Home   /   Live Reviews  /   Birthday Party – Rockhouse

Birthday Party – Rockhouse

Birthday Party – Rockhouse

Am 13.Oktober pustete das Rockhouse bei seiner 19th Birthday Party die Kerzen aus und ließen sich von Casper, Royal Republic und den Steaming Satellites ein Ständchen singen. Wir waren dabei und haben uns das Spektakel genauer angeschaut.

Gut eine Woche davor war die 19th Birthday Party schon ausverkauft und der Kartenflohmarkt voll im Gange: Es wurde verkauft, gekauft und sogar getauscht, wie man es von früher mit den Panini-Aufklebern kannte.
Dann eröffneten die Steaming Satellites pünktlich den Abend und der Saal füllte sich immer und immer mehr. Mit ihrem psychedelischem Space-Rock machten sie dem Projekt „Stratos“ Konkurrenz – brachen vielleicht nicht die Schallmauer doch der Bann zum Publikum war in Windeseile gebrochen. Doch auch die Steaming Satellites merkten, dass die Meisten auf die nachfolgenden Akteure warteten, und äußerten auch immer wieder, wenn auch ironisch: „Wir müssen da durch, sorry.“ Doch eine Qual war das, was man da in Ohren gedröhnt bekommen hat, keineswegs.

Anschließend fuhren die Schweden von Royal Republic fort und drehten das Metronom der Vorgänger auf Doubletime. Jetzt rastete der bummvolle Laden komplett aus: Es wurde heftigst getanzt, geklatscht, gesprungen und unaufhörlich gesungen. Frontmann Adam Grahn, der wirkt als wäre er modisch in den 50ies hängen geblieben, hätte seinen Gesangsdienst fast schon an den Nagel hängen können. Doch dann überraschten sie plötzlich mit einer A-capella Version ihrer neuen Single „Addicted“, der aufmerksam gelauscht wurde.

Sie spielten quer durch beide Alben und brachten mit den „alten“ Klassikern wie „Tommy Gun“, oder „Underwear“ die Schweißdrüsen auf Hochtouren. Kurz darauf endete dann auch der höchst unterhaltsame Kraftakt von Royal Republic und jeder stärkte sich nochmal für das Highlight des Abends.

Wirklich jeder wartete auf das folgende „Casper-Theater“. Die Menge forderte, während dem Aufbau noch, mit lauten, immer schneller werdenden Sprechgesängen – „Casper, Casper, Casper“- den gebürtigen Bielefelder. Es dauerte aber doch noch ein bisschen und so konnte man Teil der wirklich kuriosesten Unterhaltungen und Wortmeldungen werden. (So diskutierten zum Beispiel zwei junge Mädchen in der ersten Reihe über ihre Kinderwünsche mit Benjamin Griffey und kamen zum Schluss, jeweils eine komplette Fußballmannschaft mit ihm zeugen zu wollen. Na, viel Spaß!)

Um 23:06 begann dann unter tosendem Beifall das Intro und die Musiker betraten die Bühne. Schließlich sprang auch Casper wie ein wild gewordener Affe heraus und eröffnete mit „Auf und davon“ das Programm. Der komplette Saal bewegte sich und man konnte sich nur schwer wehren, mitzumachen. Sobald Casper alle Hände sehen wollte, waren sie oben. Sobald er alle springen sehen wollte, sprangen alle. Es schien wirklich so, als ob einige auch aus dem Fenster springen würden, wenn er es sagen würde. Doch das tat eigentlich nichts zur Sache und er fuhr mit „Casper Bumaye“ und „Die letzte Gang der Stadt“ fort. Es folgte dann auch gleich der Titelsong „XOXO“, bei dem das Publikum den Text so laut kreischte, dass man Casper kurzzeitig nicht mehr hörte. Dieses springende, singende Prozedere setzte sich dann auch weiter fort.

Am Ende gab es dann auch noch „Der Druck steigt“ und „So Perfekt“ zu hören, das den Abend und vorallem den Auftritt von diesem – auch zurecht gehypten – Casper trefflich beschreibt.

Home   /   Live Reviews  /   Birthday Party – Rockhouse

Tags

Related Article