konzert langsam doch dem Ende zu geneigt hatte, gab es die geforderte Zugabe. Und dann noch eine Zugabe von der Zugabe. Nach der gefühlten dritten Zugabe war dann wirklich Schluss. Doch auch nach diesem Ende war es doch noch nicht ganz vorbei. Denn jeder der wollte, konnte noch nach etwas Wartezeit seinem Idol beim vorher angekündigten Meet&Greet persönlich die Hand schütteln.

 

Versailles

Nach diesem Konzert könnte man es doch schon fast verstehen, warum viele von weit angereist sind und einige vor der Szene campiert haben. Versailles haben eine Show geliefert, die das Herz jedes Fans höherschlagen lässt.

 

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